Frankreich Minister macht Super Marios Vater zum Ritter

Shigeru Miyamoto ist ein Superstar - und jetzt auch ein Ritter. Der Schöpfer von "Super Mario", "Donkey Kong" und anderen Spieleklassikern bekam von Frankreichs Kulturminister einen Orden verliehen, gemeinsam mit zwei französischen Kollegen - für Verdienste um die Kultur.


Shigeru Miyamoto bekam den Kulturorden "Ordre des Arts et Lettres". Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres ernannte den Japaner am Montag in Paris ebenso zum Ritter des Ordens wie seine französischen Kollegen Michel Ancel und Frédérick Raynal. Die Spielemacher - erste ihrer Zunft in dem ehrwürdigen Orden - hätten "das Universum des Videospiels nachhaltig revolutioniert", sagte Donnedieu. Damit hätten sie den Spielen zu einem "Adelstitel" und einem Platz in der Kultur verholfen, wo sie nunmehr einen Rang neben dem Kino und anderen lebenden Künsten einnähmen.

Shigeru Miyamoto mir Orden: "Universum revolutioniert"

Shigeru Miyamoto mir Orden: "Universum revolutioniert"

Mit dem Klempner Mario hatte in den frühen Achtzigern der Siegeszug der Spielkonsolen begonnen. Shigeru Miyamoto gilt seitdem wie kaum ein anderer als ständiger Innovator unter den Spieleentwicklern - und als das kreative Herz des Konsolenherstellers Nintendo. Seine "Zelda"-Reihe zählt für viele zum Besten, was je auf einer Konsole gespielt werden konnte, mit "Super Mario 64" läutete er das Zeitalter der dreidimensionalen "Plattformer"-Spiele ein.

Michel Ancel ist für die "Rayman"-Serie ebenso verantwortlich wie für "Beyond Good & Evil" - ein wunderschönes Abenteuer, in dem die Heldin eine Kamera statt einer Waffe gegen das Böse einsetzt. Zuletzt machte Ancel durch die sehr gelungene Umsetzung von "Peter Jackson's King Kong" für PC und Spielkonsolen von sich reden. Frederick Raynal schuf für den PC die Serie "Alone in the Dark", und kann damit gewissermaßen als geistiger Vater eines ganzen Spielgenres gelten. Zu den "Survival Horror"-Spielen zählen auch hochgelobte Serienklassiker wie "Silent Hill" und "Resident Evil".

cis/AFP



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