"Wie bei Tic Tac Toe" So hämisch reagiert das Netz auf den Petry-Abgang

Frauke Petry möchte nicht der AfD-Fraktion angehören. Die Parteiführung reagiert überrascht, das Netz reagiert mit Häme - und Tic Tac Toe.

Tic Tac Toe 1997: "Wenn wir Freunde wären, dann würdest du so'n Scheiß überhaupt nicht machen!"
DPA

Tic Tac Toe 1997: "Wenn wir Freunde wären, dann würdest du so'n Scheiß überhaupt nicht machen!"


Tag 1 nach der Wahl und AfD-Parteichefin Frauke Petry möchte nicht der neuen AfD-Fraktion im Bundestag angehören. Wer am Montagmorgen gegen kurz nach 9 Uhr die Sondersendung des "ZDF-Morgenmagazin" schaute, bekam einen Vorgeschmack auf die neue politische Kultur, die nun in den Bundestag Einzug hält. Petry ließ die "Bombe" (AfD-Co-Chef Meuthen) medienwirksam platzen, verließ dann das Podium - zurück blieb die überrumpelte Parteiführung (und das live!) und amüsierte hämische TV-Zuschauer. Popcorn statt Müsli: Twitter hatte mal wieder eine seiner Sternstunden.

(Ja, ja, natürlich macht es man sich einfach, bei einem Eklat die besten Reaktionen zu sammeln und sie in einen Artikel zu gießen - aber viele sind auch zu schön, um sie nicht zu zeigen. Es wäre fahrlässig, nahezu verschwenderisch. Und da 87,4 Prozent der Wähler vermutlich gerade wenig nach Lachen zumute ist, sehen wir uns verpflichtet, ihnen zumindest die Möglichkeit anzubieten. Also los geht's.)

Protagonistin stürmt im Streit von der Bühne, gab es das nicht schon mal?

Richtig, bei der legendären Trennung der Girlie-Band "Tic Tac Toe" im Jahr 1997 während einer Pressekonferenz - die eigentlich einberufen worden war, um Einigkeit zu demonstrieren. Funktionierte aber genauso gut/schlecht wie bei der AfD in Berlin.

Muss man vielleicht einen Mediator schicken? Hat hier jemand Erfahrung mit dramatischen Trennungen?

Andererseits - war dieser Auftritt nicht exakt so erwartbar gewesen?

Erst Alice Heidels kalkulierter Abgang bei "Wie geht's, Deutschland?", nun Frauke Petry. Eventuell sollte man bei der räumlichen Gestaltung des neuen Bundestages auf die "besondere Mentalität" dieser Partei Rücksicht nehmen:

Werfen wir doch einen Blick auf die weiteren Protagonisten. Klarer Favorit des Internets: AfD-Sprecher Christian Lüth, wird in seiner Position offensichtlich nicht über alles informiert, ist als lebendes Gif des großäugigen Emoji allerdings unschlagbar.

Was könnte Frauke Petry, die eines von drei AfD-Direktmandaten holte, denn nun für die politische Zukunft planen?

Denkt sie überhaupt an die Menschen, die sie in den Bundestag gebracht haben?

Vielleicht kann sie ihre Entscheidung den Wählern in ihrem Wahlkreis ja mit einem abgewandelten Groucho-Marx-Zitat näherbringen.

ayy



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