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Instant Articles: Facebook weitet sein Nachrichtenexperiment stark aus

Facebook-Logo: Instant Articles bald für Publisher "jeglicher Größe" Zur Großansicht
REUTERS

Facebook-Logo: Instant Articles bald für Publisher "jeglicher Größe"

Artikel direkt auf der Plattform veröffentlichen und so Ladezeit sparen: Das ist das Konzept hinter Facebooks Instant Articles. Bald steht die Funktion viel mehr Nutzern als bislang zur Verfügung.

Es hat mit einem vorsichtigen Test für wenige Inhalteanbieter wie "Buzzfeed" und die "New York Times" begonnen, nun will Facebook bald allen Verlegern weltweit die Möglichkeit geben, Texte als sogenannte Instant Articles in dem Online-Netzwerk zu veröffentlichen. Die Änderung soll am 12. April während der jährlichen Entwicklerkonferenz F8 in Kraft treten, wie Facebook am Mittwoch ankündigte. Ab dann werde jeder Anbieter von Inhalten unabhängig von Größe und Standort multimediale Artikel über die Plattform anbieten können.

Die Webseite "Re/code" berichtet sogar, dass der Hinweis auf "jegliche Größe" der Anbieter bedeutet, dass auch Einzelpersonen, die ihre Inhalte auf Plattformen wie Tumblr oder Medium veröffentlichen, bald auf Instant Articles zugreifen könnten. Eine Anfrage an Facebook dazu wurde bisher noch nicht beantwortet. Interessant wäre diese Option vor allem dann, wenn Plattformen wie Tumblr oder WordPress das automatische Posten von Beiträgen als Instant Article ermöglichen würden, spekuliert die Online-Seite "The Verge".

Bei Instant Articles werden die Inhalte direkt bei Facebook statt bei den Medienhäusern gespeichert, um die Ladezeiten beim Lesen auf Smartphone oder Tablet zu verkürzen. Facebook kann - wenn erwünscht - auch die Vermarktung der Werbung übernehmen, durch Facebooks Anzeigenpool Audience Network. Skeptiker warnen vor einem Kontrollverlust für die Verlage: Werden die Leser überhaupt noch wahrnehmen, welche Medienmarke der Urheber der Inhalte ist?

Bisher hat Facebook in einer Testphase mit einer Reihe von Medien zusammengearbeitet, die mit Instant Articles Erfahrungen sammeln wollten. Dazu gehörten in Deutschland als erste SPIEGEL ONLINE und Bild.de. Im November hatte Facebook dann den Kreis der Medien, die Instant Articles testen, noch einmal deutlich erweitert, hinzu kamen zum Beispiel die "Tagesschau" und das "Handelsblatt".

Facebook ist mit geschätzten 1,6 Milliarden Nutzern das größte Online-Netzwerk der Welt. Es versucht schon seit längerem, sein Netzwerk als Hauptnachrichtenquelle der Nutzer zu positionieren.

dpa/gru

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
Airkraft 18.02.2016
"Fakebook", sag ich doch schon immer :-(
2. Facebook, wie andere übliche Netzwerke
managerbraut 18.02.2016
sind bei uns gänzlich gesperrt, geblockt da wir an solchen Netzwerken weder ein Interesse haben, wir keinen Nutzen erkennen und nicht bereit sind für nutzlose Netzwerke gebührenpflichtigen Traffic zu bezahlen um uns mit Werbung zumüllen lassen zu sollen. Dabei zählen wir mit zu den ganz alten Hasen aus den Anfangszeiten von Unix und dem Internet mit Akustikkoppler - Modem privat, wie beruflich. Vielleicht zählen wir aus eigenen Erfahrungen gerade deshalb mit zu den Gegenern sozialer Netzwerke und deren globaler Mißbrauch persönlicher, personenbezogener Daten!
3. Von wenig zu inflationär
singlesylvia 18.02.2016
Aus dem Artikel: ---Zitat--- Es hat mit einem vorsichtigen Test für wenige Inhalteanbieter wie "Buzzfeed" und die "New York Times" begonnen, nun will Facebook bald allen Verlegern weltweit die Möglichkeit geben, Texte als sogenannte Instant Articles in dem Online-Netzwerk zu veröffentlichen. ---Zitatende--- Wo viele zusammenkommen, wird die Qualität inflationär und wird letztlich auch darunter leiden (sieht man ja schon an unserem Fernsehangebot). Mein Vorschlag: Aus jedem Land nur ein Anbieter, und zwar der in dem Land politisch neutralste bzw. ausgewogenste.
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