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Abo-Modell: "Golem" bietet werbefreie Seite für vier Euro im Monat

Login-Seite zu "Golem pur": Vier Euro für einen Monat, 30 Euro für ein Jahr Zur Großansicht

Login-Seite zu "Golem pur": Vier Euro für einen Monat, 30 Euro für ein Jahr

"Golem", eine der größten deutschen Tech-Websites, probiert sich an einem Abomodell. Wer vier Euro zahlt, kann die Seite einen Monat lang ohne Werbebanner aufrufen. Ein Angebot, das sich vor allem an Nutzer von Adblockern richtet.

"Golem" experimentiert mit einem neuen Bezahlmodell. Für vier Euro bekommen Nutzer einen Monatszugang zu einer werbefreien Version der Tech-Nachrichtenseite, ein entsprechendes Jahresabo kostet 30 Euro. Entscheidet sich der Nutzer für eine Bezahlvariante, sollen auch keine Daten über die Seitennutzung gesammelt werden, wie es sonst bei Werbeanzeigen üblich ist, heißt es in der Ankündigung zu "Golem pur" durch Chefredakteur Benjamin Sterbenz.

"Es wird keine Werbung geladen, keine Daten werden an die Adserver gesendet, keine Profilbildung wird durchgeführt", schreibt Sterbenz. Allein die Zahl der Seitenaufrufe werde weiter gezählt. Alle Texte und Videos der Seite sollen auch künftig für Nicht-Abonnenten mit Werbung frei zugänglich sein: "Inhalte kommen ausdrücklich nicht hinter eine Paywall." Als weiterer Vorteil der Pur-Variante wird die Möglichkeit beworben, mehrseitige Artikel auf einer Seite zu lesen.

Mit dem Pur-Angebot versucht "Golem" einen Ausweg aus einem Dilemma zu finden: Viele der technisch versierten Leser der Seite verwenden sogenannte Adblocker, um ungewollte Werbebanner zu unterbinden. Für "Golem" ist das ein Problem, weil sich die 20-köpfige Redaktion über Werbeeinnahmen finanziert. Im Mai 2013 hatte "Golem" zeitgleich mit Angeboten wie SPIEGEL ONLINE, FAZ.net und Sueddeutsche.de einen Aufruf gestartet, bei dem Seitenbesucher mit Adblocker gebeten wurden, diesen abzuschalten.

Eine kleine Werbehintertür hält sich die "Golem"-Redaktion übrigens auch beim Pur-Angebot offen: "Wir möchten erwähnen, dass wir uns die Möglichkeit offenhalten, einen kleinen Sponsoring-Hinweis zu integrieren", schreibt Chefredakteur Sterbenz. "Dabei handelt es sich um eine dezente Logo-Fläche mit Sponsor-Hinweis. Wir sehen dies als eine Chance, die Abopreise dauerhaft niedrig zu halten."

mbö/dpa

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Sagenhaft
A898DfUaI 04.08.2014
Golem nimmt also pro regelmäßigem Besucher sagenhafte 4,- EUR pro Monat mit Werbung ein - ohne Adblocker versteht sich. Das finde ich schon bemerkenswert, denn ansonsten wäre das "Angebot" wohl eher eine Aktion bei der sich die Leute vereimert vorkämen. Wird Golem denn dann auch seine Inhalte nicht mehr an der Werbung orientieren, sondern an den Interessen der Nutzer? Schließlich ändert sich der Kunde. Der Kunde ist dann ja nicht mehr die Werbeindustrie sondern der Nutzer. Im Übrigen wäre ich auch bereit, den Adblocker bei SPON abzustellen, wenn ich erkennen würde, dass die Artikel Arbeit machen. Wenn ich also bei einer schnellen Recherche bei google erkennen würde, dass ich die Infos nur mit einem Aufwand von mehreren Tagen recherchieren und zusammenfassen könnte, dann ist auch ein "Wert" vorhanden. Solange das nicht der Fall ist, bleibt die Werbung aus. Schon alleine, um dafür zu sorgen, dass man sich Gedanken macht - was natürlich nicht passieren wird.
2. Was soll diese dreiste Werbung
fredthefreezer 04.08.2014
hier auf SPON für Golem!? Ich meine es ist schließlich nun wirklich nicht die Seite, die dieses "Superneue" Abomodell eingeführt hat. Auch Gamestar.de/Gamepro.de des IDG Verlages haben derartiges schon seit längerem im Einsatz. Berichtet also bitte über berichtenswertes und unterlasst solche Werbeartikel!
3. Das geht auch anders..
hobbyleser 04.08.2014
AdBlocker für nervige Werbung und ZenMate gegen die Abgreifung von privaten Daten, fertig. Das Modell ist aber zu befürworten.
4.
WasserTrinker 04.08.2014
Zitat von fredthefreezerhier auf SPON für Golem!? Ich meine es ist schließlich nun wirklich nicht die Seite, die dieses "Superneue" Abomodell eingeführt hat. Auch Gamestar.de/Gamepro.de des IDG Verlages haben derartiges schon seit längerem im Einsatz. Berichtet also bitte über berichtenswertes und unterlasst solche Werbeartikel!
ES IST AKTUELL ein Thema in der Netzwelt, also unterlassen Sie Ihr infantiles Gekreische.
5.
sunhaq 04.08.2014
Zitat von hobbyleserAdBlocker für nervige Werbung und ZenMate gegen die Abgreifung von privaten Daten, fertig. Das Modell ist aber zu befürworten.
Na super, besser die Adblocker-Mafia unterstützen als die Arbeit von Autoren. So macht es Spass etwas in Deutschland zu schaffen! Frei nach dem Prinzip "Die anderen werden es schon richten..."?
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