App Fetch Sind Sie ein Dackel oder doch eher ein Schäferhund?

Hunderassen per App erkennen, Microsoft kann das. Mehr Spaß macht es aber, damit Porträtfotos von Menschen ihren Vierbeiner-Pendants zuordnen zu lassen.


Ich "muss beschäftigt werden", bin "intensiv", aber auch "hochintelligent". Denn ich bin ein Schäferhund. Das weiß ich, seit ich die Microsoft-App Fetch! ausprobiert habe. Die ist ein Produkt des Experimentallabors "The Garage", in dem Microsoft neue Technologien ausprobiert. Und eigentlich wurde sie dazu geschaffen, einen Hund anhand eines Fotos einer bestimmten Hunderasse zuzuordnen.

Dazu wird mit der App, die es derzeit nur für iOS gibt, ein Bild aufgenommen oder aus der Fotosammlung ausgewählt. Fetch! soll dann zuverlässig die jeweilige Hunderasse identifizieren. Bei Mischlingen haut der Algorithmus schon mal daneben. Durch fortwährendes Lernen soll das Programm, für das es mit What-Dog.net auch eine Website gibt, seine Leistungen verbessern.

Trotzdem ist die App schon jetzt ziemlich unterhaltsam. Denn natürlich kann die Anwendung auch menschliche Gesichter analysieren und ordnet diese dann einer Hunderasse wie zum Beispiel dem Schäferhund zu. So kommt jeder zu seinem tierischen Gegenstück.

Wozu Microsofts Algorithmen zur Gesichtserkennung fähig sind, zeigen die Entwickler gern und oft. Nur aufgrund eines Fotos können sie unterschiedlichste Inhalte bestimmen. Das Alter lässt sich mit HowOld.net erkennen, TwinsOrNot.net vergleicht Menschen auf ihre Ähnlichkeit. Sogar die Gefühlslage von fotografierten Menschen kann eingeschätzt werden.

Überhaupt scheint das Netz gerade auf den Hund gekommen zu sein. Seit Ende Januar bietet der Twitter-Account YouAreDogNow seinen Service an. Schickt man ein Porträtfoto an diesen Account, postet er dieses Foto wenig später mit einem dazu passenden Hundebild. Oft zeugen die Ergebnisse von erstaunlicher Treffsicherheit.

Dabei scheint der anonyme Hundeflüsterer, bei dem es sich wohl um einen Studenten handelt, neben einer leistungsfähigen Software zum Bildabgleich über eine riesige Datenbank von Hundemotiven zu verfügen. Bei den Hunderten auf Twitter veröffentlichten Bildern stimmt nicht nur der Gesichtsausdruck beim haarigen Pendant. Auch andere Bilddetails wie Kleidung, Mützen, Frisuren wie Justin Timberlakes Nudelhaarschnitt oder Accessoires wie Nasenringe und Pusteblumen haben stets ihre hündische Entsprechung.

Apropos Hund: Während YouAreDogNow inzwischen über 50.000 Follower hat, folgt er selbst nur einem einzigen Twitter-Profil, passenderweise dem Rapper Snoop Dogg. Klar, dass der Sänger auch im Bilderstrom auftaucht - als Hund natürlich.



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insgesamt 2 Beiträge
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globalundnichtanders 18.02.2016
1. Nicht ohne Ironie
Microsoft entwickelt eine App die nur auf Geräten von Apple, nicht auf denen von Microsoft läuft. Irgendwie witzig.
mauser 18.02.2016
2. wenn ich nicht schon wüßte,
was für ein blöder Hund ich bin, würde ichs gerne per App rausfinden.
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