Hinweis an Journalisten und Forscher Google warnt Nutzer vor Regierungs-Hackern

Einige Nutzer bekommen derzeit von Google wieder Warnhinweise, dass ihre Konten von Angreifern mit "Regierungshintergrund" attackiert worden sein könnten. Unter den Betroffenen sind viele Journalisten oder Forscher.

Google-Warnung
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Eine solche Warnung möchte niemand gerne sehen: Etliche Nutzer berichten derzeit in sozialen Netzwerken von einer beunruhigenden Warnmeldung, die Google ihnen anzeigt, wenn sie sich auf ihrem Google-Konto einloggen möchten.

"Angreifer mit Verbindungen zu einer Regierung könnten versuchen, dein Passwort zu stehlen", heißt es in der Warnung. Es könne auch ein falscher Alarm sein, schreibt Google weiter. Jedoch sei die Vorsichtsmaßnahme selten: Nur 0,1 Prozent der Nutzer von Googles Dienst Gmail bekämen sie angezeigt. Nähere Details zu dem mutmaßlichen Angriff will Google seinen Nutzern aber nicht verraten. Auch eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE an Google Deutschland blieb bisher ohne Antwort.

Mehrere Journalisten und Wissenschaftler, unter ihnen Nobelpreisträger und "New York Times"-Kolumnist Paul Krugman, berichteten auf Twitter, dass sie betroffen sind. Auch der ehemalige US-Botschafter der Vereinigten Staaten in Russland, Michael McFaul, erhielt offenbar die Warnmeldung. Mit deutlichen Worten macht er Moskau auf dem sozialen Netzwerk für den Angriff verantwortlich: "Nicht das schon wieder! Lieber Kreml, bitte hör auf", twitterte McFaul. Es gibt aber keine Beweise, dass tatsächlich Angreifer mit Verbindung nach Russland oder zur russischen Regierung die Google-Warnungen ausgelöst haben.

Google setzt die Warnmeldung seit März ein

Die Google-Warnung markiert nichtsdestotrotz offenbar eine aktuelle Angriffswelle - mit unbekanntem Urheber. Doch neu sind derartige Warnungen für Google-Nutzer nicht. Der Konzern sendet bei seinem E-Mail-Dienst seit 2012 Warnungen vor staatlichen Angreifern.

Die Warnungsseite, die aktuell wieder vielen Nutzern angezeigt wird, wurde von Google im März dieses Jahres eingeführt. "Unter den Nutzern, die diese Warnung angezeigt bekommen, sind häufig Aktivisten, Journalisten und politische Entscheidungsträger", hieß es schon damals in der Ankündigung der Warnseite.


Update, 16.30 Uhr: Google Deutschland betont in einem Statement, dass die Warnung als Vorsichtsmaßnahme gedacht ist und rät betroffenen Nutzern: "Wer eine solche Warnung bekommt, sollte den Hinweisen in der Mail folgen."

acg/gru



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longboardmanu 25.11.2016
1. 365 tage history sichern
seit letzter woche kann der Sicherheitsdienst in england Nutzer ausspaehen. vielleicht kommt der "angriff" aus england
KaroXXL 25.11.2016
2. Reflexartig die bösen Russen verdächtigen
Und natürlich wie immer ohne Belege. Das können genauso gut oder wahrscheinlicher große westliche Geheimdienste wie CIA,NSA,GCHQ sein die ja bekanntermaßen vor allem von den "eigenen" Leuten gern diverse Daten haben wollen. Und natürlich würden diese auch eine Spur legen die zum Erzfeind Russland führt - wobei eigentlich jeder falsche Spuren legen kann und es bis heute keine Belege dafür gibt dass Russland überhaupt irgendwo gehackt hat (obwohl sie das natürlich wie aklle anderen auch tun), erst recht nicht bei der US-Wahl oder den DNC-Leaks.
DerDifferenzierteBlick 25.11.2016
3.
Zitat von KaroXXLUnd natürlich wie immer ohne Belege. Das können genauso gut oder wahrscheinlicher große westliche Geheimdienste wie CIA,NSA,GCHQ sein die ja bekanntermaßen vor allem von den "eigenen" Leuten gern diverse Daten haben wollen. Und natürlich würden diese auch eine Spur legen die zum Erzfeind Russland führt - wobei eigentlich jeder falsche Spuren legen kann und es bis heute keine Belege dafür gibt dass Russland überhaupt irgendwo gehackt hat (obwohl sie das natürlich wie aklle anderen auch tun), erst recht nicht bei der US-Wahl oder den DNC-Leaks.
Dass die US-Regierung einen von ihr selber berufenen Botschafter, dem sogar eine besondere Nähe zu Obama unterstellt wird, ausspionieren oder hacken will, ist dann doch sehr unwahrscheinlich. Das gilt auch für das Legen als falsche Spur, da die Geheimdienste ja gerade nicht wollen, dass die Information und damit diese falsche Spur öffentlich wird. Denn dadurch werden ja alle Spähziele gewarnt und die Attacke somit nutzlos. Und eine nicht bekannte falsche Spur bringt nichts - da sie eben nicht bekannt ist. Und wenn das Legen einer falschen Spur öffentlich würde, wäre das erst recht ein Super-GAU! Merke: Eine falsche Spur legt man so, dass sie möglichst eindeutig erkannt wird, da sie ja sonst keine Wirkung erzielt. Und sie sollte schon gar nicht die eigenen Interessen untergraben. +++++ Wenn man sich die Betroffenen ansieht, so ist bei vielen zumindest eine deutlich stärkere Ausspäh-Motivation durch russische Geheimdienste zu erkennen: Z.B. wurde dem US-Botschafter McFaul von russischer Seite eine "unablässige Lobby-Arbeit zugunsten eines Feldzuges um Druck auf Russland auszuüben" vorgeworfen. +++++ Und auch zum Thema Trump, Clinton, Wikileaks etc. gab es doch sehr einseitige Motivationen und sehr zahlreiche Indizien. Jeder, der davor die Augen verschließt, ist schon reichlich naiv. Aber für manche Gläubige ist der Ex-Geheimdienstler Putin eben ein Heiliger, der niemals auf die Idee kommen würde, seine Geheimdienstmethoden auch anzuwenden...
TF-Pilotin_WI.us-army 25.11.2016
4.
Genau darum benutze ich Google nicht mehr! - Tanja (Triebwagen-Pilotin - US Army $Wiesbaden)
managerbraut 26.11.2016
5. Solange die Geheimdienste - Cyberhacker der USA - EU - Nato global
Millionen Rechner - Handys - Smartphones - eMails - SMS . Kontaktlisten - Dokumente - Bilder von Regierungen - Politikern - Unternehmen - Managern - Gewerkschaften - Medien - Journalisten - Organisationen - Bürger ausspionieren und Daten abfangen, mitschneiden, abfischen, stehlen solange hat jeder Staat rund um den Globus und dessen Geheimdienste - Cyberhacker ob Russland - China - Iran - Nordkorea und anderswer die gleichen Recht mit gleichen Cyberaktionen gegen westliche Staaten sich zu wehren. Russland - China brauchen sich da in keinster Weise angesprochen fühlen. Einfach weiter machen und die technischen Möglichkeiten der Cyberspionage eher weiter entwickeln und weiter ausbauen! Nur wer weiß, was der Gegner - Feind wie, womit, auf welche Art an Aktionen auf IT Basis an Spionageaktionen ausführt, welche Aktionen erfolgreich, welche nicht erfolgreich weiß womit er es zutun hat und kann entsprechende abwehr,- Gegenmaßnahmen, wie Vergeltungsaktionen durchführen.
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