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Digitale News: SPIEGEL-Verlag und weitere Verlage schließen sich Googles Initiative an

Google-Logo: Das Geld fließt nicht an die Mitglieder der Initiative Zur Großansicht
REUTERS

Google-Logo: Das Geld fließt nicht an die Mitglieder der Initiative

Gemeinsam mit acht Verlagen hat Google die Digital News Initiative gegründet: 150 Millionen Euro sollen in journalistische Innovationen fließen. Jetzt haben sich weitere Häuser angeschlossen. Auch der SPIEGEL-Verlag ist dabei - die Berichterstattung bleibt selbstverständlich unabhängig.

Die Nachricht hatte vor zwei Tagen für Aufsehen gesorgt: Google investiert 150 Millionen Euro und will gemeinsam mit Verlagen und Medienhäusern an der Zukunft des digitalen Journalismus arbeiten. Acht Verlage aus Europa hatten dafür gemeinsam mit dem Internetkonzern die sogenannte Digital News Initiative (DNI) gegründet, aus Deutschland auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Die Zeit". Innerhalb weniger Tage ist das Bündnis nun gewachsen.

Neu beigetreten sind in Deutschland der SPIEGEL-Verlag, die "Süddeutsche Zeitung", "Der Tagesspiegel", die "Bauer Media Group", die "Neue Osnabrücker Zeitung", "Golem.de" und das "Netzwerk Medientrainer". Auch in anderen europäischen Ländern sind neue Mitglieder hinzu gekommen, etwa die "Neue Zürcher Zeitung" in der Schweiz.

Die genannten Millionen von Google fließen allerdings nicht an die Mitglieder der Initiative. Die Mitglieder entscheiden lediglich gemeinsam, welche Projekte gefördert werden sollen. Um eine finanzielle Förderung können sich alle Medienschaffenden mit einem innovativen Produkt bewerben, eine Mitgliedschaft in der DNI spielt dabei keine Rolle.

DER SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE haben sich entschlossen, der DNI beizutreten, "um auf Augenhöhe mitreden und mitentscheiden zu können", erklärt SPIEGEL-ONLINE-Geschäftsführerin Katharina Borchert. "Es gibt Themen in der Produktentwicklung, bei denen die Medienbranche von einem engeren Austausch mit Google profitieren kann. Wir haben bereits in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen konstruktiv mit Google zusammengearbeitet und stellen das jetzt auf eine breitere Basis."

Auf die journalistische Unabhängigkeit des Hauses und die Berichterstattung über Google hat das Mitwirken an der Initiative selbstverständlich keinen Einfluss. "Wir werden dieses Projekt mit derselben kritischen Grundhaltung begleiten, die unsere gesamte Berichterstattung auszeichnet - auch gegenüber Google", sagt SPIEGEL-ONLINE-Chefredakteur Florian Harms.

juh

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Echt jetzt?
doctoronsen 30.04.2015
Google greift in die Portokasse und schon fällt den deutschen Verlagen endlich ein, wie man das Internet wirtschaftlich vernünftig nutzen kann - 20 Jahre nach seinem Durchbruch? Das wird nix, fürchte ich. Sonst wär's schon längst was.
2.
Freidenker10 30.04.2015
Ich gehe mal davon aus, dass sich der SPIEGEL nicht kaufen lässt, oder? Diese ganze Initiative riecht mir doch stark nach Bestechung! kurz bevor die EU Google sanktionieren will, kauft man sich die Medien um das ganze noch drehen zu können... Sollte sich die Berichterstattung beim SPIEGEL die nächste Zeit auffalend positiv für Googel ändern, wäre der SPIEGEL für mich leider erledigt!
3. die Berichterstattung bleibt selbstverständlich unabhängig.
allessuper 30.04.2015
Wollen Sie nicht einfach unter die Satiriker und Kabarettisten gehen?
4.
Featherduster 30.04.2015
zumindest unabhängig von der Motivation die Politik unter Druck zu setzen, um Bürgerinteressen zu realisieren.
5. Kinderkram
albert schulz 30.04.2015
Die Abhängigkeit gibt es seit Jahren. Das konnte nicht mal ein Blinder mit Krückstock übersehen.
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