App verschlüsselt Partyfotos Das bleibt unter uns

Auf Partys entstehen manchmal Bilder, die man lieber nicht im Netz sehen möchte. Mit der "HangoverApp" kann man sich schützen, verspricht der Hersteller. Sie zeigt die Aufnahmen nur, wenn alle Beteiligten zusammenkommen.

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Bei der mühsamen Rekonstruktion des Partyabends lautet eine der ersten Fragen des Verkaterteren: Wurden Fotos gemacht? Je nachdem, wie gut er seinen Freunden vertrauen kann, folgt dann die nächste Frage: Sind die Bilder auf Facebook, Instagram oder sonst irgendwo im Netz zu sehen?

Dieses ungute Gefühl, nicht zu wissen, was mit den Fotos nach der Party geschieht, wollen die Entwickler der "HangoverApp" iOS-Nutzern ersparen. Wurden die Bilder mit der App geknipst, weiß man am nächsten Morgen: Solange die Feierrunde nicht wieder zusammenkommt, kann niemand die Bilder sehen. Erst wenn die App alle Smartphones, die sie auf der Party erkannt hat, in der Nähe weiß, werden die Fotos angezeigt.

Konkret heißt das: Die Aufnahmen werden während der Party verschlüsselt im Handy gespeichert. Die anderen App-Nutzer in der Nähe bekommen jeweils einen Schlüssel zugewiesen. Nur wenn alle Schlüssel und das Handy mit den verschlüsselten Bildern zusammenkommen, lassen sich die Fotos anschauen. Der Schlüsselabgleich wird per Bluetooth durchgeführt, die App benötigt weder Internet, noch lädt sie die Bilder in eine Cloud.

Kostenlos aber Datenhungrig

Der Dienst ist kostenlos und bisher gibt es auch keine In-App-Käufe, dafür verlangt die App nach vielen Daten. Zum Beispiel will sie Zugriff auf die GPS-Informationen, obwohl die Ortung der Handys nicht über GPS sondern ausschließlich über Bluetooth läuft. Außerdem muss man einen Account erstellen und dafür nicht nur seine E-Mail-Adresse, sondern auch die Telefonnummer angeben. Um Partyfotos sicher zu wissen, muss man also einige persönliche Daten opfern.

Ein bis zwei Freunde sollte man laut Hersteller finden, die ebenfalls bereit sind, sich bei der "HangoverApp" zu registrieren, in einer solchen Runde funktioniert die App am besten. Doch auch dann stellt man schnell einige größere und kleinere Fehler fest. Kinderkrankheiten vermutlich - die App ist erst im Oktober erschienen.

Sperrung lässt sich hinauszögern

So lässt sich die Sperrung der Bilder momentan noch einfach hinauszögern. Verliert die App den Kontakt zu einem der anderen Handys, bleiben sechs Minuten, bis die Bilder verschwinden. Doch der eingeblendete Countdown startet jedes Mal neu, wenn man die Bilder öffnet.

Ein weiteres Manko ist die Kamerafunktion. Damit die Bilder verschlüsselt werden können, müssen sie mit der App selbst fotografiert werden. In der arg spartanisch geratenen Kamera-Funktion kann weder fokussiert, noch die Belichtung beeinflusst oder ohne Blitz fotografiert werden.

Wer bereit ist, für die Sicherheit seiner Partybilder, diese Nachteile in Kauf zu nehmen, für den ist die "HangoverApp" vermutlich eine praktische Möglichkeit, am nächsten Tag mit einer Sorge weniger aufzuwachen und sich auf den Kater konzentrieren zu können.


"HangoverApp", kostenlos für iOS

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
xysvenxy 23.11.2015
1. Was ein Blödsinn
Aha, also kann man mit einer App Partyfotos machen, in schlechter Qualität, und die sich dann nicht einmal alleine nachher ansehen? Halte ich für ziemlich ausgemachten Schwachsinn. Würden die Bilder wenigstens so verschlüsselt, dass ich sie zwar nicht teilen oder versenden kann - aber dafür ansehen, dann würde vielleicht ein Schuh daraus.
schumbitrus 23.11.2015
2. Infos zur Krypto?
Die Daten landen in der Cloud und sind damit potenziell für jedermann/frau sichtbar, falls die Krypto zu schwach ist oder mangelhaft implementiert wurde. Gerade die vermeintliche Sicherheit durch die beworbene Verschlüsselung lädt aber "treuherzige" Leute ein, vielleicht intimere Schnappschüsse auf diese Weise teilen zu wollen, die im worst case von Admins und Computer-kriminellen Spitzeln (legalisiert in Behörden oder unzweideutig illegal ..) gesichtet, kopiert, weiterverbreitet und vielleicht bei Bedarf als Kompromat verwendet werden können. Sollte die Krypto schlampig implementiert sein, so muss das kein Vorsatz sein: Der Weg zur Hölle ist oft gepflastert mit guten Vorsätzen. Wichtig ist im Augenblick nur, dass der Quellcode offen liegt, so dass man die Worst Case Szenarien ausschließen kann. Aber auch zur Lizensierung fehlt jeder Hinweis. Insofern finde ich den Artikel schon ziemlich schlecht: Sich über Nickeligkeiten wie schlechte Foto-Features aufzuhalten, während die Kern-Kompetenz der App, ihre Vertrauenswürdigkeit, nur oberflächlich angesprochen wird schickt möglicherweise Leute ins Verderben, die darüber z.B. vermeintlich sicher sexuelle Vorlieben gemeinsam dokumentieren wollen und die diese Daten dann den Five Eyes, dem BND oder anderen kriminellen Organisationen frei Haus liefern die damit direkt erpressen oder ihre Kompromat-Koffer füllen ..
eternalchii 23.11.2015
3.
Zitat von xysvenxyAha, also kann man mit einer App Partyfotos machen, in schlechter Qualität, und die sich dann nicht einmal alleine nachher ansehen? Halte ich für ziemlich ausgemachten Schwachsinn. Würden die Bilder wenigstens so verschlüsselt, dass ich sie zwar nicht teilen oder versenden kann - aber dafür ansehen, dann würde vielleicht ein Schuh daraus.
Ihre Forderung macht wenig Sinn, denn wenn ein Bild anzeigbar ist, kann man einfach einen Screenshot machen und erhält so eine unverschlüsselte Kopie. Sinn und Zweck der App ist es aber, genau das zu verhindern.
eternalchii 23.11.2015
4.
Zitat von schumbitrusDie Daten landen in der Cloud und sind damit potenziell für jedermann/frau sichtbar, falls die Krypto zu schwach ist oder mangelhaft implementiert wurde. Gerade die vermeintliche Sicherheit durch die beworbene Verschlüsselung lädt aber "treuherzige" Leute ein, vielleicht intimere Schnappschüsse auf diese Weise teilen zu wollen, die im worst case von Admins und Computer-kriminellen Spitzeln (legalisiert in Behörden oder unzweideutig illegal ..) gesichtet, kopiert, weiterverbreitet und vielleicht bei Bedarf als Kompromat verwendet werden können. Sollte die Krypto schlampig implementiert sein, so muss das kein Vorsatz sein: Der Weg zur Hölle ist oft gepflastert mit guten Vorsätzen. Wichtig ist im Augenblick nur, dass der Quellcode offen liegt, so dass man die Worst Case Szenarien ausschließen kann. Aber auch zur Lizensierung fehlt jeder Hinweis. Insofern finde ich den Artikel schon ziemlich schlecht: Sich über Nickeligkeiten wie schlechte Foto-Features aufzuhalten, während die Kern-Kompetenz der App, ihre Vertrauenswürdigkeit, nur oberflächlich angesprochen wird schickt möglicherweise Leute ins Verderben, die darüber z.B. vermeintlich sicher sexuelle Vorlieben gemeinsam dokumentieren wollen und die diese Daten dann den Five Eyes, dem BND oder anderen kriminellen Organisationen frei Haus liefern die damit direkt erpressen oder ihre Kompromat-Koffer füllen ..
Zitat Artikel: "Der Schlüsselabgleich wird per Bluetooth durchgeführt, die App benötigt weder Internet, noch lädt sie die Bilder in eine Cloud. " Der Hersteller und die SPON-Redaktion behaupten, dass nichts in der Cloud gespeichert wird, haben Sie eine Quelle für Ihre gegenteilige Behauptung?
der_rookie 23.11.2015
5. Hm
Jedes Bild was irgendwie wieder angezeigt wird kann dann wieder weiterverarbeitet werden...
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