Flops in Serie Bill Gates' größte Internet-Niederlagen

Der Windows-Riese kam im Web immer zu spät. Internet-Browser, Online-Dienste, Webportale, soziale Netzwerke - erfunden haben das andere. Microsoft hechelte hinter, die Aufholjagden waren teuer. Und doch bisweilen erfolgreich für Microsoft.


Facebook, Myspace, YouTube, Paypal, eBay – bei der Entwicklung der großen Webmarken, die mit einer echten Innovation begannen, hatten weder Microsoft noch Yahoo ihre Finger im Spiel. Die beiden Konzerne sind im heutigen Web Verlierer. Der Unterschied: Yahoo war in den neunziger Jahren einige Zeit die Anlaufstelle für Netzneulinge, profitiert noch heute vom Ruhm und Startvorteil.

Microsoft hingegen kam im Web bislang immer zu spät, sprang auf einen fahrenden Zug auf und kämpfte sich dann mit aller Finanzmacht nach vorn.

Die ständige Online-Aufholjagd bezahlt Microsoft teuer: Die Online-Sparte des Windows-Konzerns fährt nach wie vor Verluste ein. Silicon-Alley-Blogger Henry Blodget fasste Microsofts Online-Zahlen des vorigen Quartals so zusammen: "Abgesehen vom dazugekauften, profitablen aQuantive, verbrennt Microsoft online weiter Geld: 800 Millionen Dollar im Jahr." Anders sieht es bei Yahoo aus – der Übernahmekandidat machte im vorigen Quartal gut 200 Millionen Dollar Gewinn bei 1,8 Milliarden Umsatz.

Wer im Web zu spät kommt, muss eben tiefe Taschen haben. Microsoft kam bisher immer zu spät – konnte aber mit viel Geld sogar Markführer wie Netscape wegdrängen. SPIEGEL ONLINE zeigt die größten Niederlagen:



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