Gesucht Vorschläge für Big Brother Awards

Noch bis zum 15. August sammelt der Bielefelder Verein FoeBuD Vorschläge für die diesjährigen Big Brother Awards. Der Datenschutz-Negativpreis soll im Oktober zum sechsten Mal verliehen werden. Bisherige Preisträger waren unter anderem Otto Schily und die Rabattkarte Payback.


Award-Logo: "Die gemeinsten Datenkraken"

Award-Logo: "Die gemeinsten Datenkraken"

Der Verein FoeBuD e.V beklagte die "immer neuen Gesetze zur vorsorglichen Ausspähung aller Bürger" und das "uferlose Datensammeln durch die Wirtschaft". Das Bewusstsein für Datenschutz in der Bevölkerung wachse; jedes Jahr würden mehr Vorschläge eingereicht, wer einen der bei den Ausgezeichneten wenig beliebten Preise erhalten solle.

Noch bis zum 15. August sammelt der Bielefelder Verein Nominierungen, die per Post, E-Mail, Fax oder Online-Formular abgeben werden können. Eine Jury, im Jahr 2004 bestand sie aus sieben Mitgliedern, wählt aus den Vorschlägen "die gemeinsten Datenkraken" des Jahres aus.

Zu den Ausgezeichneten der letzten Jahre gehörten unter anderem die Payback-Rabattkarte (für das zentrale Sammeln von Konsumentendaten), Innenminister Otto Schily (für die Anti-Terrorgesetze), die Bayer AG (für den Drogentest per Urinprobe bei ihren Auszubildenden), das Ausländerzentralregister (für "institutionalisierte Diskriminierung"), TollCollect (für die Kfz-Kennzeichenerfassung aller Fahrzeuge) und die Metro Group für ihre Future Store Initiative zur Einführung von RFID-Technik im Supermarkt.



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