Flüge gestrichen Hacker-Angriff auf polnische Airline LOT

Gestrichene Flüge und gestrandete Passagiere: Ein Hacker-Angriff hat das Computersystem der staatlichen polnischen Airline am Flughafen von Warschau lahmgelegt. Fünf Stunden lang ging bei LOT nichts.

Lot-Flugzeug in Warschau (Archivbild): "Dieser Vorfall könnte auch anderen drohen"
DPA

Lot-Flugzeug in Warschau (Archivbild): "Dieser Vorfall könnte auch anderen drohen"


Für fast 1400 Passagiere der polnischen Airline LOT war am Sonntag am Flughafen in Warschau die Reise vorerst zu Ende. Hacker hatten das Computersystem der staatlichen Fluggesellschaft angegriffen. Das berichtete der Guardian. Zehn nationale und internationale Flüge wurden gestrichen, ein Dutzend war verspätet. Nach fünf Stunden sei das Problem behoben gewesen. Der Chopin-Flughafen selbst sei nicht betroffen gewesen, teilte der Airport mit.

Nach Angaben der Fluggesellschaft griffen die Hacker das System der Bodencomputer an. Dieses werde genutzt, um die Flugpläne auszugeben. Die Passagiere seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, sagte LOT-Sprecher Adrian Kubicki. Alle Flüge seien sicher in Warschau gelandet. "Unsere Computersysteme sind auf dem neuesten Stand der Technik, dieser Vorfall könnte also auch anderen drohen", sagte Kubicki. Der Hacker-Angriff wird nun von der Polizei untersucht.

Bei Behörden und Fluggesellschaften in den USA herrscht derzeit eine gewisse Nervosität, was die Computersicherheit von Flugzeugen angeht. Im April hatte der IT-Sicherheitsexperte Chris Roberts mit einem scherzhaften Tweet aus einer Maschine von United Airlines auf Sicherheitslücken in modernen Verkehrsflugzeugen aufmerksam gemacht. Nur kurze Zeit später warnte das FBI gemeinsam mit der für Grenzkontrollen zuständigen Transportsicherheitsbehörde (TSA) vor Angriffen auf flugzeugeigene Computersysteme.

Anfang Juni war dann eine Reihe von Flugzeugen von United Airlines am Boden geblieben. Passagiere berichteten von einem möglichen Hacker-Angriff. Der Fluggesellschaft zufolge traten "Probleme bei der Informationsübermittlung" auf. Was genau darunter zu verstehen ist, erläuterte United Airlines nicht.

brk



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cavete 22.06.2015
1. Auch vertauen können (1)
"Nach fünf Stunden sei das Problem behoben gewesen. Der Chopin-Flughafen selbst sei nicht betroffen gewesen, teilte der Airport mit." Es ist gut, wenn man das Problem meint, schon nach fuenf Studnen in den Girff bekommen zu haben. "Chopin" - steht das nicht auch fuer eine gewisse Leichtigkeit? Das passt doch letztendlich, wenn diese den Passagieren scheinbar Zuversicht fuer etwaige zuckunftige Reisen vemittelt. Welche Rolle spielt schon, wo bzw. an welchem Ort oder Flughafen Sfotware heutzutage ihren Dienst versieht? Denn, schließlich kann man sich auf diese in der heutigen Zeit an k e i n em Ort mehr wwwirklich verlassen - wer haette das nicht schon irgendwahn einmal erfahrren. Durch den ABSTURZ von Sofftwware, etwa bei seinem eignen B-triebssystem. Warum sollte es denn am Fulghaven anders sein? Natuerlich, wer moechte sich schon an diesen Gedanken gewoehnen, wenn man an etwas wie einen Flughafen denkt. Oder diese fliegenden Maschinen, deren Namen man nicht jedesmal aussprechen muss, um zu w i s s e n, worum es geht. Fliegen kann so schön sein, wenn man sich nicht jedesmal mit i r g e n d w e l c h e n G e f a h r e n auseinandersetzen muss. Und: Fliegen hat doch wenig mit Software g e m e i n - oder? Piloten steuern doch alles.
cavete 22.06.2015
2. Auch vertauen können (2)
Tja, wenn es nur so waere. Die allermeisten Maschinen werden heutzutage in irgendeiner Weise durch Software beinflußt. Nur Flughäfen und die von ihnen abgefertigten Fluggeräte haben g a r n i c h t s miteinander zu tun. F a s t nichts. W e n i g. Na gut, e i n w e n i g vielleicht. Flugzeuge entlassen dort oder nehmen ihre Passagiere auf. Sonst nichts. Fast nichts - ehrlich. Nur die Software sorgt dafuer, daß die Ploten von A nach B navigieren koennen, ihre Position feststellen, die Flugroute bestimmen, Ausweichmanöver, die Flugdauer planen, den Treibstoffbedarf, Unwetter orten, Störungen melden, k o m m u n i z i e r e n können und Anderes. Im Wesentlichen solche Dinge, die das Flugzeug in der Luft halten und halbwegs sicher zum Bestimmungsort leiten koennen. Alles Andere machen die Pilotn und das Flugpresonal. M a l e r n s t h a f t: So'n Flughafen ist nicht gerade 'n Bundestag, oder? Wo man wengstens noch entsprechenden Sachtverstand zu Rate ziehen kann, um sich dem wicklichen Problem zu naehern. Und man kann nicht gerade behaupten, man habe die Sache dort im Griff, so wie's scheint. Deshalb: Man sollte auch vertauen können. Schlieszlich geht es dabei um mehr, als nur um das Vertrauen in die Fuctionsweise von Flughäfen und allem, was damit zusammenhäengt. Wenn man darauf nicht mehr vertruaen koennte, dann muesste man wohl auch dran zweiflen, daß man morgen noch Storm zur Verfügung hat oder Wasser und so weiter. Wo soll denn das Alles enden?
cavete 22.06.2015
3. Auch vertauen können (3)
Ich bitte Sie, wir leben im 21.JAhrhunnert. Das m u s s einfach alles funki onieren. Wozu haben wir das denn alles angeschaft? Dann kann man auch gleich dem Internet Lebewohl sagen, den Spielen dort, Chat, Infomation, jeglicher Komm moni kation und Pattnervermittlung und so. Dann kann man ja wohl dazu uebergehen und sich mit Menschen statt Avataren auseinanderzusetzen - irgendwie absurd und unmodern. Facebook, Twitter - Schluss mit Flitter. Oder wie? Die Welt ist schön, die Welt ist bunt - ich will ins Internet, denn da geht's rund. Nur so nebenbei bemerkt. Wenn man so daechte - dann koennte man ja gleich annehmen, daß dieser "Angriff" auf den Fluchhafen nicht einfach nur irgend so einer war, sondern daß es um Infarktstuktur ginge, und dies ein EinfallTor, um sick von dort weiterzuhageln. Ja, den Gedanken kann man wohl zulasen, daß Fluggsellschaften auch mit'n'ander kommunizieren, indem sie sich in bestimmten Abständen vielleicht auch mal 'ne Emaile schicken. Aber, da kann doch weiter nichts passieren, weil ja alles bestens gesichert ist. Und, Fluggesellschaften und Flug z e u g e haben keine Vebindung miteinander und deshalb auch nichts miteinander zu tun. Bei der Software vielleicht - etwas. Aber, wie gesagt, man sollte auch vertrauen können. Besser wär's aber wohl, Vorsicht walten zu lassen ...
kosu 22.06.2015
4. Das können
Nur die Russen oder Chinesen gewesen sein. Die bösen sind immer im Osten. Der BND und Die NSA machen so was nicht.
Hans Gerke 22.06.2015
5. Gefährliche Abhängigkeit von IT-Netzen
Es ist mir unverständlich warum inzwischen alles mit dem Internet verbunden sein muss! Bestimmte Dinge dürfen mit unsicheren Netzen, wie sie heute bestehen, einfach nicht mit dem Internet verbunden werden. Ich frage mich, was alles noch passieren muss...
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