Googles Schnatterdienst So bringen Sie Buzz Manieren bei

Googles Gegenangebot zu Facebook und Twitter geht forsch mit den Daten der Nutzer um: Ein Klick und das Web sieht, wem man besonders häufig E-Mails schreibt. Die Schalter zum Deaktivieren sind gut versteckt - SPIEGEL ONLINE zeigt, wie man Buzz knebelt.


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Google Buzz: "Unpoliert, unhandlich und überflüssig"?
Das ist eine riskante Mischung: Um vom Start weg eine kritische Masse an Nutzern für seinen Twitter-Konkurrenzdienst Buzz zu haben, baut Google das Postfach seiner Kunden ungefragt zur Schaltzentrale für das neue soziale Netzwerk aus.

Riskant ist das, weil E-Mails eine ganz andere Kommunikationsform sind als das öffentliche Geschnatter via Facebook oder Twitter. Buzz weist jedem E-Mail-Nutzer automatisch ein paar Buzz-Kontakte zu, basierend darauf, mit wem man besonders viele E-Mails austauscht.

Wer da unvorsichtig auf den falschen Link klickt, teilt der Welt mit, wem er in letzter Zeit besonders viele Nachrichten geschickt hat. Die Blogger von businessinsider.com weisen auf einige gar nicht so konstruierte Fälle hin, in denen dieser Service katastrophale Folgen haben könnte: Ein Angestellter steht im regen Mail-Verkehr mit einem Kollegen von einer Konkurrenzfirma? Klack, der Chef sieht's womöglich im Buzz-Profil. Seine Freundin schreibt fleißig an einen Ex - klack, schon merkt er auch das.

Wie man diese freizügigen Einstellungen zurücksetzt, finden auch Experten nicht so leicht heraus - Google hat die entsprechenden Optionen recht gut versteckt.

Filtern, Löschen, Abmelden - so dichten Sie Googles Schnatterdienst ab

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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
Daniel FR, 11.02.2010
1. Wozu?
So ein Nonsens. Den Dreck braucht doch keiner. Wer es nicht benutzt, braucht es auch nicht zu knebeln.
bdepalma 11.02.2010
2. Ein Reinfall?
Ich glaube, das Ding wird langfristig für Google nach hinten losgehen. Das Unternehmen hat es versäumt, seinen Kunden klar mitzuteilen, was Buzz öffentlich macht und was nicht. Niemand hat Lust darauf, dass versehentlich alle Welt seine Mails lesen kann oder auch nur einen Hinweis darauf findet, mit wem er sich ständig per Mail austauscht. Dafür sind soziale Netzwerke da - ein E-Mail-Programm ist eine völlig andere Schiene. Ich für meinen Teil hab dieses Buzz-Ding jedenfalls gestern gleich deaktiviert.
vanilla.hk 11.02.2010
3. ,
Zitat von bdepalmaIch glaube, das Ding wird langfristig für Google nach hinten losgehen. Das Unternehmen hat es versäumt, seinen Kunden klar mitzuteilen, was Buzz öffentlich macht und was nicht. Niemand hat Lust darauf, dass versehentlich alle Welt seine Mails lesen kann oder auch nur einen Hinweis darauf findet, mit wem er sich ständig per Mail austauscht. Dafür sind soziale Netzwerke da - ein E-Mail-Programm ist eine völlig andere Schiene. Ich für meinen Teil hab dieses Buzz-Ding jedenfalls gestern gleich deaktiviert.
Dito~ Ich habe es ebenfalls sofort deaktiviert. Wenn Google unbedingt Social Networking betreiben moechte sollen sie sich Facebook kaufen.
CharlieBrown8 11.02.2010
4. Endlich mal ein nuetzlicher Artikel
Immerhin, nach den drei vorangegangenen extrem schwachen und pauschal polemischen Google-Bashing Artikeln bei SPON endlich der erste Schrieb der tatsaechlich handfesten Nutzen bringt.
Reh, 11.02.2010
5. Google nervt
Meine erste Reaktion war es auch, Buzz sofort zu deaktivieren. Muss man sonst noch etwas machen, um sich endgültig von diesem Dienst zu befreien? Im Artikel ist von der Profillöschung die Rede. Zwar habe ich kein Profil angelegt, aber Google fragt ja gar nicht mehr, sondern drückt einem den Müll zwangsweise auf... Kann es sein, dass ich trotz Deaktivierung ein automatisch angelegtes, öffentlich sichtbares Profil bei Buzz habe, ohne davon zu wissen?
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