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Ice Bucket Challenge: Ist George W. Bush ein Warmduscher?

REUTERS

Der einst mächtigste Mann der Welt versucht es mit Humor: George W. Bush hat die Herausforderung angenommen und sich der Ice Bucket Challenge gestellt. Er lässt sich in einem Video nass machen - aber ohne Eiswürfel.

Es sei einem Präsidenten nicht angemessen, sich mit einem Kübel Eiswasser zu übergießen, sagt George W. Bush freundlich in die Kamera und kündigt an, stattdessen lieber einen Scheck auszustellen. Sekunden später ist er pitschnass, weil seine Frau Laura einen Eimer Wasser über seinem Kopf entleert.

Mit seiner Aktion hat sich der einstmals mächtigste Mann der Welt der Ice Bucket Challenge gestellt und damit einen viralen Hit im Internet gelandet. Das Video, das ihn bei seiner Dusche zeigt, hat nach weniger als 24 Stunden schon mehr als eine Million Likes bei Facebook bekommen und wurde fast eine halbe Million Mal geteilt.

Dass der Ex-Präsident sich der nassen Herausforderung stellen musste, hat er einigen prominenten Amerikanern zu verdanken, die ihn dafür nominierten - darunter seine Tochter Jenna.

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"Ice Bucket Challenge": Kübelweise Eiswasser
Denn das ist Teil der Regeln bei der ungewöhnlichen Wohltätigkeitsaktion, die sich seit mehr als zwei Wochen schneeballartig in den sozialen Netzwerken verbreitet: Ein Herausgeforderter entleert einen Eimer mit Eiswasser über sich und darf dann weitere Menschen nominieren, die binnen 24 Stunden dasselbe tun müssen. Tun sie dies nicht, sollen sie 100 Dollar an eine Stiftung zur Bekämpfung der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) spenden.

Der Hinweis auf ALS ist das eigentliche Ziel der Aktion. Die seltene Krankheit führt zu Nervenzerstörungen und fortschreitenden Muskellähmungen. Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist wenig bekannt.

Bill Gates, Tim Cook und Mark Zuckerberg

Das virale Marketing kommt nun der ALS-Forschung zugute: Nach Angaben der ALS-Stiftung sind innerhalb von zwei Wochen vier Millionen Dollar (umgerechnet knapp drei Millionen Euro) an Spenden bei der Organisation angekommen - im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres seien es dagegen nur etwa 1,1 Millionen Dollar gewesen.

Die Summe der Spenden dürfte sich nach den vielen Promi-Eisduschen der vergangenen Tage noch deutlich erhöhen. Zuerst war die Challenge bekannt geworden, weil sich Persönlichkeiten aus der Computerszene dabei filmen ließen, wie sie sich Eiswasser über den Kopf gießen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg war ebenso dabei wie Apple-Chef Tim Cook und Microsoft-Gründer Bill Gates.

Hat Bush geschummelt?

Mittlerweile aber sind nicht nur immer mehr Sport- und Pop-Promis wie Helene Fischer oder Marco Reus dabei. Vielmehr wird der kalte Spaß für einen guten Zweck langsam zum Massenphänomen an dem vor allem Jugendliche Spaß haben.

Wie ernst all die nun vor allem per YouTube nominierten die Regeln nehmen, bleibt abzuwarten. George W. Bush jedenfalls, so vermutet es das "New York Magazine", hat womöglich ein bisschen geschummelt. Es sei ja gar kein Eis in dem Wasser zu sehen, das seine Gattin dem Ex-Präsidenten da über den Kopf gießt. Ist Bush womöglich ein Warmduscher?

mak

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1. ...
burton_ 21.08.2014
Es gibt ja auch schon fast kein Eis mehr... http://www.der-postillon.com/2014/08/wegen-ice-bucket-challenge-weltweite.html
2. Herr George W. Bush ist kein Warmduscher,
Holledauer 21.08.2014
sondern ein ausgemachter Dummkopf! Was dieser Mann mit großem Hurra der US-amerkanischen Wählerschaft im Irak angerichtet hat, ist beispiellos in der jüngeren Geschichte. Es war zwar richtig, ein Land von einem Diktator zu befreien, aber ohne Konzept für die Zeit nach dessen Sturz kein Konzept für eine Errichtung eines politisch stabilen Systems zu haben, ist einfache Blödheit. Zu dieser Blöd-Gesellschaft gehörten natürlich seine Beraterin Condoleeca Rice, sein Vize und insbesondere der Verteidigungsminister Rumsfeld, der sich nicht entblödete, vom "alten Europa" zu sprechen, da sich einihe Länder wie Deutschland unter Gerhard Schröder diesen Wahnsinn nicht mitmachten. Wenn es dumm läuft wird ein Bruder dieses Blödmannes der nächste US-Präsident, nach dem großartigen Versagen des Friedensnobelpreisträgers Obama!
3. war doch wohl klar,
viceman 21.08.2014
diese aktion , ausgelöst durch leute wie zuckerberg & konsorten, macht auch vor kriegsverbrechern wie hr. bush nicht halt. und das weichei beschei... auch noch, wer auf diese aktion reinfällt ist nicht mehr ganz klar im kopf....
4.
pepe_sargnagel 21.08.2014
Zitat von burton_Es gibt ja auch schon fast kein Eis mehr... http://www.der-postillon.com/2014/08/wegen-ice-bucket-challenge-weltweite.html
Auch mir wäre die Reise in die Polarregionen oder sonstwohin, wo es noch "ewiges Eis" gibt zu beschwerlich.
5. Wonderful World
albert schulz 21.08.2014
Die jungen Leute taugen eben nichts mehr. Mao ist mit 120 Jahren noch täglich fünfzig Kilometer durch den eingefrorenen Jangtsekiang geschwommen, und war nachher frisch und ausgeruht. Männer dieses Formats gibt es leider nicht mehr. Dafür gibt es jede Menge Dödel, die sich auf Facebook, Twitter und Youtube herumtreiben, um die Zeit totzuschlagen. Und ein paar gebenedeite Hornochsen berichten davon. Sie nennen das Humor.
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George W. Bush: Amerikas umstrittenster Präsident

Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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