Sicherheitsrisiko: Neue Flash-Lücken entdeckt - so schützen Sie Ihren Rechner

Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen Lücken im Adobe PDF-Reader aus Zur Großansicht
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Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen Lücken im Adobe PDF-Reader aus

Erneut gibt es ein gravierendes Sicherheitsproblem für 1,3 Milliarden Computer: Die Gratis-Software Flash hat massive Lücken, der Hersteller rät zur sofortigen Installation einer neuen Programmversion. Was Sie jetzt tun müssen - die Anleitung.

Hamburg - Die kostenlose Software Adobe Flash wird weltweit von 1,3 Milliarden Menschen genutzt, das Programm ist auf vielen Computern vorinstalliert, um Online-Videos und animierte Websites anzuzeigen. Doch die Software hat gravierende Sicherheitslücken.

Der Hersteller Adobe rät Nutzern jetzt dringend, vorhandene Versionen umgehend zu aktualisieren. Zwei der Lücken werden bereits von Kriminellen ausgenutzt. Die Täter locken Menschen mit Werbe-E-Mails auf präparierte Websites, über die der Rechner infiziert wird. Der Aufruf einer solchen Seite genügt, damit ein Computer gekapert wird. Kriminelle können auf diese Weise das Flash-Plugin zum Absturz bringen und dann eigene Software installieren, um fremde Rechner fernzusteuern.

Adobe rät Windows-, Mac- und Linux-Nutzern zur Aktualisierung der Flash-Software. Dabei gehen Nutzer am besten so vor:

  • Welche Flash-Version auf Ihrem Rechner installiert ist, zeigt diese Adobe-Website an.
  • Wichtig: Wenn beispielsweise in Ihrem Chrome-Browser oder dem Internet Explorer 10 unter Windows 8 eine aktuelle Flash-Versionsnummer angezeigt wird, kann dennoch in einem anderen Browser auf dem System eine veraltete Version laufen. Chrome und IE8 unter Windows 8 sollten Flash selbstständig aktualisieren - andere Browser tun das nicht. Um sicher zu gehen, sollten Sie die Prüfseite mit allen Browsern Ihres Systems aufrufen.
  • Die aktuellsten Versionen des Flash Players haben diese Nummern: 11.6.602.171 unter Windows und MacOS, 11.2.202.273 unter Linux. Wenn die Versionsnummer der bei Ihnen installierten Software niedriger ist, müssen Sie aktualisieren.
  • Die neueste Flash-Version können Sie auf dieser Website herunterladen. Wichtig: Deaktivieren Sie das von Adobe vorab gesetzte Häkchen, mit dem Sie der Installation unnötiger Zusatzprogramme zustimmen. Der Hersteller nutzt die Sicherheits-Updates seiner anfälligen Software, um Kunden die Programme anderer Hersteller unterzujubeln, zum Beispiel Googles Chrome-Browser oder das Sicherheitsprogramm McAfee Security Scan Plus.

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insgesamt 80 Beiträge
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1.
Zaunsfeld 27.02.2013
Für alle, die sich die jeweils aktuellste Flash-Version von der Herstellerseite herunterladen wollen ohne den Adobe-Online-Installer, ohne die heimlich mit untergeschmuggelte Zusatz-Software und das ganze Gedöns: https://www.adobe.com/products/flashplayer/distribution3.html
2. no title
Toe Jam 27.02.2013
So langsam geht mir Adobe echt auf den Nerv, jede Woche dringende Updates. Und jedes Mal versuchen die mir, beim Update eines ihrer Extra-Produkte anzudrehen, Häkchen natürlich standardmäßig gesetzt. Flash von Macromedia war früher echt was innovatives und für den Entwickler erschwinglich, mittlerweile ist es einen Virenschleuder und man muss einig Tausend € hinlegen für den Editor. PDF Maker ebenso. Ansich ein super Format zum Austausch von Dokumenten, doch die Features der letzten Jahre braucht keine Sau, der PDF Creator ist irre teuer und durch die unnötige Komplexität ist pdf mitlerweile zur Virenschleuder geworden. Schade!
3.
meineidbauer 27.02.2013
Zitat von ZaunsfeldFür alle, die sich die jeweils aktuellste Flash-Version von der Herstellerseite herunterladen wollen ohne den Adobe-Online-Installer, ohne die heimlich mit untergeschmuggelte Zusatz-Software und das ganze Gedöns: https://www.adobe.com/products/flashplayer/distribution3.html
"Ja, Chrome als Standardbrowser und Google Toolbar für Internet Explorer installieren – optional. (32,11 MB) Installationsoptionen" Muss natürlich per opt out abgewählt werden. pffffft.... am Besten, man schmeisst den ganzen Flash Dreck vom Rechner runter. Keine YouTube Videos mehr. Na und? Aber auch keine beschi**ene Werbung
4. Frage:
drmedwurst 27.02.2013
Warum ?Neue Sicherheitslücke?? Eine andere beim Adobe Flash Player ist mir, zumindest in jüngster Vergangenheit, nicht bekannt. Vielleicht meinen Sie den Adobe Reader, der aber außer der Marke ?Adobe? nichts mit dem Flash Player zu tun hat. Das Bildchen mit dem Hex-Code ist ja laut Untertitel auch vom Reader.
5. Flash ist schon seit seinen Anfängen
backslash0 27.02.2013
die größte Seuche im Internet. Adobe ist bekannt für seine Lückenhafte Softwareentwicklung. Mit HTML5 ist zum Glück das Ende von Flash eingeläutet.
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.

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