Graph Search: So schützen Sie sich vor Facebooks Rasterfahndung

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Mark Zuckerberg: Der Facebook-Chef stellt Millionen Menschen bloß Zur Großansicht
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Mark Zuckerberg: Der Facebook-Chef stellt Millionen Menschen bloß

Wer hört Nazi-Musik, wer ist Fan der Roten Armee Fraktion, wo arbeiten Anhänger bestimmter Drogen? Facebooks neue Suchfunktion Graph Search lässt sich leicht zur Rasterfahndung nutzen, dank der laxen Datenschutzstandards beim Netzwerk. Hier steht, wie Sie Ihr Profil schützen.

Wer ist bei der Marine und Facebook-Fan der NPD? Wer in Deutschland findet Joseph Goebbels gut? Wer hört White-Power-Bands? Zu all diesen Suchanfragen listet Facebooks neue Suchfunktion Graph Search Nutzer auf. Die neue Facebook-Suche wird Zug um Zug allen Mitgliedern zugänglich gemacht. Wer nicht warten will, kann sein Facebook auf Englisch umstellen und schon jetzt auf die Suche gehen.

Mit der neuen Funktion lassen sich leicht sämtliche Facebook-Mitglieder rastern. Alle Likes, Fotos und Profilangaben, die als "öffentlich" eingestuft sind, gehen in die Rasterung ein. Standardmäßig gilt bei Facebook nahezu alles als öffentlich. Wer den Zugriff der Suchmaschine auf sein Profil beschränken will, muss sein Facebook-Profil an unterschiedlichen Stellen neu konfigurieren.

Hier die wichtigsten Einstellungen im Überblick:

1. Beziehungsstatus, Arbeitgeber, Freundesliste

Einige Profilangaben behandelt Facebook immer als öffentlich, die Nutzung kann man nicht einschränken: Name, Profilbild, Geschlecht, Nutzername und Netzwerke (also zum Beispiel die Universität oder ähnliches) sind für Facebook Allgemeingut.

Nahezu alle anderen Angaben im Profil behandelt Facebook standardmäßig ebenfalls als öffentlich, es lässt sich aber einschränken, wer sie sehen und in die Suche einbeziehen kann. Dazu zählen allgemeine Angaben wie Beziehungsstatus, Verwandtschaft, sexuelle Orientierung, Wohnorte und Arbeitgeber.

Zum Einschränken der Sichtbarkeit ruft man das eigene Profil auf, klickt in der Leiste unter dem eigenen Namen oben auf das Feld "Info" ("About" in der englischen Version). Wenn man die Einträge bearbeitet (Stift-Symbol oben rechts) taucht neben jedem Eintrag ein kleiner Globus auf - die Information ist öffentlich. Mit einem Klick lässt sich aber festlegen, wer die Information sehen darf.

Beziehungsstatus: Bei Facebook standardmäßig öffentlich Zur Großansicht

Beziehungsstatus: Bei Facebook standardmäßig öffentlich

Die eigene Freundesliste ist standardmäßig öffentlich. Jeder kann bei Facebook abfragen, mit wem man seit wann befreundet ist. Das lässt sich verbergen, indem man im eigenen Profil den Reiter "Freunde" aufruft und dann auf "Privatsphäre bearbeiten" klickt.

Freundesliste: Die Privatsphäreeinstellungen sind nach drei Klicks abrufbar Zur Großansicht

Freundesliste: Die Privatsphäreeinstellungen sind nach drei Klicks abrufbar

Doch auch wer seine Freundesliste verbirgt: Die Netzwerke dürften sich dennoch in vielen Fällen analysieren lassen, da ja bei den Kontakten wiederum die Freundesliste öffentlich sein könnte - und da steht der eigene Name drauf. Das merkt selbst Facebook etwas versteckt an.

Netzwerkanalyse: Wer mit wem in Kontakt ist, lässt sich auf Facebook leicht analysieren Zur Großansicht

Netzwerkanalyse: Wer mit wem in Kontakt ist, lässt sich auf Facebook leicht analysieren

2. Gefällt-mir-Angaben

Was man mag, ist bei Facebook regulär öffentlich. Deshalb lassen sich mit der neuen Suchfunktion auch leicht alle Fans der NPD oder der "National-Zeitung" auflisten. Die eigenen Likes kann man auch nur einem eingeschränkten Publikum zeigen. Dazu klickt man im eigenen Profil auf den Reiter "Mehr", dann auf "Gefällt mir"-Angaben.

Gefällt mir: Die Angaben sind bei Facebook standardmäßig für alle durchsuchbar Zur Großansicht

Gefällt mir: Die Angaben sind bei Facebook standardmäßig für alle durchsuchbar

Dann muss man nur noch das Stift-Symbol zum Bearbeiten anklicken und dann "Privatsphäre bearbeiten" aufrufen - Facebook hat diese Funktion wirklich gut versteckt, sie ist auch nicht direkt verlinkbar.

Privatsphäre bei Likes: Die Funktion hat Facebook gut versteckt Zur Großansicht

Privatsphäre bei Likes: Die Funktion hat Facebook gut versteckt

3. Die eigenen Beiträge

Standardmäßig sind bei Facebook die eigenen Beiträge öffentlich. Das lässt sich in den Privatsphäre-Einstellungen ändern. Hat man die Sichtbarkeit zukünftiger Beiträge eingeschränkt, kann man dasselbe Schutzniveau auch nachträglich auf alle alten Beiträge anwenden.

Beiträge verbergen: Das Schutzniveau für zukünftige Beiträge (oben) kann man auch auf alte anwenden (unten) Zur Großansicht

Beiträge verbergen: Das Schutzniveau für zukünftige Beiträge (oben) kann man auch auf alte anwenden (unten)

Wichtig: Nutzer älterer Facebooks-Apps müssen noch einmal an anderer Stelle extra festlegen, dass nicht jeder ihrer Beiträge öffentlich sein soll.

Alte Facebook-Apps: Für ältere Endgeräte muss man noch mal extra das Datenschutzniveau einstellen Zur Großansicht

Alte Facebook-Apps: Für ältere Endgeräte muss man noch mal extra das Datenschutzniveau einstellen

4. Anwendungen

Diese Einstellungen haben mit der neuen Suchfunktion Graph Search wenig zu tun, trotzdem sollte man sie unbedingt kontrollieren. Grundsätzlich gewährt Facebook allen Anwendungen einen sehr weitreichenden Zugriff auf persönliche Informationen wie Wohnort, Statusmeldungen, Beziehungsstatus und Fotos.

App-Zugriff: Die von Bekannten installierten Programme haben bei Facebook weitreichende Zugriffsrechte Zur Großansicht

App-Zugriff: Die von Bekannten installierten Programme haben bei Facebook weitreichende Zugriffsrechte

Hier ändert man die Zugriffsrechte für eigene Apps, hier für Apps, die andere Nutzer installiert haben.

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insgesamt 100 Beiträge
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    Seite 1    
1. Rasterfahndung
kdshp 10.07.2013
Graph Search: So schützen Sie sich vor Facebooks Rasterfahndung AM besten abmelden! Habe mich schon vor einer woche da abgemeldet denn am ende ist der nutzen kleiner als das was man on hat.
2.
WhereIsMyMoney 10.07.2013
Ich bezweifle dass noch jemand Facebook nutzt. Vielleicht ein paar ältere Mitbürger die sowieso nicht mehr befürchten müssen dass in Zukunft jemand diese Informationen nutzen könnte. Da sind die schon längst im Altenheim beim Pudding essen oder schon im Grab.
3. Vor wem schützt man sich auf diese Art?
D.Moslovult 10.07.2013
Sie "schützen" sich so vielleicht vor der Rasterfahndung des Chefs oder des Nachbars, aber Facebook selbst und damit Nachrichtendienste sowie Datenhändler und andere Großkonzerne wissen natürlich trotzdem Bescheid.
4.
zynisch 10.07.2013
Zitat von sysopSo schützen Sie sich vor Facebooks Rasterfahndung
Ich möchte den Artikel noch um die effektivste Möglichkeit, sich zu schützen, ergänzen. Sie benutzen das Fratzenbuch einfach nicht. Punkt! Die Methode ist am einfachsten und zugleich effektivsten und jetzt bitte keine Argumentationskette, warum man FB benötigt! FB ist der Beweis, dass Schwarmintelligenz zumindest nicht beim Menschen vorkommt. Ginge es um das Kontakthalten mit anderen Menschen, gäbe es dutzendfache Möglichkeiten OHNE FB. Egal wen ich frage, warum es denn ausgerechnet FB sein muss, es ist immer die gleiche Antwort: "Weil eben alle da sind!" Nur die Dummheit der Masse ist grenzenlos...
5. ...
katjanella 10.07.2013
ach, wir dürfen jetzt auch ein bisschen rastern? Damit wir nicht mehr merken, dass wir selbst längst schon durchgerastert sind. Opfer zu Mittätern machen - bestimmt ein Kniff aus dem Folterhandbuch, und in unserem Land ja seinerzeit schon mal optimalst angewandt. Ich hab jetzt mal Heidi Klum geliked, damit ich unter doof und harmlos falle.
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