Freundliche Übernahme Google lockt Webmaster mit kurzen Ladezeiten

Mehr Speed für alle, die Google vertrauen: Mit dem neuen "Page Speed Service" sollen die Ladezeiten von Websites kürzer werden. Dazu schreibt der Konzern den Quellcode um - und speichert Dateien auf seinem eigenen Servernetz.

Netzkonzern Google: Mehr Geschwindigkeit für Web-Seiten
REUTERS

Netzkonzern Google: Mehr Geschwindigkeit für Web-Seiten


Berlin - Mit einem Beschleunigungsdienst für Websites will Google Webmastern helfen. Das Motto des "Page Speed Service": Gib uns die Daten deiner Website, und wir bereiten sie so auf, dass sie schneller bei deinen Anwendern ankommen - und deine Seite attraktiver machen. Möglich soll der Tempo-Boost werden, weil viele Websites nicht auf schnelle Ladezeiten hin optimiert seien. Das will Google jetzt automatisiert übernehmen. Außerdem sollen die Seiten über Googles Rechenzentren rund um die Welt ausgeliefert werden, so verkürzt das Unternehmen die Entfernung zwischen Website und Websurfer.

25 bis 60 Prozent mehr Geschwindigkeit seien möglich, erklärt Page-Speed-Entwickler Ram Ramani im Google-Code-Blog. Wer will, kann es gleich selbst ausprobieren. Erste Tester kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen: Etliche Kommentatoren beklagen Geschwindigkeitseinbrüche bei ihren Websites - gerade, wenn diese eigentlich schon optimiert waren. Kein Wunder, hält Entwickler Ramani entgegen, Googles Page-Speed-Server seien gerade ein wenig überlastet. Er rät, es einfach später noch einmal zu versuchen.

Ein Bedenken, das Ramani aber nicht ausräumen kann, ist das Misstrauen gegenüber Google: Sollen Webmaster wirklich dem mächtigen Konzern auch noch die Kontrolle über ihre Website an den Internet-Konzern abgeben, lautet eine der ersten Fragen zum neuen Dienst. So erfährt Google zwangsläufig etwas über die Besucher der Seiten, zum Beispiel, woher sie kommen und was sie anklicken.

Kritikwürdig finden die Kommentatoren von Hacker News auch, was "Page Speed Service" für einen Surfer bedeute: Solange findige Programmierer keine Browser-Erweiterungen entwickeln, die derart von Google optimierte (und kontrollierte?) Websites erkennen, weiß ein Webbesucher praktisch nicht, ob er gerade über Googles Server sensible Daten verschickt. Für Anwender, die ihre Daten nicht dem US-Unternehmen anvertrauen wollen, ist das ein Datenschutz-Problem.

Aber es gibt noch einen dritten Aspekt: Die Reaktionen von Dienstleistern, die selbst Websites beschleunigen. Googles größter Konkurrent in diesem Bereich, Cloudflare, nimmt die Veröffentlichung sportlich. Man kenne viele Mitglieder aus dem Page-Speed-Team, es sei toll, zu sehen, dass auch andere smarte Firmen dasselbe Feld beackerten. Und niemand sei daran gehindert, zusätzlich zu Cloudflares Diensten auch noch Googles Page-Speed auf seine Website loszulassen. Der Cloudflare-Chef gibt sich optimistisch: Vielleicht biete man Page Speed ja eines Tages als Cloudflare-App an.

fko

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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
Meckermann 29.07.2011
1. schneller
Mit dem Verzicht auf Werbe-Ads und überflüssige Java-Scripte werden die Ladezeiten auch kürzer...
mediaspiegel 29.07.2011
2. Speedkiller Google +1
Die Einbindung der Javascript-Datei plusone.js, die für den Google +1-Button notwendig ist, treibt das Datenvolumen für jeden Website-Aufruf um rund 130 kB in die Höhe. Hier wird beschrieben, wie man den Google+ Button datenschutzkonform so einbinden kann, dass er erst nach vollständigem Parsen der Website auf expliziten Wunsch des Users geladen wird: http://bit.ly/qphNw9 bzw. http://www.media-deluxe.de/blog/2011/07/den-google-1-button-datenschutzkonform-integrieren/
obacht! 29.07.2011
3. Klasse Vorschlag!
Zitat von MeckermannMit dem Verzicht auf Werbe-Ads und überflüssige Java-Scripte werden die Ladezeiten auch kürzer...
Webe-Ads weglassen? Dann verschwinden die meißten Gratis-Angebote vom Netz. Java-Scripte weglassen? Warum nicht auch Grafiken, Fotos und Videos weglassen? Am besten nur noch Text. So BTX-like. Dn Txt knn mn ch nch krzn, nfch d Vkle wglssen.
blob123y 29.07.2011
4. Google hat seit etwa 3 Monaten eine Aktion die
alle Webseiten rigoros rauswirft die nicht extrem schnell sind und viele Links haben. Der Inhalt der Seiten scheint Google gar nicht mehr zu interessieren. Die vielgeruehmte Quality, sowieso noch nie besonders gut bei allen was aus den USA kommt, interessiert Google eigentlich wenig. Da ich Sachen immer zuende denke, die nicht, habe ich neulich eine alte Seite hergenommen die noch nie eine gute Positions hatte und allen Inhalt entfernt ausser metatags und h1-h6. Also nur ein absolues Geruest ohne Inhalt. Schwubs di wubs in 3 Tagen war ich hahezu ganz oben im Googlelisting fuer das entsprechende Keyword. Was denken sich diese Leute eigentlich ? Die machen genau das Gegenteil was eigentlich sein sollte, naemlich umfassender Inhalt.
centennials, 29.07.2011
5. ...
Zitat von mediaspiegelDie Einbindung der Javascript-Datei plusone.js, die für den Google +1-Button notwendig ist, treibt das Datenvolumen für jeden Website-Aufruf um rund 130 kB in die Höhe. Hier wird beschrieben, wie man den Google+ Button datenschutzkonform so einbinden kann, dass er erst nach vollständigem Parsen der Website auf expliziten Wunsch des Users geladen wird: http://bit.ly/qphNw9 bzw. http://www.media-deluxe.de/blog/2011/07/den-google-1-button-datenschutzkonform-integrieren/
Ich weiss nicht welche Datei Sie einbinden, aber plusone.js hat ganze 5KB. Für die Geschwindigkeit einer Seite sind auch weniger die Dateigrössen im KB-Bereich ausschlaggebend als vielmehr die Anzahl von parallelen Requests, die Geschwindigkeit der eingesetzten Adserver u.Ä.
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