Von Konrad Lischka
Microsoft leistet beim Datenschutz mehr als Google – zu diesem Urteil kommt die britische Bürgerrechtsorganisation Privacy International in ihrem aktuellen Datenschutz-Bericht. Von 23 untersuchten Unternehmen belegt Google den letzten Platz. Eine Katastrophe für das Unternehmen, das als Firmenmotto den Satz "Don't be evil!" (Seid nicht böse) kultiviert hat und lange Zeit vom Saubermann-Image profitierte. Die Stimmung kippt. Jetzt reagiert Google mit einer PR-Offensive.

Google-Startseite: Datenschützer beäugen den US-Konzern kritisch
Google-Boss Eric Schmidt soll in den nächsten Wochen die Datenschutz-Kampagne vorantreiben. Die Kritiker des Konzerns sprechen von einem sichtbaren Wandel bei Google. Simon Davies, Geschäftsführer von Privacy International sagte der Financial Times, offenbar hätte das obere Management bei Google verstanden, dass Datenschutz-Fragen den Wert der Firma beeinflussen könnten. Allerdings schränkt Davies ein, dass die angekündigte Initiative zwar "symbolisch bedeutsam" sei, aber jetzt noch niemand sagen könne, ob "sie darüber hinausgehende Bedeutung" hat.
Ob die PR-Kampagne Googles ramponiertes Image verbessern wird, ist völlig offen. Ebenso fraglich bleibt, ob der Konzern nun auch seine Datenschutz-Politik ändern wird.
Hier Googles Datenschutz-Probleme im Überblick
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