Betrug mit PC-Zubehör Fachzeitschrift warnt vor gefälschten Grafikkarten

Viel weniger leistungsstark als versprochen: Laut einem IT-Fachmagazin werden in Onlineshops derzeit angebliche Nvidia-Grafikkarten angeboten. Dahinter stecken wohl Betrüger, die mit alten Modellen Geld machen wollen.

"GTX660 4096MB Nvidia Bulk": Gefälschte Karten im Umlauf
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"GTX660 4096MB Nvidia Bulk": Gefälschte Karten im Umlauf


Die Technikexperten des IT-Fachmagazins "c't" berichten von einer Betrugsmasche, bei der Computerbastlern vermeintliche GeForce-Grafikkarten angedreht werden sollen. Sie werden unter dem Namen "GTX660 4096MB Nvidia Bulk" angeboten. Tatsächlich soll es sich aber um ältere Modelle mit manipuliertem VGA-Bios handeln.

Die Karten seien zuerst vom Braunschweiger Großhändler Kosatec in Umlauf gebracht worden, der die Karten an eine Reihe deutscher Onlineshops weitergeleitet hat, heißt es. Für 163,80 Euro hat auch die "c't" ein Exemplar der Karte erstanden. Der vermeintliche Grafik-Renner entpuppte sich in der Praxis jedoch als lahme Ente. Anstatt der zu erwartenden Transferrate von 144,2 GByte/s schaffte die angebliche GeForce-Karte gerade mal 17,06 GByte/s.

Weitere Analysen führten zum Ergebnis, dass es sich wohl in Wirklichkeit um die OEM-Version der GeForce GT 440 handelt. Diese Fermi-Grafikkarte stammt aus dem Jahr 2010.

Über diesen Umstand informiert nahm der Einzelhändler, bei dem die Redaktion eingekauft hatte, die Grafikkarte sofort aus dem Programm. Der "c't" versicherte das Unternehmen, von den Manipulationen keine Kenntnis gehabt zu haben. Der Großhändler Kosatec löschte das entsprechende Angebot kommentarlos von seiner Website und verwies auf Nachfrage an den Hersteller Point of View. Dieser teilte wiederum mit, das Produkt weder zu kennen, noch gefertigt zu haben.

Auch Nvidia selbst waren laut "c't" nur spärliche Informationen zu entlocken. Der Chip sei über die GPU-Seriennummer identifiziert worden, weitere Erklärungen gab das Unternehmen auch nach erneuter Bitte um eine Stellungnahme nicht ab. Die "c't" rät Käufern der gefälschten Grafikkarten, sich an ihren jeweiligen Händler zu wenden, um die Karten zurückzugeben.

Anmerkung, 29. August 2014: Der Geschäftsführer von Point of View, Bjorn Solli, hat "c't" eine Stellungnahme geschickt. Demnach will Point of View die Karten, die sich noch beim Großhändler Kosatec befinden, zurücknehmen und bereits in den Markt gelangte Karten zurückrufen. Das Unternehmen untersuche nun, wie es zu der Angelegenheit gekommen ist.

meu

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
khaja 27.08.2014
1.
Ist nicht das erste Mal. Vor Urzeiten hatte ich (auch bei einem Braunschweiger PC-Komponentenverkäufer übrigens) eine Creative Voodoo Banshee gekauft. Treiber-CD, Hülle, alles passte auf den ersten Blick. Dann wollte ich ein Treiber-Update machen. Jedoch verweigerte der neueste Treiber von der Creative Webseite seinen Dienst, da keine Banshee gefunden wurde. Daraufhin wollte ich eine Supportanfrage bei Creative stellen und musste dafür die auf die Karte gedruckte Seriennummer angeben - war bloß nicht zu finden, jedenfalls nicht dort, wo sie laut Creative sein sollte. Und die GPU hatte auch keinen Creative Aufdruck, wie es eigentlich sein sollte... ... tja, der Händler wurde dann etwas bleich, als ich ihm das Teil vor versammelter Kundschaft auf den Tisch knallte und ihn fragte, was er hier abzuziehen versucht.
HankTheVoice 30.08.2014
2. wie geht das mit der Messung
wie Misst man denn den Durchsatz seiner Grafikkarte?
mantga 30.08.2014
3. Die Messung
erfolgt mit speziellen Benchmarkprogrammen.
mantga 30.08.2014
4. Die Messung
erfolgt mit speziellen Benchmarkprogrammen.
Oberleerer 30.08.2014
5.
Dein Händler wird wohl am Wenigsten davon gewußt haben, schließlich lohnen sich solche Betrügereien erst im großen Maßstab und müssen ja bereits vorm Verpacken, also in China stattfinden. Irgendjemand wird die Datenblätter beider Chips verglichen haben und und der Durchsatz war da der auffälligste Unterschied, den man pressetauglich in eine Zahl packen kann.
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