Google-Mutter Alphabet Kenia bekommt Handynetz aus Heliumballons

Aus dem Projekt Loon wird eine Firma im Alphabet-Konzern: Mit solarbetriebenen Ballons bringt sie das Internet in schwer zu versorgende Gebiete. In Kenia soll das erstmals Geld einbringen.

Ein Heliumballon des Projekts Loon auf der Google I/O 2016
REUTERS

Ein Heliumballon des Projekts Loon auf der Google I/O 2016


Nach einem humanitären Einsatz in Puerto Rico soll das Projekt Loon der Google-Mutter Alphabet jetzt Geld bringen. Anfang 2019 werde Loon seine solarbetriebenen Heliumballons in Kenia starten, um so ein Mobilfunknetz einzurichten, teilte der Chef von Loon, Alastair Westgarth, am Donnerstag mit. Loon werde dabei mit dem Unternehmen Telkom Kenya zusammenarbeiten.

Alphabet entwickelt die großen Ballons, die ein schwebendes Netzwerk bilden, seit 2013. Die solarbetriebenen Ballons werden in die Stratosphäre etwa 20 Kilometer oberhalb des Erdbodens geschickt und können dort selbstständig mehr als 100 Tage bleiben.

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Der erste Einsatz fand im Oktober 2017 in Puerto Rico statt, nachdem Hurrikan Maria dort die Telefonverbindung für einen Großteil der 3,4 Millionen Bewohner zerstört hatte.

Ihre Versuche, Zugang zum Internet über Drohnen zu ermöglichen, haben sowohl Google als auch Konkurrent Facebook mittlerweile aufgegeben. Facebook will in dem Bereich künftig mit anderen Partnern wie Airbus zusammenarbeiten. Die eigene Firma für die Solardrohne Aquila in Bridgewater im Südwesten Englands wurde geschlossen.

pbe/AFP



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