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Mysteriöse Containerkonstruktionen: Google geht baden

Mysterium im Hafen von San Franciso: Googles schwimmendes Rätsel Zur Großansicht
AFP

Mysterium im Hafen von San Franciso: Googles schwimmendes Rätsel

In den USA sorgen seltsame Schiffkonstruktionen für Aufregung. Die großen Containerkähne liegen in verschiedenen Häfen Amerikas. Bekannt ist nur, dass Google dahintersteckt. Seit Tagen wird spekuliert, was der Konzern mit den Booten plant.

Hamburg - Ein seltsamer Kahn dümpelt seit einigen Tagen im Hafen von San Francisco. Auf vier Stockwerken stapeln sich darauf große Schiffscontainer. Das kastenförmige Gebilde ist für jeden zu sehen - aber bisher weiß niemand genau, was darin vor sich geht.

Fest steht nur: Es gehört dem Internetgiganten Google. Das Boot an der Westküste beflügelt seit Tagen die Phantasien der Beobachter. Kurz darauf entdeckte die Nachrichtenseite "Cnet" eine weitere Containerinsel an der anderen Küstenseite der USA: Bei Portland in Maine schwimmt eine weitere Konstruktion im Wasser.

Zwei Spekulationen scheinen plausibel: Eine besagt, dass es sich um ein schwimmendes Rechenzentrum handelt. Google besitzt seit 2009 ein Patent auf eine solche Konstruktion. Dabei soll der Strom für die Rechnerleistungen unter anderem durch erneuerbare Energien gewonnen werden und das Wasser gleichzeitig zur Kühlung dienen. Die Rechenzentren wären mobil und flexibel.

Wahrscheinlicher ist jedoch ein anderer Verwendungszweck. Demnach baut Google schwimmende Märkte, auf denen das Unternehmen seine Datenbrille Google Glass verkaufen will. Das will der TV-Sender CBS erfahren haben. Die Schiffe könnten damit in den Marketing-Wettkampf gegen den Konkurrenten Apple und dessen exklusives Store-Konzept ziehen.

Mobiler Show-Room mit Partydeck

Die unteren drei Containerstockwerke sollen als Showrooms dienen, das obere als Partydeck. Das Konzept soll laut CBS nicht nur zu Wasser, sondern auch an Land zünden: Die Containerkonstruktion soll je nach Belieben auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt werden können. Eine Woche wäre es damit beispielweise im Hafen vor San Francisco einsetzbar, und in der darauffolgenden neben einer Ski-Piste in den Bergen.

Das Kastensystem wurde offenbar im Forschungslabor Google X unter der Aufsicht von Unternehmensgründer Sergey Brin entwickelt. Laut Medienberichten befinden sich derzeit insgesamt vier der Konstruktionen im Bau. Google habe dazu ein Unternehmen gegründet, dem vier Boote mit den Bezeichnungen BAL0001, BAL0010, BAL0011 und BAL0100 gehören. Wann sie in See stechen und Google das Geheimnis endgültig lüftet, ist noch nicht bekannt.

cst

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insgesamt 80 Beiträge
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1. Ganz klar Google wird Staatenlos in Internationalem Gewässer daher dümpeln
mitbestimmender wähler 02.11.2013
-Die Containerkonstruktionen kommen auf einen renovierten Frachter als Rechenzentrum. -Und im umgebauten Kreuzfahrtschiff daneben werden Tausend Arbeitsplätze geschaffen. -Im 2. Kreuzfahrtschiff wird der 2. Hauptsitz eingerichtet. Dieser Verbund wird Steueroptimiert durch die Weltmeere dümpeln ;-)
2. Fuer mich voellig klar:
Gerdd 02.11.2013
Zitat von sysopAFPIn den USA sorgen seltsame Schiffkonstruktionen für Aufregung. Die großen Containerkähne liegen in verschiedenen Häfen Amerikas. Bekannt ist nur, dass Google dahinter steckt. Seit Tagen wird spekuliert, was der Konzern mit den Booten plant. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/googles-schwimmende-containerinseln-a-931404.html
Die verlegen ihre Rechenzentren in internationale Gewaesser. Da kann ihnen keiner mehr in die Datensuppe spucken - nicht mal die NSA!
3.
tkedm 02.11.2013
Zitat von sysopAFPIn den USA sorgen seltsame Schiffkonstruktionen für Aufregung. Die großen Containerkähne liegen in verschiedenen Häfen Amerikas. Bekannt ist nur, dass Google dahinter steckt. Seit Tagen wird spekuliert, was der Konzern mit den Booten plant. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/googles-schwimmende-containerinseln-a-931404.html
Also, für eine Verkaufsstätte sieht das nun nicht wirklich einladend aus...
4.
schnitteuk 02.11.2013
Zitat von GerddDie verlegen ihre Rechenzentren in internationale Gewaesser. Da kann ihnen keiner mehr in die Datensuppe spucken - nicht mal die NSA!
Nur eben dumm, dass nach Völkerrecht der Flaggenstaat, also der Staat, in dem das Schiff registriert ist, immer noch Hoheit über das Schiff hat, auch wenn es sich in internationalen Gewässern befindet.
5.
regensommer 02.11.2013
vor einem oder zwei Jahren überlegte Google mit einer Plattform in internationale Gewässer zu gehen. Der Grund sind Arbeitskräfte die nicht ohne weiteres in die USA einreisen können, wie z.B. Kubaner.
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