HTML5-Fehler: Hack füllt Festplatte mit Katzenbildern
Dieser Hacker hat Humor: Web-Entwickler Feross Aboukhadijeh hat einen Fehler in Web-Browsern entdeckt, der es Angreifern ermöglicht, die Festplatte ihrer Opfer vollzuschreiben. Zum Beweis hat er eine Test-Webseite eingerichtet. Die müllt Rechner mit Katzenbildern voll.
Local Storage ist eine feine Sache. Das W3C (World Wide Web Consortium), die Organisation die Web-Standards festlegt, hat das mit HTML5 eingeführt. Die Erweiterung, die Web-Browsern die Nutzung von lokalem Speicherplatz ermöglicht, ist dafür verantwortlich, das man auch offline mit Programmen arbeiten kann, die im Browser laufen. Googles Bürosoftware Google Docs beispielsweise nutzt diese Technik, so dass man damit erstellte Texte und Tabellen auch ohne Internetverbindung bearbeiten kann.
Der amerikanische Web-Entwickler, Designer und Sicherheitsforscher Feross Aboukhadijeh hat nun aber eine Möglichkeit gefunden, wie die nützliche Technik gegen ihre Anwender verwendet werden kann, meldet heise.de. Wie das geht, erklärt der 22 Jahre alte Stanford-Absolvent in seinem Blog.
Er nutzt dabei eine Schwäche aus, die sich daraus ergibt, dass die Vorgaben des W3C bei einigen Browsern nur unzureichend umgesetzt sind. Zwar begrenzen alle populären Web-Browser den lokalen Speicher auf 2,5 bis 10 Megabyte pro Anwendung. Doch es halten sich nicht alle daran, dass bei der Vergabe dieses Speicherplatzes ein Schutz eingebaut werden soll, der verhindert, dass eine Anwendung dieses Speichervolumen mit einem Trick mehrmals für sich reklamiert.
Laut Aboukhadijeh halten Googles Chrome, Apples Safari und Microsofts Internet Explorer sich nicht daran, solche miteinander verbundenen Speicherplatzanfragen abzublocken. Ein Angreifer könne beliebig viel Speicherplatz auf der Festplatte belegen, indem er seine Anfragen einfach von einer Vielzahl miteinander verbundener Subdomains - also beispielsweise 1.spiegel.de, 2.spiegel.de, 3.spiegel.de und so weiter - abschickt.
Ein Gigabyte in 16 Sekunden
Zum Beweis hat Aboukhadijeh die Webseite filldisk.com eingerichtet, die genau diese Schwachstelle ausnutzt. Sie lädt im Eiltempo so lange Katzenbilder auf die Festplatte desjenigen, der sie mit einem verwundbaren Browser ansurft, bis deren Speicherplatz im schlimmsten Fall komplett gefüllt ist. Im Hintergrund spielt die Seite dabei das berühmte Lied des Trololo-Manns Eduard Khil.
Der Hacker gibt an, dass die SSD in seinem Rechner auf diese Weise mit einem Gigabyte Daten pro 16 Sekunden gefüllt wird. Unser in die Jahre gekommenes Macbook Baujahr 2007 war nicht ganz so schnell zu überfüllen, zeigte nach 16 Sekunden nur 150 Megabyte weniger freien Speicher an.
Weil Aboukhadijeh sich auf der Seite der Guten sieht, hat er auf seiner Beweis-Webseite einen Button eingebaut, mit dem man die Vorführung per Mausklick beenden und den Speicherplatz wieder freigeben kann.
Von dem Fehler betroffen sind ihm zufolge Chrome 25, Safari 6, Opera 12 und der Internet Explorer 10. Die jeweiligen Hersteller hat der junge Amerikaner bereits über seine Erkenntnisse informiert. Nur mit Mozilla musste er keinen Kontakt aufnehmen. Firefox ist der einzige Browser, bei dem sein Hack nicht funktioniert.
mak
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- Freitag, 01.03.2013 – 15:11 Uhr
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Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
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- Web Storage
- Introducing the HTML5 Hard Disk Filler API
- Filldisk.com
- heise.de
für die Inhalte externer Internetseiten.
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