Sie kommen am Tag und mitten in der Nacht, sie schleichen sich auf sein Grundstück oder trommeln gegen die Tür: Seit zwei Jahren treffen Menschen auf der Suche nach ihrem Smartphone auf Wayne Dobson. Der 59-jährige Rentner wohnt in North Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada - und er kann den Suchenden nicht weiterhelfen.
Von dem seltsamen Fall berichten jetzt ein lokaler Fernsehsender und das "Las Vegas Review-Journal". Offenbar hat mindestens ein Provider in der Gegend ein Problem mit der GPS-Ortung. Der Fehler führt dazu, dass die Ortungsfunktion, mit der sich verlorengegangene Smartphones aufspüren lassen sollen, nicht zum Telefon führt, sondern zur Adresse von Wayne Dobson.
Also muss Dobson regelmäßig beteuern, dass er wirklich kein Telefon bei sich versteckt hält. Einige Besucher lassen sich allerdings nicht so einfach beruhigen. Zweimal riefen Suchende die Polizei, weil sie ihre Telefone bei Dobson vermuteten. Aber damit nicht genug: Das Problem mit der Ortung betrifft offenbar auch die Handy-Ortung der Einsatzkräfte.
Die Polizei bekommt die Koordinaten von Anrufern des Notrufs mitgeteilt, für den Fall, dass diese ihre Adresse nicht durchgeben können. Zweimal schon bekamen Polizisten nach einem solchen Notruf die Adresse von Dobsons Haus. Bei der Polizei weiß man mittlerweile um die Verwechslung, und der Mobilfunkprovider erklärte, man werde sich das Problem sehr sorgfältig ansehen.
Bis dahin bekommt Dobson wohl weiterhin Besuch. Er fürchte sich vor wütenden Telefonbesitzern, sagte er dem "Las Vegas Review-Journal". Vorsorglich hat er ein Schild an seinem Haus angebracht: "No lost cell phones!!"
ore
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