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"Hangouts on Air": Nutzer von Google+ können Live-Videos ins Netz senden

Google+ bekommt eine neue Funktion: Der "Hangout"-Videochat soll künftig auch als Livesender für Videoübertragungen genutzt werden können. Aufzeichnungen der Videos landen bei YouTube. Nutzer aus Deutschland müssen aber noch warten.

US-Präsident Obama im Google-Livestream (Archivbild): Jeder wird zum Sender Zur Großansicht
AFP

US-Präsident Obama im Google-Livestream (Archivbild): Jeder wird zum Sender

Die Nutzer von Google+ sollen über das soziale Netzwerk künftig Live-Videos übertragen können. Die "Hangouts on Air" genannte Funktion stand bisher nur wenigen Mitgliedern zur Verfügung. Die Funktionsweise ist an die Videochat-Funktion "Hangouts" angelehnt. Nach dem Ende einer Live-Übertragung sollen die Clips auf YouTube veröffentlicht werden - dafür sollen Nutzer ihre Konten bei YouTube mit denen bei Google+ verknüpfen.

Mit "Hangouts on Air" macht Google Anbietern wie Ucast, Livestream oder Bambuser Konkurrenz - und versucht, mehr Nutzer auf die Seiten des eigenen sozialen Netzwerks Google+ zu locken. Auch wenn die erste "on Air"-Ankündigung schon fast ein Jahr alt ist: Dass die Funktion nun nach und nach für alle Nutzer freigegeben wird, entzückt die Techblogs:

Spannend wird in den nächsten Tagen sein, wie Google mit der unvermeidbaren Schwemme von Sex-Chattern und der Übertragung von unlizenzierten Inhalten umgehen wird. "Hangouts on Air" steht laut Google-Firmenblog zunächst in nur 40 Ländern zur Verfügung. Deutschland ist nicht dabei, aber die Schweiz. Nach und nach soll die Funktion für weitere Länder freigeschaltet werden.

Die CSU-Politikerin Dorothee Bär vermutet, dass Nutzer in Deutschland wegen einer Regelung des Rundfunkstaatsvertrags zunächst außen vor bleiben. Demnach benötige eine Sendelizenz, wer einen Livestream bereit stelle, den mehr als 500 Zuschauer gleichzeitig sehen könnten. Dies sei mit Aufwand und Kosten verbunden.

Bär fordert eine Anpassung der Regelungen. "Ich kann einem jungen Menschen als Medienpolitikerin nicht erklären, warum es in Deutschland nicht möglich sein soll, einen weltweit etablierten kostenlosen Livestreaming-Dienst zu nutzen, bloß weil ein veraltetes Gesetz dies nicht zulässt", so die Bundestagsabgeordnete.

Google wollte auch auf Anfrage nicht sagen, warum "Hangouts on Air" zunächst nicht in Deutschland startet.

fko/ore

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1. nice one
Nonvaio01 08.05.2012
Zitat von sysopAFPGoogle+ bekommt eine neue Funktion: Der "Hangout"-Videochat soll künftig auch als Livesender für Videoübertragungen genutzt werden können. Aufzeichnungen der Videos landen bei YouTube. Nutzer aus Deutschland müssen aber noch warten. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,831942,00.html
das ist doch mal eine tolle sache.
2. vorsicht google
johndoe77 08.05.2012
An der Stelle von google würde ich "Hangouts on Air" auch nicht in Deutschland starten. Bei unserer Mittelalterlichen Gesetzeslage zu Urheberrecht, GEMA, Jugendschutz und Störerhaftung würde ich Deutschland von allen Diensten komplett ausgrenzen, bis die Menschen und Wähler in diesem Land die bestehenden Gesetze ändern
3. optional
schwaadlappen 08.05.2012
"Ich kann einem jungen Menschen als Medienpolitikerin nicht erklären, warum es in Deutschland nicht möglich sein soll, einen weltweit etablierten kostenlosen Livestreaming-Dienst zu nutzen, bloß weil ein veraltetes Gesetz dies nicht zulässt" 1
4. Warum bin ich gleich nochmal ausgewandert?
zila 08.05.2012
Ach ja, u.a. wegen Gesetzen wie diesen.
5. Kein Problem!
Flari 08.05.2012
Zitat von johndoe77An der Stelle von google würde ich "Hangouts on Air" auch nicht in Deutschland starten. Bei unserer Mittelalterlichen Gesetzeslage zu Urheberrecht, GEMA, Jugendschutz und Störerhaftung würde ich Deutschland von allen Diensten komplett ausgrenzen, bis die Menschen und Wähler in diesem Land die bestehenden Gesetze ändern
Nun mal nicht so pessimistisch. In meinen Augen müsste man lediglich alle festen und beweglichen Gegenstände und Lebewesen verpixeln und schon kann einem keiner mehr etwas.
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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.


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