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Google streikt: Datenpanne legt Suchmaschine lahm

Da stockte die weltweite Suche im Netz: Kurz vor 16 Uhr am Samstagnachmittag warnte Google plötzlich sogar vor sich selbst: "Ein Besuch dieser Website kann ihren Computer beschädigen." Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei - die Ursache scheint geklärt.

Hamburg - Am Samstag kurz vor 16 Uhr geriet die weltgrößte Suchmaschine plötzlich ins Stocken. Jeder Treffer im Netz wurde als potentiell gefährlich ausgewiesen - und der Zugang zu den Suchergebnissen blockiert. Egal welcher Begriff in die Suchmaske eingetippt wurde - das Resultat war jedes Mal dasselbe: "This site may harm your computer" - Diese Website kann Ihren Computer beschädigen.

Wenn die Suchmaschine streikt: "This Site may harm your Computer"
REUTERS

Wenn die Suchmaschine streikt: "This Site may harm your Computer"

Schließlich warnte Google sogar vor sich selbst: Die Suchmaschine als Risiko-Site?

Einziger Ausweg: man musste die gewünschte Internet-Adresse per Hand in die Adressleiste des Browsers tippen - nur so ging es weiter. Das Problem ist offenbar weltweit aufgetreten.

Google brauchte ungefähr 40 Minuten, um den Fehler abzustellen und die Suchmaschine wieder zum Laufen zu bringen.

Die Ursache ist noch nicht endgültig geklärt, aber offenbar handelte es sich um ein Problem mit dem gemeinnützigen Dienst "StopBadware". Dieser soll Surfer warnen, wenn sie auf eine Website zu gelangen drohen, die Viren oder schädliche Programme enthält.

StopBadware analysiert User-Beschwerden und stellt eine Liste der Websites zusammen, die als gefährlich erachtet werden - und reicht sie an Google weiter.

Beim Hochladen dieser Liste wurden am Samstag offenbar versehentlich alle URLs als gefährlich ausgewiesen.

Die wahrscheinliche Ursache wurde kurz nach der Reparatur auf dem offiziellen Google-Blog gegeben. "Was passiert ist? Ganz einfach ein menschlicher Fehler", schrieb Google-Vize-Chefin Marissa Mayer. "Wir werden diesen Zwischenfall sehr sorgfältig untersuchen und dafür sorgen, dass solche Dateien noch sorgfältiger geprüft werden, damit so etwa künftig nicht wieder passiert."

oka

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