Illegaler Abbau von Zinn: Apple leitet Untersuchung in Indonesien ein

Nach Kritik von Umweltschützern schickt Apple ein Team nach Indonesien. Es soll überprüfen, ob in der Region Bangka Island illegal Zinn abgebaut wird. Erst im Frühjahr hat Samsung eingeräumt, möglicherweise Zinn aus der Region in Smartphones verbaut zu haben.

Sand mit Zinnerz: Umweltschützer fragen nach Zur Großansicht
REUTERS

Sand mit Zinnerz: Umweltschützer fragen nach

Apple beugt sich dem Druck der Umweltschützer: Der Computer-Hersteller schickt ein Team nach Indonesien, um den umstrittenen Zinnabbau in der Region Bangka Island zu untersuchen. Das geht aus einem Bericht des Technologie-Blogs "The Verge" hervor. Demnach seien die Minen dort unsicher, teilweise werde dort unerlaubt Zinn abgebaut. "The Verge" bezieht sich auf einen aktualisierten Absatz auf der Apple-Website über die Verantwortung des Unternehmens für Zulieferer.

Bangka Island in Indonesien sei eine der wichtigsten Regionen für die Zinn-Produktion, heißt es auf der Apple-Website. Die jüngsten Beschwerden darüber, dass in dieser Region illegal Zinn abgebaut werde, habe den Konzern aus Cupertino dazu bewogen, "den Ort zu besuchen, um den Sachverhalt zu klären". Dafür habe Apple eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich um das Thema kümmern soll. Außerdem will Apple eine Studie mitfinanzieren, die Aufschluss über die Minenarbeit in der Region bringen soll.

Der internationale Umweltschutz-Verband "Friends of the earth" hatte den Konzern aufgefordert, die Kunden darüber aufzuklären, woher das Zinn in Macbooks, iPhones und iPads stammt. Auch Deutschland ist mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz in dem Umweltschützer-Verband vertreten, dem sich weltweit 74 Organisationen angeschlossen haben und der mehr als zwei Millionen Mitglieder zählt. Laut der Umweltorganisation ist der Abbau des Metalls in der Region dafür verantwortlich, dass Regenwälder und Korallenriffe zerstört werden und den Fischern die Lebensgrundlage entzogen wird.

Bei den Apple-Zulieferern ist Zinn nach eigenen Angaben das am häufigsten benutzte Material. Demnach verarbeiten 249 Zulieferer das Schwermetall in ihren Bauteilen. Das Material wird vor allem als Lötzinn eingesetzt, da es einen extrem niedrigen Schmelzpunkt hat.

Die Region Bangka Island war bereits im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten. Nach einem Bericht des "Guardian" sollen dort Kinder in den Minen gearbeitet haben. Im April hatte der Apple-Konkurrent Samsung bestätigt, dass möglicherweise Zinn aus der umstrittenen Region in seinen Geräten verbaut werde. Auch bei Samsung hatten die Umweltverbände nachgefragt.

jbr

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insgesamt 7 Beiträge
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1. alter_verwalter
alter_verwalter 12.07.2013
Finde ich gut von Apple, dass sie das machen. Die nehmen endlich die Umweltprobleme ernst - im Gegensatz zu Waffenherstellern wie Samsung.
2.
Ha.Maulwurf 12.07.2013
Zitat von sysopNach Kritik von Umweltschützern schickt Apple ein Team nach Indonesien. Es soll überprüfen, ob in der Region Bangka Island illegal Zinn abgebaut wird.
Ah, NSA-Apple "kümmert" sich also. Seltsam, wo die doch so ganz dolle auf ihre Zulieferer achten.
3.
Battlemonk 12.07.2013
Zitat von alter_verwalterFinde ich gut von Apple, dass sie das machen. Die nehmen endlich die Umweltprobleme ernst - im Gegensatz zu Waffenherstellern wie Samsung.
ja samsung stellt auch waffen her na und?
4. Computerhersteller Apple?
mbraun09 12.07.2013
Computer haben das Unternehmen begründet, aber nie besonders groß gemacht.
5. Auch Deutschland ist mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz in dem Umweltschützer-Ve
fragel 13.07.2013
Ist ja toll und wann radifiziert Deutschland den Passus gegen Abgeordnetenbestechung? Kommt da auch eine Kommission und klärt uns über die erhaltenen Schmiergelder auf?
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