Weltgrößter Web-Hoster Hacker sabotieren offenbar Internetfirma GoDaddy

Ein mutmaßlicher Hacker-Angriff hat am Montagabend Tausende Websites lahmgelegt. Betroffen waren insbesondere Internetangebote in den USA. Ob die Störung vom Web-Kollektiv Anonymous ausging, ist bislang nicht sicher.


New York - Die Attacke richtete sich offenbar gegen Seiten, die auf Rechnern des amerikanischen Internetunternehmens GoDaddy angelegt wurden: Mit mehr als 45 Millionen Kunden gilt diese Firma als weltgrößter Web-Hoster. Besonders Websites kleinerer Unternehmen waren von den Ausfällen am Montagabend betroffen.

Das Unternehmen GoDaddy erklärte über das Nachrichtenportal Twitter, es werde versuchen, die Probleme so schnell wie möglich zu lösen. "Wir nehmen diese Situation sehr ernst", schrieb Vorstandschef Scott Wagner, ohne näher auf technische Details der Störung einzugehen.

Zu dem Angriff bekannte sich ein Unbekannter mit dem Twitter-Konto "AnonymousOwn3r". Ob dieser tatsächlich die Störungen verursacht hat, ist ebenso wenig sicher wie dessen Zugehörigkeit zur Anonymous-Bewegung. Das Web-Kollektiv ist dafür bekannt, Websites zu blockieren und Server zu knacken.

bos/dpa/AP



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grafwagner 11.09.2012
1. Komm zu Papa Hoster
Es war über Jahre eine tolle Anlaufstelle mit lustigem Firmenname für deutsche Webmaster, die es Leid waren, ihre persönlichen Daten über Domain Who-Is jedem Juristenpapiersender preis zu geben. Die Firma wurde durch ihren Standort inkl. dem Haupt-Produkt "Who-is-Protect" groß und stark. Im Laufe der letzten 2-3 Jahre änderte sich dieser Service-Vorteil für den Kunden. Seiten wurden in einem Verfahren, welches man mit Willkür oft beschreiben konnte, gesperrt, persönliche Daten im Domain-Who-is online gestellt. Bei Bewusstsein, dass der Kunde damit juristische Schwierigkeiten in seinem Land bekommen kann. In deutschen Webmaster Kreisen ist Godaddy mit der Anmerkung "kannst du vergessen" behaftet und vorgenannter Firmenverlauf braucht nicht unbedingt einen Hacker - vorallem kein politisch motivierter - auf den Plan rufen. Ich vermute ein Racheakt gegen das Unternehmen.
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