Grimme Online Award SPIEGEL ONLINE gewinnt Spezial-Preis

SPIEGEL ONLINE hat den Grimme Online Award SPEZIAL erhalten. Damit, so die Jury, solle ein journalistisch geprägtes Onlineangebot ausgezeichnet werden, "das seit zehn Jahren wesentlich mit dafür gesorgt hat, dass das Internet zu einem respektierten Medium geworden ist". Den Publikumspreis erhielt die Web-Enzyklopädie "Wikipedia".


Bensberg - Bei einer Gala-Veranstaltung im Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach sind am Donnerstagabend zum fünften Mal die Grimme Online Awards verliehen worden. Das Adolf Grimme Institut in Marl würdigte damit publizistische Qualität im Internet.

In der Kategorie Information ging die Auszeichnung an das boulevardkritische Weblog "BILDblog". Nach Ansicht der Jury zeigt diese Homepage, wie das Internet für eine unabhängige und professionelle Medienkritik - in diesem Fall am Beispiel der größten deutschen Boulevardzeitung - genutzt werden kann.

Gleich vier Preise wurden in der Sparte Wissen und Bildung vergeben. Die Awards gingen an die Websites "Holocaust-Mahnmal - Gedächtnis aus Stein" und "Einsteins Welt" (beide ZDF), die "Jugendopposition in der DDR" (Robert-Havemann-Gesellschaft, Bundeszentrale für politische Bildung) und auch in dieser Kategorie an "Wikipedia".

Einen Grimme Online Award in der Kategorie Kultur und Unterhaltung erhielt die Website "Lyrikline - Poesie hören und Lesen" (Literaturwerkstatt Berlin). Die Internetseite schaffe ein "bemerkenswert umfangreiches, mehrsprachiges und multikulturelles Angebot für Literaturinteressierte im In- und Ausland", hieß es zur Begründung.

Den Publikumspreis, über den fast 124.800 Internetnutzer abgestimmt hatte, überreichte Hollywood-Star John Malkovich an "Wikipedia". Uwe Kammann, Geschäftsführer des Grimme-Instituts lobte: "Wikipedia hat als Wissens-Gesamtwerk vieler tausend engagierter Menschen den Intel Publikums-Preis gewonnen - das spiegelt die Bedeutung des Mediums für das aktive Publikum gleich doppelt." Die Online-Enzyklopädie hatte sich nach Angaben des Grimme Instituts ein Kopf-am-Kopf-Rennen mit dem Online-Angebot zu der Sat.1-Telenovela "Verliebt in Berlin" geliefert.

Insgesamt 28 Websites aus 1400 Einreichungen waren für den Wettbewerb nominiert. "Die diesjährigen Preisentscheidungen demonstrieren den Entwicklungsstand und die derzeitigen Möglichkeiten publizistischer Qualität im Netz", sagte der verantwortliche Referent für den Grimme Online Award, Friedrich Hagedorn. Professionell gestaltete Multimedia-Specials rangierten neben technisch und optisch eher reduzierten Angeboten, die jedoch durch ihre immense Vielfalt und die breite Nutzer-Beteiligung überzeugten.



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