Neue Gadgets Mit kaltem Bier die Welt retten

Ein Kühlschrank, der keinen Strom braucht und überall funktioniert, wo man ein bisschen buddeln kann? Das wäre genau das Richtige für heiße Sommertage, wenn es nur nicht so teuer wäre. Das und mehr in der Gadget-Schau von neuerdings.com.


eCool

"Save the world - one earth cooled beer at a time" steht groß auf der Seite des Erdkühlers eCool. Man soll also die Welt retten - ein erdgekühltes Bier nach dem anderen.

Ob ausgerechnet ein Erdkühler für Getränkedosen das richtige Werkzeug zur Rettung des Planeten ist, sei dahingestellt. Eine witzige Idee ist der eCool auf jeden Fall. Und sich sein Getränk gekühlt aus dem Boden zu kurbeln, ist sicher ein ganz anderes Gefühl, als einfach die Kühlschranktür zu öffnen. Außerdem dürfte so ein Kühler praktisch sein, wenn man zum Beispiel im stromlosen Schrebergarten oder auf einem öffentlichen Grillplatz Durst bekommt.

Vorher muss man allerdings graben. Der Erdkühler braucht ein Loch von einem knappen Meter Tiefe und mindestens 22 Zentimetern Durchmesser. In dieser Tiefe soll das Bier auch kalte Winter überstehen, ohne einzufrieren.

Der Deckel sei so gut isoliert, dass im gesamten eCool annähernd die gleiche Temperatur herrsche, verspricht der Hersteller. Im Sommer bekommt man Getränke damit zwar nicht so kalt wie aus einem voll aufgedrehten Kühlschrank, dafür aber stromlos kellerkalt.

Umgerechnet rund 254 Euro kostet ein Exemplar für 24 Getränkedosen. Wen der Preis nicht schreckt, der erhält den eCool und weitere Informationen direkt beim Hersteller. (Frank Müller)

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UrbanHello Home Phone: Das Festnetz lebt

UrbanHello

Ein wenig sieht das UrbanHello Home Phone aus, als wäre es ein legitimer Nachfahre des legendären Ericofon aus den Sechzigerjahren. Die Herstellerfirma preist es poetisch an: Das Home Phone sei ein Design-Objekt, das sich wie ein Blumenbouquet darbiete. Diese Assoziation scheint uns etwas weit hergeholt.

Auch bei der Technik soll das Home Phone punkten: Es lässt sich nicht nur mit den schnurlosen Telefonanlagen verbinden, die den DECT- und GAP-Standards folgen, sondern soll auch mit Internet-Routern wie dem Speedport der Deutschen Telekom und der FritzBox kompatibel sein (CAT-iq).

Alle Tasten befinden sich auf der Unterseite, für jede Funktion eine, so dass es nicht nötig ist, sich komplizierte Kombinationen zu merken. Stellt man das Gerät während eines Telefonats hin, schaltet es automatisch in einen Freisprechmodus.

Zwei Akkus sollen im Ruhezustand bis zu zwölf Tage durchhalten beziehungsweise eine Gesprächsdauer von bis zu 20 Stunden ermöglichen. Verwendet man die Freisprecheinrichtung, sinkt die Gesprächsdauer auf zweieinhalb Stunden.

Insgesamt scheint das UrbanHello Home Phone eine schöne Alternative zu herkömmlichen Festnetztelefonen zu sein. Außergewöhnliches Design und auf das Wesentliche reduzierte Funktionalität - ein Familientelefon, das die persönlichen Smartphones ergänzt. (Frank Müller)

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Keeo: Carbon-Schlüsselhalter mit Tracking-App und USB-Stick

Keeo

Keeo ist ein Schlüsselhalter aus Carbon, der aussieht wie ein Taschenmesser und jeweils einen von drei Schlüsseln auf Knopfdruck herausspringen lässt. Außerdem kann Keeo mit einem Android- oder iOS-Smartphone per Bluetooth gekoppelt werden.

Die Benutzung ist einhändig möglich: Über ein Drehrad kann man mit dem Daumen wählen, welcher der drei Schlüssel herausspringen soll. Schlüssel, die zu dick für Keeno sind, wie zum Beispiel Autoschlüssel, können an einem zusätzlichen Schlüsselring angebracht werden. So hat dann dank der Bluetooth-Funktion auch die Suche nach dem Autoschlüssel ein Ende.

Keeo scheint eine gute Idee für Menschen zu sein, die ihre drei wichtigsten Schlüssel ohne Klappern und Klimpern auf Knopfdruck parat haben möchten. Für umgerechnet rund 76 Euro gibt es auf Kickstarter den Keeo Carbon-Schlüsselhalter mit 8-GB-USB-Stick und der dazugehörigen Android- oder iOS-App. Im Oktober 2014 soll Keeo versandfertig sein. Mehr Infos gibt esauf der Website von Keeo. (Frank Müller)

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
Björn Borg 08.06.2014
1. Gratis zum Kennenlernen
Zitat von sysopeCool Ein Kühlschrank, der keinen Strom braucht und überall funktioniert, wo man ein bisschen buddeln kann? Das wäre genau das richtige für heiße Sommertage, wenn es nur nicht so teuer wäre. Das und mehr in der Gadget-Schau von neuerdings.com. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/gadgets-ecool-urbanhello-home-phone-und-keeo-a-973661.html
+++ Die korrekte Form des unbestimmten Artikels lautet im Akkusativ Singular Maskulinum "keinen". Es muss demnach "... keinen Strom braucht ..." heißen. Falls Ihr statt Strom jemanden braucht, der Eure digitalen Texte gegen ein handelsübliches Entgelt pragmatisch Korrektur liest, bevor (!) Ihr sie online stellt, schreibt mich bitte gern an. Diese Arbeitsprobe ist zum Kennenlernen gratis. +++
sigma55 08.06.2014
2. Es geht auch günstiger
Wenn man einfach nur ein ca. 50cm Loch gräbt, die Getränke dann hinein stellt und wartet. Festivalerprobter Tipp. Ebenfalls gratis.
Gluehweintrinker 08.06.2014
3. Überflüssiges für satte Bürger
Wie schön: das kühle Bier wartet unter der Grasnarbe! Was Ihr Bericht leider nicht erwähnt: welcher Ressourcen- und Energieaufwand wird nötig, um das edle Erdkühlmöbel zu produzieren und zu transportieren? Dagegen rechnen wir auf, was es kösten würde, ein paar kg Eis in einem Kühlbehälter wiederholt dorthin mitzunehmen, wo man das kühle Bier braucht. Die letztgenannte Methode hätte den Vorteil, dass man sie spontan an jedem beliebigen Ort einsetzen kann und nicht nur an einem. Es wäre ja etwas aufwändig, wenn man seinen Erdkühler ständig aus- und wieder einbuddeln würde, nicht wahr? Bei allen supertollen eneriesparsamen Kühlschränken, Autos, Wasweißichnochalles wird immer der eine Punkt außer Acht gelassen: der Aufwand für die Produktion im Vergleich zum jahrelangen Weiterbetrieb eines einmal angeschafften Objektes. Das ist natürlich uncool, wenn man ein uraltes Auto mit blaugrauem Abgasfähnchen weiter betreibt. Da muss der neue High-Tech-Turbo-Hybrid her, gell?
Hafturlaub 08.06.2014
4. Mal nicht alles zum Problem hochquatschen
Zitat von GluehweintrinkerWie schön: das kühle Bier wartet unter der Grasnarbe! Was Ihr Bericht leider nicht erwähnt: welcher Ressourcen- und Energieaufwand wird nötig, um das edle Erdkühlmöbel zu produzieren und zu transportieren? Dagegen rechnen wir auf, was es kösten würde, ein paar kg Eis in einem Kühlbehälter wiederholt dorthin mitzunehmen, wo man das kühle Bier braucht. Die letztgenannte Methode hätte den Vorteil, dass man sie spontan an jedem beliebigen Ort einsetzen kann und nicht nur an einem. Es wäre ja etwas aufwändig, wenn man seinen Erdkühler ständig aus- und wieder einbuddeln würde, nicht wahr? Bei allen supertollen eneriesparsamen Kühlschränken, Autos, Wasweißichnochalles wird immer der eine Punkt außer Acht gelassen: der Aufwand für die Produktion im Vergleich zum jahrelangen Weiterbetrieb eines einmal angeschafften Objektes. Das ist natürlich uncool, wenn man ein uraltes Auto mit blaugrauem Abgasfähnchen weiter betreibt. Da muss der neue High-Tech-Turbo-Hybrid her, gell?
Jetzt könnte auch der nächste Nörgler meinen, dass Sie doch bitte mal durchrechnen, wieviel Energie für die Produktion der Kühlbox draufging, wieviel bei der Eisherstellung und ob es nicht besser wäre, gleich daheim zu bleiben und kühles Leitungswasser zu trinken anstatt Bier, weil diese supertolle Bier ja auch erstmal hergestellt und transportiert werden muss und blablabla
Altesocke 08.06.2014
5. 7142
Zitat von sigma55Wenn man einfach nur ein ca. 50cm Loch gräbt, die Getränke dann hinein stellt und wartet. Festivalerprobter Tipp. Ebenfalls gratis.
Das duerfte schon in Suedspanien, im Sommer, auch auf 1m Tiefe, Probleme geben! Oder erst auch im Equatorbereich. Das Gadget ist also nur fuer den Norden geeignet. (Falls jemand auf die Idee kommt, das auf suedeuropaeischen Campingplaetzen versuchen zu wollen)
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