Ehemaliger ZDF-Moderator "Huffington Post" holt Cherno Jobatey - und Boris Becker

Cherno Jobatey wird das Aushängeschild der deutschsprachigen "Huffington Post": Der ehemalige Moderator des ZDF-"Morgenmagazins" soll das Profil der Website prägen, Autoren heranschaffen und selbst Beiträge liefern.

Führungsteam: Jobatey, Huffington, Matthes, Eckert
obs/The Huffington Post/Sabine Brauer Photos für TOMORROW FOCUS AG

Führungsteam: Jobatey, Huffington, Matthes, Eckert


München - Der ehemalige ZDF-Moderator Cherno Jobatey (52) heuert beim deutschsprachigen Ableger der Onlinemediums "Huffington Post" an. Der 52-Jährige werde Editorial Director, bestätigte am Mittwoch der Geschäftsführer von Huffingtons deutschem Partner Tomorrow Focus Media, Oliver Eckert.

Ein Sprecher der "Huffington Post" erklärte, Jobatey solle der Redaktion Beiträge zuliefern, das Autorennetzwerk ausbauen und die Website nach außen vertreten. Seine Rolle könne man mit der eines Anchormans vergleichen: Jobatey als Aushängeschild der "Huffington Post". Er soll von Berlin und München aus arbeiten.

Der ehemalige ZDF-Moderator Jobatey hatte Ende 2012 nach 20 Jahren beim "Morgenmagazin" aufgehört. Ein Sprecher des Senders hatte damals gesagt, in der Redaktion gebe es nach so vielen Jahren das Bedürfnis nach einem Wechsel. Turnschuhe zum seriösen Outfit sind das Markenzeichen von Jobatey, der folgerichtig ein Buch mit dem Titel "Fit wie ein Turnschuh - Minimaler Aufwand, maximaler Erfolg" veröffentlichte.

Die "Huffington Post" will von Donnerstag an auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz ein Nachrichtenportal und eine Plattform für Meinungsbeiträge betreiben, angedockt an das Angebot von "Focus Online". Ausgaben auf Spanisch, Französisch, Italienisch und Japanisch existieren bereits. Das Internetunternehmen AOL hatte die "Huffington Post" 2011 für 315 Millionen Dollar übernommen.

Kritik gibt es am Geschäftsmodell der "Huffington Post", weil nur wenige Journalisten für die Erstellung und Bearbeitung von Inhalten bezahlt werden. Stattdessen setzt die "Huffington Post" auf kostenlose Beiträge. Bei der Übernahme durch AOL gingen die unbezahlten Blogger dann auch leer aus. "Wir wollen nicht wie die Netz-Rowdys dastehen, die Leute ausbeuten", hatte Chefredakteur Sebastian Matthes dem "Medium Magazin" gesagt.

Bei der deutschen Ausgabe der "Huffington Post" werden auch viele Menschen schreiben, die bestimmte Interessengruppen vertreten und von diesen im Hauptberuf bezahlt werden. So sollen Firmenvertreter wie René Obermann (noch bei der Telekom) und Kasper Rorsted (Henkel) oder Berufspolitiker wie Ursula von der Leyen (CDU) und Dorothee Bär (CSU) als Autoren für die deutsche Ausgabe arbeiten.

Einen prominenten deutschen Blogger hat die deutschsprachige "Huffington Post" zum Start schon gefunden: Tennislegende Boris Becker.

ore/dpa

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insgesamt 71 Beiträge
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Seite 1
fear_less 09.10.2013
1.
Zitat von sysopobs/The Huffington Post/Sabine Brauer Photos für TOMORROW FOCUS AGCherno Jobatey wird das Aushängeschild der deutschsprachigen "Huffington Post": Der ehemalige Moderator des ZDF-Morgenmagazins soll das Profil der Website prägen, Autoren heranschaffen und selbst Beiträge liefern. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/huffington-post-holt-cherno-jobatey-a-926964.html
Und von was wird er leben?
jürgendurden 09.10.2013
2. RIP German HufPo
Mit solchen Namen macht man sich ja direkt obsolet....
humbahumba 09.10.2013
3. na klasse
Ein Propagandaportal fuer Spindoktoren und Lobbyisten, getarnt als Nachrichtenportal. Das hat noch gefehlt.
NoName2 09.10.2013
4. Karrieresprung
..na Herzlichen Glückwunsch Tscherno - was für ein Karrieresprung. Die Hafflinger Post - wer kennt sie nicht!
Gegengleich 09.10.2013
5. optional
Diese Meldung kann nur die erste Ente der Huffington Post sein.. oder eine Meldung à la "Neue Spezial" oder "Postillon"....
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