Dienste geschlossen Google beerdigt Journalismus-Bezahlsystem

Google selbst nennt es "Frühjahrsputz": Der Suchmaschinenkonzern hat angekündigt, diverse Dienste einzustellen. Dazu gehört auch einer, der einst als Friedensangebot für Verleger gedacht war - der Bezahldienst One Pass.

Google-Mitgründer Larry Page: Aus für Bezahlsystem für journalistische Inhalte
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Google-Mitgründer Larry Page: Aus für Bezahlsystem für journalistische Inhalte


Mountain View - Google mustert bei seinem nächsten Frühjahrsputz wieder mehrere Dienste aus, um sich auf Kernbereiche zu konzentrieren. Darunter ist auch die erst vor gut einem Jahr gestartete Bezahlplattform One Pass, die Medienunternehmen helfen sollte, online Geld zu verdienen. Bestehende One-Pass-Partner würden zu anderen Google-Diensten umgeleitet, erklärte der Konzernin einem Blogeintrag. Man werde aber "weiter mit den Verlegern zusammenarbeiten, um neue Werkzeuge zu konstruieren".

Dicht machen auch Angebote wie Google Sync für Blackberry, die Nutzern dieser Plattform den Zugriff auf Google-Dienste erleichtern sollte. Auch die Version des Fotodienstes Picasa für das Betriebssystem Linux wird nicht weiter unterstützt, die spezialisierte Patentsuche wird in die restliche Suchplattform integriert.

Google war in den vergangenen Jahren mit immer neuen Diensten gewachsen und versucht seit einer Zeit, die Kräfte wieder auf Kernbereiche zu bündeln. Besonders seit Konzern-Chef Larry Page verstärkt auf das Online-Netzwerk Google+ setzt, nahm der Trend zu. Bei vergangenen Streichrunden traf es zum Beispiel die Gesundheitsplattform Google Health und das Projekt für intelligente Stromzähler.

cis/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
mangeder 23.04.2012
1.
Wenn das hilft, dass die Google-Fanboys endlich kapieren, dass Google nicht der uneigennützige, edle Heiland ist, der gekommen ist, um die Welt zu retten, sondern ein kommerzielles Unternehmen, dessen erstes Ziel es ist, Gewinn zu machen, hat die Meldung schon mal etwas Gutes bewirkt :-)
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