24,99 Euro kostet es bei Amazon und Apples iTunes, 250.000 bzw. 25.000 Lieder aus der eigenen Musiksammlung in der Cloud zu speichern - Google bietet ein ähnliches Angebot jetzt kostenlos. Sein am Dienstag gestarteter Musikdienst Google Play Music erlaubt es Nutzern, 20.000 Lieder online zu speichern. Per Stream können die Lieder anschließend im Browser angehört werden, für Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem steht eine App bereit.
Hochgeladen wird die Sammlung von der Festplatte mit einer Software namens "Music Manager", sie unterstützt die Dateiformate MP3, AAC, WMA, FLAC und Ogg. In Deutschland augenscheinlich noch nicht verfügbar war am Dienstagmorgen eine Funktion im Stil von Apples iTunes Match, mit der Google seine Musikdatenbank mit den Upload-Wünschen des Nutzers abgleicht. Bei Überschneidungen könnte sie Lieder und Alben ohne zeitaufwendiges Hochladen in der Cloud verfügbar machen.
Acht Lieder aus den Top 10 verfügbar
Googles Play Music ist mehr als ein Speicherservice. Wie bei Apple und Amazon kann man über den Play Store auch neue Musik kaufen, diese wird zusätzlich zu den maximal 20.000 Liedern des Nutzers gespeichert. Preislich orientiert sich Google an den Konkurrenzangeboten. Bei den als "Top-Titeln" bezeichneten Stücken zum Beispiel variiert der Preis zwischen 0,99 Euro (zum Beispiel für "Maroon 5 - One more night") und 1,29 Euro ("Rihanna - Diamonds"). Zum Vergleich: Bei iTunes kosten beide Lieder 1,29 Euro.
| MP3-Downloadshops im Vergleich | ||||
| Anbieter | Amazon | Apple | Musicload | |
| Tomasz Stanko Quartet, "Trista" | 0,99 | 0,99 | 0,99 | 1,29 |
| Tied & Tickled Trio, "EA1 EA2 RMX" | 8,49 | 7,12 | 7,92 | 9,95 |
| Lena, "Stardust" | 0,99 | 0,99 | 1,29 | 1,29 |
| Sophie Hunger, "The Danger of Light" | - | 8,78 | 9,99 | 10,95 |
| Telepopmusik, "Breathe" | 1,29 | 0,99 | 1,29 | 1,49 |
| Guided by Voices, "Motor Away" | 0,99 | 0,99 | 0,99 | 1,29 |
| Killing Joke, "Love like Blood" | 0,99 | 0,99 | 1,29 | 1,49 |
| Anna Aaron, "Sea Monsters" | - | - | 0,99 | 1,29 |
| Stand: 13. November 2012 | ||||
Eine Musikflatrate, wie man sie von Spotify kennt, bietet Google Play Music nicht. Zuletzt hatte sich Microsoft entschieden, ein solches Angebot zu starten. Für 9,99 Euro bietet sein "Xbox Music Pass" seit Oktober Zugriff auf Millionen von Liedern. Playlists lassen sich mit Xbox Music zwischen Rechnern, Tablets und Smartphones synchronisieren, sofern auf ihnen Windows 8 läuft. Zudem funktioniert der Dienst auf der Spielekonsole Xbox 360.
mbö/ore
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