Hype der Woche: Fliegende Menschen in New York

Drei Personen in luftiger Höhe, ohne Fallschirm, Jetpack oder sonstige Hilfsmittel - wie kann das sein? Ein kurzer Clip über fliegende Menschen in New York verzückt derzeit YouTube-Nutzer. Wie aber kamen die schwebenden Figuren in den Himmel über der Skyline?

Drei Figuren drehen Runden um die Pfeiler der Brooklyn Bridge, schweben über die Skyline Manhattans und segeln an der Freiheitsstatue vorbei. Passanten bleiben mit geöffneten Mündern stehen, zücken Kameras und Fotohandys. Das Video, das bei YouTube derzeit für Aufsehen sorgt, macht eine im Grunde sehr einfache Idee zum viralen Hit: fliegende Menschen in New York, simuliert mit aufwendig ausgestatteten ferngesteuerten Flugzeugen.

Drei Personen scheinen da schwerelos über die Wolkenkratzer zu schweben, in Wirklichkeit handelt es sich um modifizierte Modellflugzeuge, gesteuert von drei warm eingepackten Herren. Was wie ein Kunstprojekt oder ein verrückter Streich wirkt, ist in Wirklichkeit Werbung: Am 3. Februar läuft in den USA ein Film namens "Chronicle" an, der von drei jungen Menschen handelt, die bei sich selbst plötzlich Superkräfte entdecken.

Bei YouTube wurde der Clip von einem Account namens ChronicleNYC hochgeladen. Das Filmblog "We are Movie Geeks" erklärt, was es damit auf sich hat: 20th Century Fox hat sich mit der auf virale Videos spezialisierten New Yorker Agentur Thinkmodo zusammengetan, um im Netz ein bisschen Vorfreude auf den Superheldenfilm zu erzeugen. Mit Erfolg: Allein in den ersten 24 Stunden wurde der Clip über 400.000-mal angesehen. Wofür der Clip tatsächlich wirbt, müssen die Zuschauer aber selbst herausfinden. So funktioniert virales Marketing.

Bleibt zu hoffen, dass Fox und Thinkmodo mit der spektakulären Aktion in New York City keine Verkehrsunfälle verursacht haben.

cis

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  • Dienstag, 31.01.2012 – 12:38 Uhr
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Wo kommt der Hype her?
  • Das Internet hat eine neue Form des Unterhaltungskonsums hervorgebracht. Es fing an mit Videos, Fotos, Powerpoint-Präsentationen, die per E-Mail herumgeschickt wurden, ging weiter mit über Instant-Messaging-Dienste verbreiteten Links zu Clips mit skateboardfahrenden Hunden oder ungelenken Kindern beim Lichtschwert-Exerzieren und fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Weitererzähl-Web der digitalen Gegenwart. Der Lacher für die Mittagspause wird heute über Facebook oder Twitter weitergereicht, genau wie der schnelle Niedlichkeits-Kick (Katzenvideos!) als Mittel gegen den grauen Büroalltag oder der mitgefilmte schmerzhaft-dämliche Skateboard-Unfall für zwischendurch.

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  • Und was sich lang genug in den Köpfen der Menschen hält, was weiterverarbeitet, verballhornt, umgedeutet, neu abgemischt wird, bringt es im Informationsverbreitungs-Wunderland Internet vielleicht sogar zum Mem.







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