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so lange es schneller geht und nicht mehr kostet, kaufe ich Technik gern offline. Ich mag es, in den Elektromarkt zu laufen, um ein Gadget oder Kabel direkt mitzunehmen. Doch eins weiß ich daher auch: In Läden wie Saturn und Media Markt ist es oft nicht leicht, einen freien Verkäufer zu finden, wenn man eine Frage hat. Und sei es nur die, wo ein bestimmtes Produkt steht.

In Zukunft, und wir reden jetzt eher von zehn Jahren als von zwei, könnte das einfacher werden: Saturn experimentiert derzeit mit Microsofts Mixed-Reality-Brille HoloLens. Setzt man die im Laden auf, erscheint im Blickfeld ein kleiner virtueller Roboter namens Paula, der den Weg zu drei Produkten kennt. "Wir wollen den Kunden ein neues Einkaufserlebnis bieten", sagte mir dazu Martin Wild, der Chief Digital Officer von Media-Saturn, der mir das System am Freitag vorstellte.

Durch die HoloLens erscheint Paula mit einigen Produktinformationen im Sichtfeld
Saturn

Durch die HoloLens erscheint Paula mit einigen Produktinformationen im Sichtfeld

Beim Ausprobieren war es ein komisches Gefühl, einem Avatar hinterherzulaufen, der durch den Laden - und manchmal sogar durch Menschen, die im Weg stehen - fliegt. Ich zog auch den ein oder anderen verstörten Blick anderer Kunden auf mich. Nachdem Paula mich zu einem Microsoft-Computer geführt hatte, erklärte sie mir dessen Vorzüge, etwa mit einem virtuellen Zollstock.

Das alles erinnert an "Pokémon Go", dank Datenbrille ist das Erlebnis aber eindrücklicher als beim Blick durch die Smartphone-Kamera. Mehr als ein kleiner Blick in die Zukunft ist die digitale Verkäuferin bisher trotzdem nicht. Dafür ist vor allem das Sichtfeld der HoloLens zu klein: Man muss nur einmal den Kopf schwenken, schon verliert man Paula aus den Augen - wie bei 'nem echtem Verkäufer.

Wer die HoloLens selbst ausprobieren will, kann das dieser Tage in mehreren Saturn-Märkten tun - hier findet sich der Kalender für die sogenannte HoloTour.

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Google I/O: Wofür steht das O?

Google I/O
SPIEGEL ONLINE

Google I/O

Der Arbeitstitel für die nächste Version von Googles Mobilbetriebssystem lautet Android O. Entwickler können eine Vorabversion schon ausprobieren, doch Details werden erst Mittwoch verraten, wenn in Kalifornien die Konferenz Google I/O beginnt. Für Spekulationen sorgt wie immer die Frage, für welche Süßigkeit das "O" steht. Vielleicht für Oreo?

Auf der I/O wird es aber noch viel wichtigere Themen geben. So wird man etwa viel über künstliche Intelligenz sprechen - und darüber, wie man sie mit dem Google Assistant nutzen kann. Auch zu den Themen Augmented Reality und Virtual Reality wird es Vorträge geben. Und es wird ein paar Überraschungen geben, so viel ist sicher. Und zwar nicht nur von Google, sondern auch von den vielen Entwicklern, die ihre Projekte auf dem Freigelände der Google I/O zeigen. Mein Kollege Matthias Kremp ist vor Ort und hält Sie auf dem Laufenden.

Chelsea Manning: Ab Mittwoch in Freiheit

Doch nicht nur Gadget-Fans freuen sich auf den Mittwoch. Der Tag ist auch ein Feiertag für alle Menschen weltweit, die sich für die Rechte von Whistleblowern einsetzen. An diesem Tag wird in den USA Chelsea Manning aus dem Gefängnis entlassen, die früher Bradley hieß und in der Haft eine Geschlechtsumwandlung vollzog. Manning hatte Tausende Dokumente an WikiLeaks weitergegeben, um eine Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak auszulösen.

Ursprünglich sollte sie dafür 35 Jahre im Gefängnis absitzen, doch Ex-Präsident Obama erließ Manning kurz vor Ende seiner Amtszeit den Rest ihrer Haftstrafe. Während ihrer Zeit im Gefängnis, in der sie oft in Isolationshaft war, hatte Manning zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Man darf sicher sein, dass ihr Gang in die Freiheit von vielen Unterstützern bejubelt wird.

Seltsame Digitalwelt: Wir brauchen Platz - und verlosen elf Videospiele

In der Netzwelt bekommen wir ungefragt jede Menge seltsame Dinge zugeschickt, ich verweise nur auf unsere letzte Heiligabend-Geschichte. Zudem kommen von Zeit zu Zeit Rezensionsexemplare zu Videospielen, die wir nicht wirklich akut für einen Test brauchen. Da wir gerade wieder einen Haufen originalverschweißte Verkaufsversionen von Spielen hier liegen haben - bei manchen anderen Titeln kriegen wir spezielle Promo-Discs, die man nicht weitergeben darf -, möchten wir Platz schaffen und mit Erlaubnis der Hersteller elf der Spiele verlosen.

Konkret wollen wir Folgendes loswerden: "Mass Effect Andromeda" (zwei Mal PC, einmal Xbox One, einmal Playstation 4), "Assassin's Creed: The Ezio Collection" (Playstation 4), "Fifa 17" (Playstation 4), "Need for Speed" (PC), "Lego Worlds" (Playstation 4), "Lego City Undercover" (Playstation 4) und "For Honor" (zwei Mal für die Playstation 4).

Wenn Sie eines der Spiele gewinnen wollen, schreiben Sie uns eine E-Mail an spon.netzwelt@spiegel.de, mit dem Betreff "Startmenü Gewinnspiel". Am besten geben Sie gleich an, welches Spiel für welche Plattform Sie interessiert und wie wir Sie im Gewinnfall per Post erreichen. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 17. Mai, 16 Uhr. Um zu gewinnen, müssen Sie kein Startmenü-Abonnent sein. Als Abonnent ist aber natürlich die Chance höher, dass Sie von Aktionen wie dieser erfahren.

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App der Woche: "Privacy Screen Guard"
getestet von Sebastian Meineck

locaholic

Wer hat noch nie gedankenverloren geschaut, was der Sitznachbar im Bus auf seinem Smartphone tippt? "Privacy Screen Guard" schützt den Bildschirm vor neugierigen Blicken. Die App für Android legt einen grauen Schleier auf den Touchscreen, frei bleibt nur ein kleines Guckloch.

Wie groß das Guckloch ist, kann der Nutzer per Fingertipp selbst bestimmen. Es lässt sich zum Beispiel auf die neuesten Nachrichten eines Chats schieben oder auf den aktuellen Absatz eines Artikels. So bleiben immerhin Gesprächsverläufe oder Website-Adressen verborgen. Bleibt nur die Befürchtung, dass heimliche Mitleser so ein Guckloch besonders spannend finden.

Gratis von locaholic, ohne In-App-Käufe: Android

Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Merkel und der schicke Bär" (18 Leseminuten)
    Wer hat 2015 den Bundestag ausspioniert? Wie gingen die Hacker vor? Diese Fragen haben Autoren von "Zeit" und "Zeit Online" zu beantworten versucht. Eine interessante, spannend aufgeschriebene Recherche.
  • "Etwas Empirie: Was wir wirklich über Filterblasen, Fake News und die digitale Öffentlichkeit wissen" (Facebook-Video, eine Stunde)
    Über Filterblasen, Fake News und Co. wurde auf der Netzkonferenz re:publica vergangene Woche viel gesprochen. Ich empfehle zu diesem Thema - ganz voreingenommen, denn beide waren mal meine Kollegen - den Vortrag von Christian Stöcker und Konrad Lischka.

  • "How to Accidentally Stop a Global Cyber Attacks" (Englisch, fünf Leseminuten)
    Am Freitag traf eine Attacke mit der "WannaCry"-Erpressersoftware Hunderttausende Computer weltweit. Dass zumindest die erste große Welle irgendwann abebbte, war einer schlichten Domain-Registrierung zu verdanken. Hier schreibt "MalwareTech", wie er auf die Idee kam.

Schöne Grüße und eine schöne Woche,

Markus Böhm

Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort
Über welche Produkte wird im Ressort Netzwelt berichtet?
Über welche Produkte wir in der Netzwelt berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen.
Woher kommen die Testprodukte?
Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen bekommen wir in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen.

Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. In einigen Fällen kaufen wir Produkte auch auf eigene Kosten selbst, wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind.
Dürfen die Netzwelt-Redakteure die Produkte behalten?
In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und sogenannte Dauerleihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen. So können wir beispielsweise über Software-Updates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.
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Was hat es mit den Amazon-Anzeigen in manchen Artikeln auf sich?
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insgesamt 1 Beitrag
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banalitäter 16.05.2017
1. Saturn HoloTour
Es wäre schön gewesen , den Beitrag vor dem 4. Mai zu senden - dann begann die Tour . Ich hätte sie gerne besucht , aber vom 11 - 13 .5 war sie in Hamburg . Toll , die Nachricht am 16.5 zu bringen .
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