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Hackerkongresse Die Verteidiger der digitalen Welt

Black-Hat-Konferenz: Spuckende Geldautomaten, gehackte Handys
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4. Teil: "Cross Site Request Forgery" - Angriff auf den Heimrouter

Eine andere Präsentation demonstrierte ganz nebenbei, wie genau selbst deutsche Behörden inzwischen den Nachrichtenfluss von Hacker-Events wie dem Black-Hat-Kongress beobachten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) reagierte nur Stunden, nachdem eine akute Sicherheitslücke demonstriert wurde: Die Behörde warnt nun vor Angriffen auf private Internet-Router.

Eine neue Angriffstechnik mit der Bezeichnung "Cross Site Request Forgery" mache es möglich, den Router gewissermaßen von innen zu manipulieren, zitierte die Behörde am Freitag einen Black-Hat-Vortrag. Der Angreifer könne dann Passwörter, E-Mails oder sonstige private Daten ausschnüffeln sowie den Internetzugang für Angriffe auf andere Ziele kapern.

Der Sicherheitsexperte Craig Heffner hatte in Las Vegas gezeigt, wie sich die Technik für die Interpretation von Internetadressen im Domain Name System so manipulieren lässt, dass die Schutzmaßnahmen der Web-Browser ausgehebelt werden können. Bestehende Zugriffsbeschränkungen des Routers werden dann umgangen. In seinem Vortrag mit dem Titel "How to Hack Millions of Routers" (Wie man Millionen von Routern hackt) erklärte Heffner, dass er ein Software-Werkzeug entwickelt habe, das den Angriffsvorgang automatisiere.

Angesichts dieser Möglichkeiten empfiehlt das BSI "unbedingt eine sichere Konfiguration des Heimrouters". Im Einzelnen sollte man:

  • ein sicheres individuelles Kennwort für den Router verwenden (das Anfangspasswort sollte bei der ersten Einrichtung des Geräts geändert werden)
  • während der Konfiguration des Routers im Browser keine anderen Webseiten aufrufen
  • nach Abschluss des Vorgangs den Browser schließen und den Router neu starten
  • die Firmware des Routers (also die integrierte Gerätesoftware) regelmäßig auf Aktualität überprüfen und bei Bedarf aktualisieren - ein Passwort für das drahtlose Funknetz (W-Lan) einrichten und dabei den Sicherheitsstandard WPA2 verwenden.

Eigentlich solle man also ganz normale, fast profane Sicherheitsregeln beachten. Symptomatisch ist: Das Gros aller Sicherheitsprobleme hängt an altbekannten Systemschwächen - oder daran, dass Anwender oder sogar IT-Arbeiter sich nicht genügend darum kümmern, die Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, die möglich sind. In 96 Prozent aller Fälle von Infiltrationen oder anderen Schäden durch Schadsoftware im Jahre 2009, machte in dieser Woche das IT-Sicherheitsunternehmen Verizon klar, seien die Schäden vermeidbar gewesen, weil längst Sicherheitslösungen vorlagen.

Solche Chancen lassen sich Kriminelle oder kreative Codehacker nicht entgehen.

Mit Material von apn und dpa

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insgesamt 15 Beiträge
citizengun 01.08.2010
Die Mehrzahl der Nutzer telefoniert über UMTS. GSM ist veraltet. Man muss sich also keine Sorgen über diesen Sicherheitslücke machen.
Die Mehrzahl der Nutzer telefoniert über UMTS. GSM ist veraltet. Man muss sich also keine Sorgen über diesen Sicherheitslücke machen.
cyc2 01.08.2010
Linux-Fans hoeren wirklich nicht gerne, wenn jemand behauptet, Sicherheitsluecken wuerden in Linux nicht schnell behoben. Zum Glueck ist es auch nicht wahr. In allen wichtigen Linux-Distributionen wurde das Problem schnell [...]
Linux-Fans hoeren wirklich nicht gerne, wenn jemand behauptet, Sicherheitsluecken wuerden in Linux nicht schnell behoben. Zum Glueck ist es auch nicht wahr. In allen wichtigen Linux-Distributionen wurde das Problem schnell behoben: http://cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=CVE-2009-1185 Die meisten Android-Benutzer werden allerdings in der Tat von den Herstellern mit veralteter Software alleine gelassen.
serpentinator 01.08.2010
Es sollte erwähnt werden, dass das Problem, mit dem Android geknackt werden kann, schon längst gelöst ist. Der Patch existiert schon lange, nur wurde der Patch noch nicht in Android angewandt. Die problematische Software ist [...]
Es sollte erwähnt werden, dass das Problem, mit dem Android geknackt werden kann, schon längst gelöst ist. Der Patch existiert schon lange, nur wurde der Patch noch nicht in Android angewandt. Die problematische Software ist "udev", und alle die >=udev-141 installiert haben sind bezüglich dieser Schwachstelle abgesichert - und diese Version gibt es seit Anfang April 2009! Die Verallgemeinerung Linux==Android hat mich sehr irritiert. Vielleicht beim nächsten mal genauere Formulierungen wählen.
psycho_moni 01.08.2010
Tja, da kannte sich jemand wohl nicht so gut mit Linux aus. Ich benutze es auch gerne auf dem PC.
Zitat von cyc2In allen wichtigen Linux-Distributionen wurde das Problem schnell behoben:(...)=
Tja, da kannte sich jemand wohl nicht so gut mit Linux aus. Ich benutze es auch gerne auf dem PC.
mm2112 01.08.2010
Ja, über die Bemerkung bin ch auch gestolpert, und hab mal eben nachgeschlagen: http://support.novell.com/security/cve/CVE-2009-1185.html Das Problem ist seit Anfang 2009, seit es entdeckt wurde, in allen openSUSE [...]
Zitat von cyc2Linux-Fans hoeren wirklich nicht gerne, wenn jemand behauptet, Sicherheitsluecken wuerden in Linux nicht schnell behoben. Zum Glueck ist es auch nicht wahr. In allen wichtigen Linux-Distributionen wurde das Problem schnell behoben: http://cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=CVE-2009-1185 Die meisten Android-Benutzer werden allerdings in der Tat von den Herstellern mit veralteter Software alleine gelassen.
Ja, über die Bemerkung bin ch auch gestolpert, und hab mal eben nachgeschlagen: http://support.novell.com/security/cve/CVE-2009-1185.html Das Problem ist seit Anfang 2009, seit es entdeckt wurde, in allen openSUSE Versionen gefixt. Liebe SPON, recherchiert mal etwas besser, bevor ihr so eine Scheisse schreibt! Die Open-Source Szene ist dem kommerziellen Herstellern noch immer um Lichtjahre voraus, was das Fixen von Schwachstellen angeht! Deine Bemerkung zu den Android-Handies ist allerdings richtig. Trifft für iPhone und die Mac-Welt allerdings ebenfalls zu.
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