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Hacker zeigen Angriff: Warum Sie lieber keinem USB-Stick vertrauen sollten

Eingesteckter USB-Stick (Symbolbild): Berliner Forscher präsentieren Angriffe Zur Großansicht
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Eingesteckter USB-Stick (Symbolbild): Berliner Forscher präsentieren Angriffe

Das Einstecken eines USB-Sticks reicht schon aus, um einen Rechner zu übernehmen: Berliner IT-Experten haben einen neuen heimtückischen Angriff entwickelt - und warnen: Das ist gar nicht so schwer.

Sicherheitsforscher warnen vor einer Schwachstelle, die fast alle Geräte mit USB-Anschluss betreffen soll. Die Mitarbeiter von Security Research Labs (SRLabs) aus Berlin haben laut "Zeit Online" einen Weg gefunden, die Controller-Chips auf USB-Sticks umzuprogrammieren.

Die Firmware spielt dem Computer dann vor, dass nicht ein USB-Stick eingesteckt wird, sondern zum Beispiel eine Tastatur. So lassen sich die Sticks für diverse Angriffe nutzen - ohne dass Nutzer erst auf infizierte Dateien klicken müssen. Die Berliner Forscher warnen: Was sie hinbekommen haben, können andere, die mit größeren finanziellen und personellen Mitteln ausgestattet sind, vermutlich auch.

Wie die Angriffe detailliert ablaufen, wollen die Berliner erst kommenden Donnerstag bei einem Vortrag auf der US-Hackerkonferenz Black Hat verraten. Die konkrete Methode mag neu sein - dass sich Rechner mithilfe von USB-Sticks infizieren und oft auch übernehmen lassen, ist schon seit einiger Zeit bekannt. So wird seit Jahren davor gewarnt, fremde Hardware an den eigenen Rechner anzuschließen. 2013 hatten Forscher zum Beispiel gezeigt, wie sich über ein Netzteil Schadsoftware auf iPhone schleusen ließ.

Der Stick kann komplett leer sein

Das Besondere an den Angriffen der Berliner Forscher soll nun die Art der Infektion sein. "Es gibt keine verseuchte Datei, die ein Antivirenprogramm finden könnte, der Stick kann komplett leer sein", schreibt "Zeit Online". "In Sachen Angriffspotenzial sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt", wird Karsten Nohl zitiert. "Auch weil es keinen Test gibt, der feststellt, ob auf dem USB-Gerät die Original-Firmware läuft oder nicht."

Ist der Stick einmal im Rechner der Zielperson, soll sich die Schadsoftware selbstständig auf weitere angeschlossene USB-Geräte verbreiten können. Wann ein Angriff beginnt, können die Forscher vorab entscheiden. So lässt sich zum Beispiel festlegen, dass die in der Firmware versteckte Funktion erst zehn Minuten später startet.

Neben Windows-Rechnern soll die Schwachstelle auch Apple- und Linux-Geräte betreffen. Auf Angreiferseite sollen sich diverse USB-Geräte für einen Angriff nutzen lassen. Weit verbreitete USB-Controller-Chips, inklusive denen in USB-Speichersticks, hätten keinen Schutz gegen das Umprogrammieren, schreiben die Forscher auf ihrer Website.

mbö

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insgesamt 75 Beiträge
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1. Gerade Apple-Fans
zappa99 31.07.2014
fühlen sich gerne immun gegen die Gefahr. Dabei wird man auf einem iMac/MacBook eine Infektion kaum bemerken, wenn sie einigermassen gut gemacht ist. Keine Plattenlämpchen, kein WLAN-Lämpchen und Gedenksekunden zwischendurch sind nichts aussergewöhnliches. "Es funktioniert einfach". Bei Windows dagegen wird man mehrfach darauf hingewiesen, wenn man keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hat.
2.
Mark_Ellos_1 31.07.2014
Schlimm wie anfällig das alles ist. Auf dem Chromebook wird dieser Angriff aber eher nicht funktionieren, da dort zum Glück kein binärer Code direkt ausgeführt werden kann, sondern nur Webtechniken. Zumindest so lange man nicht in den Entwicklermodus gewechselt ist wo man wesentlich mehr Rechte (und Gefahren) hat. :) Glaube ich zumindest, dass das dort nicht funktioniert.. Eher unwahrscheinlich..
3.
webstoney 31.07.2014
Zitat von Mark_Ellos_1Schlimm wie anfällig das alles ist. Auf dem Chromebook wird dieser Angriff aber eher nicht funktionieren, da dort zum Glück kein binärer Code direkt ausgeführt werden kann, sondern nur Webtechniken. Zumindest so lange man nicht in den Entwicklermodus gewechselt ist wo man wesentlich mehr Rechte (und Gefahren) hat. :) Glaube ich zumindest, dass das dort nicht funktioniert.. Eher unwahrscheinlich..
Das reicht zum Übermitteln vom Daten. Trick ist ja, dass eben kein code vorhanden ist, am einfchsten kann man sich das so vorstellen, als ob eine fremdgesteuerte tastatur dran ist.
4.
webstoney 31.07.2014
Für ein Netzwerk müsstest Du physikalisch an den Directory-Server ran, das ist nicht so einfach.
5. Das Einstecken eines USB-Sticks reicht schon aus,.....
sikasuu 31.07.2014
Oh je, bei welchem OS denn? Neue USB Sticks werden erst einmal formatiert. Datensticks von Fremden werden ohne Rechte gemountet. Wo ist das Problem? Ach so, da gibt es ein weit verbreitetes OS, das mit den Rechten nicht sauber umgeht und alles automatisch macht, mit "Autorun" usw. Dann stimmt die Überschrift nur bedingt: Besser wäre es: Ein bestimmtes OS ist mit USB Sticks/USB-Platten, wenn es nicht richtig eingestellt ist ein Sicherheitsproblem für die Nutzer! Das Problem USB-Stick ist jahrzehnte alt! Die einfachste Art um in IT-Systeme ein zu brechen, war und ist auf dem Firmenparkplatz eine Handvoll USB-Sticks zu "verlieren" :-))
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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