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Hacker-Entführung Anonymous droht mexikanischen Drogenbossen

Website des Politikers Gustavo Rosario: Angriff durch AnonymousZur Großansicht

Website des Politikers Gustavo Rosario: Angriff durch Anonymous

Die Hacker drohen der Drogenbande mit Krieg: Nach der Entführung eines Online-Aktivisten droht Anonymous damit, Daten von Unterstützern des Kartells Los Zetas zu veröffentlichen - mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen für die Enttarnten.

Das Hackerkollektiv Anonymous legt sich mit mexikanischen Drogenkartellen an. Auslöser des Konflikts ist die Entführung eines Anonymous-Anhängers im Bundesstaat Veracruz. Dafür machen die anonymen Hacker das Kartell Los Zetas verantwortlich. Die Gruppe fordert das Kartell via YouTube auf, den Entführten unverzüglich freizulassen. Andernfalls drohe Krieg.

Anonymous will demnach umfangreiche Daten von Los-Zetas-Unterstützern veröffentlichen, falls die Forderung nicht erfüllt wird. Es geht um Namen, Fotos und Adressen von Taxifahrern, Polizisten, Politikern und Journalisten. "Ihr habt einen großen Fehler gemacht, als ihr einen von uns entführt habt", heißt es in dem Video weiter. Als Frist haben die Aktivisten den 5. November festgelegt.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, gaben die Hacker jetzt eine Kostprobe ihres Könnens. Sie hackten die Website des mexikanischen Politikers Gustavo Rosario Torres und hinterließen dort eine kurze aber eindeutige Nachricht: "Gustavo Rosario ist ein Zeta". Noch am Montagmorgen war die Meldung zu sehen. Bei Rosario handelt es sich um den ehemaligen Obersten Staatsanwalt des mexikanischen Bundesstaats Tabasco.

Aktionen wie diese könnten für das Zetas-Kartell nicht nur peinlich, sondern gefährlich werden. Für verfeindete Kartelle würden derart enttarnte Mitglieder einfache Ziele abgeben. Damit wäre eine neue Etappe im seit Jahren tobenden mexikanischen Drogenkrieg eröffnet, der bereits Zehntausende Menschenleben gekostet hat. Auch Blogger und Twitterer, die sich im Netz zu den Machenschaften der Drogenkartelle äußern, werden bedroht, manchmal entführt und getötet.

meu

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insgesamt 94 Beiträge
lonestar67 31.10.2011
ich hoffe, die wissen was sie da tun...
ich hoffe, die wissen was sie da tun...
deus-Lo-vult 31.10.2011
Warum nur drohen? Bei Staaten und Firmen sind die doch auch nicht so zimperlich!!! Oder steckt da etwa Angst dahinter?
Zitat von sysopNach der Entführung eines Online-Aktivisten droht Anonymous, Daten von mexikanischen Kartellmitgliedern zu veröffentlichen - mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,794924,00.html
Warum nur drohen? Bei Staaten und Firmen sind die doch auch nicht so zimperlich!!! Oder steckt da etwa Angst dahinter?
Emil Peisker 31.10.2011
Vorrangig wollen sie Ihren "Freund" befreien. Verständlich, oder?
Zitat von deus-Lo-vultWarum nur drohen? Bei Staaten und Firmen sind die doch auch nicht so zimperlich!!! Oder steckt da etwa Angst dahinter?
Vorrangig wollen sie Ihren "Freund" befreien. Verständlich, oder?
membot 31.10.2011
Weil es um eine Verhandlung/Freipressung eines Mitglieds geht. Lesen bildet!
Zitat von deus-Lo-vultWarum nur drohen? Bei Staaten und Firmen sind die doch auch nicht so zimperlich!!! Oder steckt da etwa Angst dahinter?
Weil es um eine Verhandlung/Freipressung eines Mitglieds geht. Lesen bildet!
PeteLustig 31.10.2011
Entführungen scheinen eine geeignete Gegenstrategie der bislang wehrlos Betroffenen darzustellen...
Zitat von deus-Lo-vultWarum nur drohen? Bei Staaten und Firmen sind die doch auch nicht so zimperlich!!! Oder steckt da etwa Angst dahinter?
Entführungen scheinen eine geeignete Gegenstrategie der bislang wehrlos Betroffenen darzustellen...
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Zum Autor
Richard Meusers sitzt im Garten und sieht seinen Blumen beim Wachsen zu. Ansonsten hat er ein Auge auf Digitales und Mediales.

Die Web-Guerilla Anonymous
Anonymous ist eine lose Gruppierung, die ihren Ursprung einst im anarchischen Bilderforum 4Chan hatte. Zunächst konzentrierten sich Aktivisten auf Aktionen gegen Scientology. Inzwischen werden DDoS-Attacken, bei denen Websites durch massenhafte Anfragen überlastet werden, gegen eine Vielzahl von Zielen durchgeführt. Die Gruppe erklärte sich solidarisch mit den Aufständischen in Ägypten, Libyen, Syrien und anderswo, sie verteidigt WikiLeaks und bekämpft die Branchenverbände der Musik- und Filmbranche. Freie Information und das Recht auf Anonymität gehören zu den wenigen geteilten Zielen der zahlreichen Netznutzer weltweit, die sich zu Anonymous zählen.





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