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Suchmaschinen-Marktanteile: Google verliert, Yahoo gewinnt

Websites verschiedener Suchanbieter: Google verliert an Marktanteil Zur Großansicht
DPA

Websites verschiedener Suchanbieter: Google verliert an Marktanteil

Seit Dezember ist in den USA nicht mehr Google, sondern Yahoo die voreingestellte Suchmaschine im Firefox-Browser. Das scheint sich nun auch in den Marktanteilen der Dienste widerzuspiegeln.

Die Marktmacht des Suchmaschinen-Konzerns Google ist im vergangenen Monat etwas eingedämmt worden. Analysten gehen davon aus, dass der Deal zwischen Mozilla und Yahoo den Online-Riesen geschwächt hat: In den USA ist Google seit Dezember nicht mehr als Standardsuche im Firefox-Browser eingestellt.

Laut einem Bericht des Analyse-Unternehmens Statcounter ist Googles Anteil am US-Suchmaschinenmarkt innerhalb eines Jahres um etwa vier Prozent gefallen. Während Google im Dezember 2013 den Markt in den USA noch mit einem Anteil von 79,3 Prozent beherrschte, fiel der Anteil im vergangenen Monat auf 75,2 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2008, als Statcounter damit angefangen hat, die Suchanfragen zu messen.

Yahoo dagegen geht als Gewinner aus der Auswertung hervor. Im vergangenen Monat erhöhte sich der Marktanteil des Dienstes auf 10,4 Prozent. Im Dezember 2013 waren es 7,4 Prozent.

"Spürbarer Einfluss auf die Suche in den USA"

Nach zehnjähriger Partnerschaft mit Google hatte das Non-Profit-Unternehmen Mozilla im November angekündigt, in Zukunft nicht mehr mit Google zusammenzuarbeiten, sondern mit Yahoo. Damit änderte sich auch die Standardsuche im Firefox-Browser, seither suchen US-Nutzer standardmäßig mit Yahoo statt mit Google. Das Geld habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, sagte der Mozilla-Chef Chris Beard in einem Interview mit dem Wirtschaftsportal "Marketingland". Yahoo habe sich einfach als der bessere strategische Partner erwiesen.

Statcounter-Chef Aodhan Cullen ist überzeugt, dass der Deal die Marktanteile verschoben hat. Firefox-Nutzer machten immerhin 12 Prozent der Internetnutzung in den USA aus. Cullen sagt: "Der Schritt von Mozilla hatte einen spürbaren Einfluss auf die Suche in den USA." Die Frage sei nur, ob die Nutzer weiter die Yahoo-Suche bei Firefox benutzen oder wieder zu Google wechseln.

An der Suchmaschinen-Rangliste ändert sich vorläufig noch nichts. Google bleibt in den USA auf Platz eins der Suchmaschinen. Der Kampf um den zweiten Platz wird allerdings knapper: Noch steht dort Bing mit 12,5 Prozent, doch Yahoo belegt den dritten Platz nun mit 10,4 Prozent.

jbr

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1. Ein Rückschritt
georg69 09.01.2015
Meiner Erfahrung nach reicht die Suchqualität von Yahoo nicht ansatzweise an die von Google heran. Also definitiv ein Rückschritt für Mozilla. Aber irgendwoher müssen sie halt ihr Geld bekommen.
2.
Untertan 2.0 09.01.2015
Zitat von georg69Meiner Erfahrung nach reicht die Suchqualität von Yahoo nicht ansatzweise an die von Google heran. Also definitiv ein Rückschritt für Mozilla. Aber irgendwoher müssen sie halt ihr Geld bekommen.
Ich denke auch, die sollten sich da noch dem Geld richten - nichts ist für den Nutzer egaler, als welche Suchmaschine da eingestellt ist, wechseln kann man die schließlich jederzeit.
3.
fraufeix 09.01.2015
Diese Aenderung wird Mozilla keine Freunde gewinnen. Die haben auch im Dezember eine wochenlange fundraising campagne gehabt die mich und andere sehr genervt hat. Wenn die so gut sind sollen sie ihren Kram doch verkaufen, so wie die jetzt sind wuerde ich nicht dafuer bezahlen.
4.
darksystem 09.01.2015
Zitat von fraufeixDiese Aenderung wird Mozilla keine Freunde gewinnen. Die haben auch im Dezember eine wochenlange fundraising campagne gehabt die mich und andere sehr genervt hat. Wenn die so gut sind sollen sie ihren Kram doch verkaufen, so wie die jetzt sind wuerde ich nicht dafuer bezahlen.
Ich würde Chrome, Opera und sogar den Internet Explorer zum privatem Surfen dem Firefox jederzeit vorziehen, auch dafür bezahlen wenn ich müsste. Firefox nutze ich nur als primäres Entwicklungswerkzeug weil mir die Handhabung von Firebug besser gefällt als der Chrome Debugger. Für meine Firefox Abneigung gibt es in erster Linie vier Gründe: - Firefox ist langsam und ressorucenhungrid. Aus eigener Erfahrung mit stark rechenintensiven Konstrukten auf modernen Kisten und normalen Webseiten auf uralt Rechnern getestet. Chrome gewinnt in beiden Szenarien "deutlich". - Die Oberfläche finde ich unhandlich, zumindest das was man bei aktuellen Browsern noch "Oberfläche" nennen kann. - Als man hauptsächlich die Wahl zwischen einem verbuggtem IE, Apple oder einem Bezahl-Opera hatte erschien der Firefox als beste Alternative. Diese Zeiten sind vorbei. Die Konkurrenz hat stark auf/überholt. - Die Innovationen welche FF damals stark gemacht haben sind enorm zurück gegangen.
5. Google Yahoo
wo_st 09.01.2015
Beide sind US basiert. Google hat mehr Sucherfolge, deswegen nutze ich die nur in wenigen Fällen, in denen andere nichts finden.
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