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Internetsicherheit: Google testet Hardware-Alternative zu Passwörtern

Nicht sicher und höchst unpraktisch: Google hat kein Vertrauen mehr in die guten alten Passwörter. Der Suchmaschinen-Konzern setzt deshalb auf einen kleinen USB-Stick voller Verschlüsselungstechnik, der sich bereits in der Testphase befindet.

Google-Logo: In Zukunft sollen Passwörter der Vergangenheit angehören Zur Großansicht
dapd

Google-Logo: In Zukunft sollen Passwörter der Vergangenheit angehören

Mountain View - Passwörter sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wirklichen Schutz vor Hackern können diese nicht mehr garantieren - und sie sind auch noch höchst unpraktisch. Zu dieser Erkenntnis kommen die beiden Sicherheitsexperten Eric Grosse und Mayank Upadhyay in einem Artikel, der Ende Januar in der Fachzeitschrift "IEEE Security & Privacy" erscheinen wird. Die beiden Google-Angestellten sprechen sich darin für eine Hardware-Lösung des Problems aus, die sich bereits beim Suchmaschinen-Konzern in der Testphase befinden würde.

Google experimentiert dem Artikel zufolge mit dem sogenannten YubiKey. Mit Hilfe dieses kleinen USB-Sticks voller Verschlüsselungstechnik sollen sich Google-User völlig ohne Passwörter im Netzwerk identifizieren können. Der YubiKey müsse dafür nur in den Computer eingestöpselt werden.

Für die Zukunft arbeite Google an einer drahtlosen Variante, die zum Beispiel in Bestandteil eines Smartphones sein könnte oder als Ring am Finger getragen werde. Wenn möglichst viele Webseiten auf die neue Technik setzen würden, könnten laut Grosse und Upadhyay Passwörter bald der Vergangenheit angehören.

dkr

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Clientzertifikate wären besonders einfach
ncc1701 20.01.2013
das unterstützt jeder Webbrowser heute schon. Die Funktion gibt es seit Jahren bereits. Das funktioniert notfalls auch ohne zusätzliche Hardware.
2.
schroeerth 20.01.2013
und der wird dann verloren und der finder hat zugriff auf alle vorhandenen konten eines nutzers? da erscheint mir doch das passwort sicherer...
3. Hardwaretiken zur Authentifikation sind ein Single-Point-of-Failure
trelane72 20.01.2013
Der Vorteil an Passworten ist doch das man sie sich merken kann, bzw. mittels Passwortmanager griffbereit hat. So ein Hardwaretoken, das man benötigt um sich anmeldden zu können. Hat man nicht immer griffbereit. Dann gibt es zwar Notfallmethoden, doch auch die sind nicht immer praktikabel. Diese Schwäche gilt es erst zu beseitigen bevor Hardwaretoken massentauglich werden. Ggf. müsste man mittels Biometrie authentifizieren.
4. Sicher?
karlkaefer 20.01.2013
Ein Schlüssel ist schneller mal eben "ausgeliehen" und kopiert als ein Passwort. Und wenn er mit einem Masterpasswort funktioniert, dann bringt das auch keine Sicherheit. Oder soll es eine Kombination von Hardwareschlüssel und Passwort sein? Hört sich nicht so an. Was soll daran sicher sein?
5. Wie umständlich!
Nachnahme 20.01.2013
Ein Barcode auf die Stirn und eine Webcam an den Computer (Tabs und Phones haben die Cam ja ohnehin mehrfach). Plus ein simples Stück Software zum Erkennen des Barcodes. Egal wo wir dann wären, Google könnte uns überall automatisch einloggen. Erschreckend? Ich hoffe doch sehr! Exakt dieses Szenario beschreibt der Beitrag. Die hässliche Seite wird durch sterile Technologie (den Chip) verdeckt und es dauert sicher nicht lange, bis jemand (wie beim Personalausweis jetzt schon) auf die Idee kommt, dass diese Passworttoken viel bequemer funktionieren, wenn man sie auf Distanz auslesen kann. Eben wie ein Barcode auf der Stirn.
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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