Personalisierte Werbung Google will E-Mails nicht mehr für passende Anzeigen scannen

Eben dem Freund per E-Mail vom neuen Garten berichtet, schon kommt die Werbung für einen Rasenmäher: So funktionierte bislang Googles E-Mail-Dienst. Doch damit soll nun Schluss sein.

Logo des E-Mail-Service Gmail
DPA

Logo des E-Mail-Service Gmail


Google will damit aufhören, E-Mails der Gmail-Nutzer automatisch zu scannen, um passende Werbung anzuzeigen. Das kündigte die für das Cloud-Geschäft zuständige Managerin Diane Greene an.

In der Gratis-Version für Verbraucher werden die Inhalte seit dem Start im April 2004 von Maschinen durchforstet, um Anzeigen zu personalisieren. Künftig solle sich die Werbung wie bei anderen Google-Produkten nach den Einstellungen des Nutzers richten, so Green.

Zahlende Kunden der Unternehmensversion von Gmail sind bereits von der Personalisierung durch Scannen der Inhalte ausgenommen. Die Änderung bei der kostenlosen Variante solle im Laufe des Jahres umgesetzt werden.

Verbraucherschützer werfen Google schon seit langem die systematische Auswertung persönlicher Daten vor. In den USA läuft zudem ein Verfahren, weil Google auch die E-Mails von Nutzern, die keine Gmail-Kunden waren, gescannt haben soll.

vet/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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tschoe 25.06.2017
1. Schlimm genug
dass das gemacht wurde und auch die Rücknahme dieser Regel (ist es wirklich so oder nur offizielle Aussage?) stoppt nicht meine Skepsis gegen diesen Dienst.
Tandor 25.06.2017
2. Ich fands praktisch
Es ging ja nicht nur darum passende Werbung anzuzeigen, sondern durch das Scannen der Mails wurden z.B. gebuchte Flüge auch automatisch in den Terminkalender übernommen. Gerade den Punkt fand ich recht praktisch. Goggle hat das ja auch offen kommuniziert spätestens wenn selbständig Termine im Kalender stehen merkt man es, und nutzt die Adresse eben nicht wenn es einen stört.
jj2005 25.06.2017
3. Es geht noch schlimmer
Wenigstens hat diese Art von personalisierter Werbung noch einen Sinn: Wenn schon Werbung, dann eben irgendwas, was mich zumindest vage interessieren könnte. Gestern musste ich eine Bordkarte ausdrucken. PDF, damit der User nichts ändern kann, klar. Und ein Drittel der Seite war eine rote Fläche mit T*nder-Werbung. Warum bitteschön soll ich meine Druckertinte für so einen Quatsch verschwenden?? Ich brauche dringend einen Rechtsanwalt, denn ich möchte dem Chef von T*nder den Hals umdrehen - und danach braucht man, glaube ich, einen Anwalt.
paradonym 26.06.2017
4. Kosten vs. Nutzen
Sowas ist für mich immer eine Frage der Nützlichkeit... Nutzt mir ein Dienst mehr, bin ich bereit auch mit mehr Daten dafür zu "bezahlen". Würde jetzt ein reiner Mailanbieter das gleiche tun würde ich das nicht allzu gut heißen, aber zumindest vertraue ich Google, dass sie mit den Daten so vertraulich umgehen wie sie es eben tun müssen um sich zu refinanzieren... Das ist jetzt nicht der beste Schutz, aber immerhin einer...
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