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USA: Hacker erbeuten Daten von Millionen T-Mobile-Kunden

T-Mobile-Laden in Los Angeles: Datensätze von 15 Millionen Kunden erbeutet Zur Großansicht
REUTERS

T-Mobile-Laden in Los Angeles: Datensätze von 15 Millionen Kunden erbeutet

Auf einen Dienstleister von T-Mobile USA ist ein Hackerangriff verübt worden. Die Angreifer erbeuteten Datensätze von rund 15 Millionen Kunden - allerdings keine Kreditkartennummern.

Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat eingeräumt, Opfer einer groß angelegten Cyberattacke geworden zu sein.

Der Hackerangriff galt dem Dienstleistungsunternehmen Experian, das für T-Mobile die Kreditwürdigkeit von Kunden prüft und bei der Betrugsprävention hilft. Insgesamt seien die Daten von etwa 15 Millionen Menschen erbeutet worden, teilte T-Mobile-Chef John Legere mit. Die kompromittierenden Daten umfassen einen Zeitraum von Anfang September 2013 bis Mitte vergangenen Monats.

Dabei seien komplette Datensätze mit Namen, Geburtstagen und Adressen entwendet worden. Auch Angaben zu sehr sensiblen Informationen wie Sozialversicherungs-, Führerschein- und Reisepassnummern seien von dem Hack betroffen. Diese Daten seien zwar verschlüsselt gewesen, allerdings könne dieser Schutz geknackt worden sein. Daten von Bankkonten und Kreditkarten seien nicht gestohlen worden.

Experian ist laut T-Mobile US die weltgrößte Agentur zur Überprüfung der Bonität privater Verbraucher. Der Dienstleister arbeitet unter anderem für Vermieter, Einzelhändler, Banken und eben auch T-Mobile. Der amerikanische Mobilfunk-Anbieter hat knapp 59 Millionen Kunden. "Ganz offensichtlich bin ich richtig verärgert", sagte T-Mobile-Chef John Legere. Die Geschäftsbeziehung mit Experian Chart zeigen werde überprüft. Der Dienstleister teilte mit, der Vorfall sei bereits Mitte September entdeckt worden.

Im nachbörslichen US-Handel verloren die Aktien von T-Mobile 1,3 Prozent an Wert.

Immer wieder sind große Unternehmen Ziel von Hackerangriffen. Hierzu gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem Ebay, Sony, die US-Bank JP Morgan und der amerikanische Einzelhändler Target.

nck/dpa/Reuters

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insgesamt 22 Beiträge
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1. T-online hat da wohl wirklich ein Problem
thomasbär 02.10.2015
Mein t-online Account ist in zwei Jahren dreimal gehackt worden, obwohl ich die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen (Passwortwechsel, McAffee Professionell etc) einhalte. Jedesmal ein vorwurfsvolles Mail von t-online, ich solle die Maßnahmen einhalten. Meine anderen Accounts sind überhaupt noch nie gehackt worden.
2. Ich bin hier ein wenig verwirrt, wer ist nun Opfer
hdudeck 02.10.2015
des Hacks gewesen - T-Mobile oder Experian. So weit ich verstanden habe doch Experian und nicht T-Mobile. Somit ist der Satz "Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat eingeräumt, Opfer einer groß angelegten Cyber-Attacke geworden zu sein" doch falsch und Experian ist das primaere Opfer und T-Mobile nur dadurch betroffen (wie warscheinlich auch andere Kunden von Experian) das T-Mobile eben Kunde dort war. Das ist wie ein Bankraub, ich bin Kunde bei der Bank, aber auch nur indirect betroffen. Kann mir auch nicht vorstellen, das die Hacker nur nach T-Mobile Kunden gesucht haben, sondern alles abgeraeumt haben,was moeglich war. Und das kann bei der Marktposition von Experian praktisch jeder Kreditnehmer in den USA sein. Ich hatte vor ein paar Wochen einen Anruf vom IRS und mir wurde gedroht, verhaftet zu werden, da ich Steuern schulde. Dummerweise weiss ich, das IRS niemals anruft. Aber die Art und Weise wie die vorgehen (Drohen, pushen, schreien, bedrohen) kann einem schon ganz schon zusetzten, wenn man das nicht weiss. Nun kann ich mir gut vorstellen, woher die meine Daten hatten.
3. wundern wir uns noch?
janne2109 02.10.2015
ich hoffe nicht, dass wir uns wundern. Wir lieben es ja total digital vernetzt zu sein, wir kaufen ja nur noch im Internet. Mir gefällt diese Entwicklung überhaupt nicht, obwohl ! ich auch ab und an etwas im Netz bestelle ( weil es mir zu umständlich ist wegen kleiner Dinge durch die Gegend zu fahren) . Aber wir sollten wirklich mal prüfen ob alles Notwendig ist was im Netz getan wird. Er schreckt hat mich der neueste Report der Schüler und ihr Handy betrifft. Diese Aussagen treffen meine Vermutungen auf den Punkt. Wir sind alle so unwichtige Menschen im großen Getriebe, müssen wir pausenlos erreichbar sein? Müssen wir mails pausenlos checken? Können wir nicht unsere Freunde treffen statt in irgendwelchen Netzwerken zu schreiben?
4. Erstmal klingt es natürlich wieder mal
fluxus08 02.10.2015
ziemlich reisserisch, das Unternehmen T-Mobile in die Schlagzeile zu setzen. Beim zweiten Blick sieht man dann, dass T-Mobile USA gemeint ist und beim dritten, dass das Ziel der Hackerangriffe das Dienstleistungsunternehmen Experian betrifft, welches unter anderem auch für T-Mobile USA tätig ist, neben vielen anderen auch. Ich frage mich manchmal, was jetzt der große Unterschied zwischen den reisserischen Schlagzeilen einer Bild und eines Spiegels ist und ob es überhaupt noch einen Unterschied gibt?
5. Digitaler Weltuntergang?
lies.das 02.10.2015
Tolle Story! Faktisch ist ein öffentliches Telefonbuch gekaut worden - und ein ebenso öffentliches "Facebook". Denn da stehen Adressen und Geburtstage öffentlich drin. Kreditkartennummern wurden nicht gestohlen. Nur das wäre sensibel.
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