Internationaler Katzentag Liebe Leserin, lieber Leser,

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am Dienstag ist internationaler Katzentag! Was, das wussten Sie nicht? Dann bin ich damit wenigstens nicht allein. Selbst der deutschen Wikipedia ist dieses Ereignis nur eine Randnotiz wert, ganz weit unten auf dem ansonsten episch ausführlichen Eintrag zur Hauskatze. Das wird dem Thema nicht gerecht, immerhin liefert eine Google-Suche nach dem Begriff "Cat" mehr als zwei Milliarden Treffer.

Lässt man außer Acht, dass einige davon einem Hersteller von Baumaschinen gelten, erschließt sich aus der gewaltigen Zahl die Wichtigkeit der haarigen Vierbeiner für Netznutzer. Mich haben Kollegen auf den Katzenfeiertag aufmerksam gemacht, den es eigentlich gar nicht gibt, zumindest nicht offiziell. Wer ihn ins Leben gerufen hat, weiß heute niemand mehr, auch die Intention ist unklar.

Sicher ist aber: Sie werden diese Woche im Internet Katzen sehen, sehr viele Katzen. Denn Cat Content, mit dem man die Katzen feiern kann, gibt es genug - egal ob lustig, niedlich oder verwegen. Und wenn Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie sich das ebenso legendäre wie sinnentleerte Video von der Nyan Cat an, so wie es 150 Millionen YouTube-Nutzer vor Ihnen gemacht haben. Hätte es das Internet nicht schon gegeben, wäre es wohl für Katzenvideos erfunden worden.

Donald Trumps "echte Nachrichten"

Wird negativ über Donald Trump berichtet, kann man sich sicher sein, dass der sich in der Folge über Fake News aufregt. Jetzt hat der US-Präsident sich aber etwas Neues einfallen lassen. Auf seiner Facebook-Seite lässt er ein Mal pro Woche per Videobotschaft das verlesen, was seiner Meinung nach "Real News" sind.

In der ersten Folge hatte seine Schwiegertochter Lara vor der Kamera gestanden, nun wurde sie von der Ex-CNN-Moderatorin Kayleigh McEnany abgelöst. Auffällig, wenn auch wenig überraschend: Beide Videos preisen Trumps Leistungen und betonen etwa, dass die Arbeitslosenzahlen auf den niedrigsten Stand seit 16 Jahren gesunken seien. Viel mehr Nachrichten sind in rund zwei Minuten pro Woche wohl nicht unterzubringen. Um Trumps Botschaft zu vermitteln, reicht es.

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Playstation-Spiele zum Streamen: Sony testet Playstation Now

Für einen Monatspreis unbegrenzt Dutzende ältere Playstation-Spiele auf dem PC oder der Playstation 4 spielen: Das verspricht Playstation Now, ein Sony-Dienst, der demnächst nach Deutschland kommen soll. Gerade ist hierzulande der Betatest gestartet. Wir konnten daher am Wochenende die Playstation-3-Versionen von Klassikern wie "The Last of Us", "Red Dead Redemption" und "Uncharted 3" auf einer Playstation 4 spielen.

Anders als etwa die Spiele, die man als Playstation-Plus-Abonnent kostenlos nutzen kann, werden die Now-Spiele gestreamt. Das heißt: Wenn die Internetverbindung hakt, war's das. Ein Symbol weist im Idealfall schon vorher auf Verbindungsprobleme hin, sodass man schnell speichern kann. Auch wenn man zu lange inaktiv ist, wird das laufende Spiel beendet.

Bei unserem Test mit einer 50 Mbit/s-Verbindung liefen die Now-Spiele flüssig, Eingabeverzögerungen bemerkte man kaum. Das erste Fazit daher: Now hat Potenzial, gerade für Spieler, die nie eine Playstation 3 besessen haben. Bequemer als Streams sind im Zweifel aber echte Downloads.


Seltsame Digitalwelt - eine Anekdote: Neue Sim-Karte? Nur mit Ausweis!
von Angela Gruber

Nach zwei Jahren endete neulich endlich die Mindestvertragslaufzeit meines Handyvertrags. Zur Sicherheit hatte ich ihn schon Monate vorher gekündigt, was zu einer Flut an Bitte-bleiben-Sie-doch-E-Mails und -SMS führte. Doch die konnten mich nicht umstimmen. Stattdessen kaufte ich bei einem Lebensmittel-Discounter eine günstige Prepaid-Sim. Seit dem 1. Juli geht das in Deutschland nur noch, wenn man seinen Ausweis vorlegt.

An der Kasse wollte aber niemand Dokumente sehen. Ich freute mich schon wegen der laschen Kontrolle. Beim Aktivieren der Karte daheim musste ich dann aber doch noch meine persönlichen Daten rausrücken. Die Wohnung musste ich dafür nicht verlassen. Stattdessen erledigte ein schlecht gelaunter Discounter-Mitarbeiter mit Headset den Ausweis-Check per Videochat. Er bat mich, meinen Ausweis vor die Kamera meines Laptops zu halten, sie hin- und herzuschwenken. Dabei kann man sich ziemlich komisch vorkommen. Doch für meinen Gesprächspartner war das alles nur Routine. Nach wenigen Minuten war der Chat vorbei - und meine SIM-Karte aktiviert.



Die App der Woche: Vertrauenswürdige Kontakte
getestet von Sebastian Meineck

Mit der App "Vertrauenswürdige Kontakte" kann man im Notfall den Standort einer Person ermitteln. Wer zum Beispiel auf eine Reise geht, kann in der App festlegen, wer seinen vom Smartphone ermittelten Standort abfragen darf. Typischerweise würde man diese Möglichkeit seinem Partner, guten Freunden oder Familienmitgliedern einräumen.

Fragt dann eine dieser Personen die aktuelle Position des Nutzers ab, erscheint auf dessen Smartphone ein entsprechender Hinweis. So kann man die Weitergabe der Ortungsdaten ablehnen, solange alles in Ordnung ist und man seine Privatsphäre behalten will. Wenn der Nutzer aber nicht binnen fünf Minuten reagiert, gibt die App den Standort an die Daheimgebliebenen weiter.

Gratis von Google, ohne In-App-Käufe: iOS, Android

Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Political Donors Put Their Money Where the Memes Are" (Englisch, zehn Leseminuten)
    Wer möglichst schnell möglichst viele Menschen für seine politischen Ziele beeinflussen will, muss das abseits von TV, Radio und Zeitungen tun. Dieser Text erklärt, wie Superreiche Massenphänomene im Netz erzeugen lassen.
  • "Augmented und Mixed Reality: Beispiele, Anwendungen, Potenziale" (Deutsch, 20 Leseminuten)
    Alle Welt redet von VR, AR und jetzt auch noch MR, aber oft werden die Begriffe wild durcheinandergebracht. Das Magazin "Upload" dröselt die Unterschiede auf, gibt Beispiele für Anwendungen.
  • "Kommt das Emoji vor oder hinter das Satzzeichen?" (Deutsch, fünf Leseminuten)
    Wir benutzen sie alle, aber benutzen wir sie auch richtig? Der WDR versucht die Frage zu klären, wie und wo man Emoji in seinem Satzbau unterbringen sollte.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Katzen eine schöne Woche,

Matthias Kremp

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
klugscheißer2011 08.08.2017
1. Wer fragt sie?
Und was ist mit den Persönlichkeitsrechten der Katzen? Wer fragt sie, ob sie überhaupt fotografiert und zur Schau gestellt werden wollen? :-) Ohne ihre ausdrückliche Zustimmung dürfen die Fotos und Videos der Katzen gar nicht ins Netz gestellt werden. Ihr glaubt das nicht? Nun, ich kenne einen Berufsfischer, mit dem die ARD mal einem Film gemacht hat. Weil er dabei auf Geheiß der Regie einen Fisch von seinem Fang in die Kamera hielt, bekam er eine Strafanzeige eines Tierschützers wegen Zurschaustellung eines gefangenen Tieres! Nun könnte man meinen, dass jeder Staatsanwalt in Deutschland solch eine Anzeige zurückweist und den Anzeigenden wegen grobem Unfugs belangt - Fehlanzeige! Also überlegt es Eich nochmal, ob Ihr die Katzen ungefragt im Internet zur Schau stellen wollt. ich zeige Euch alle an! :-)
lachina 08.08.2017
2.
Zitat von klugscheißer2011Und was ist mit den Persönlichkeitsrechten der Katzen? Wer fragt sie, ob sie überhaupt fotografiert und zur Schau gestellt werden wollen? :-) Ohne ihre ausdrückliche Zustimmung dürfen die Fotos und Videos der Katzen gar nicht ins Netz gestellt werden. Ihr glaubt das nicht? Nun, ich kenne einen Berufsfischer, mit dem die ARD mal einem Film gemacht hat. Weil er dabei auf Geheiß der Regie einen Fisch von seinem Fang in die Kamera hielt, bekam er eine Strafanzeige eines Tierschützers wegen Zurschaustellung eines gefangenen Tieres! Nun könnte man meinen, dass jeder Staatsanwalt in Deutschland solch eine Anzeige zurückweist und den Anzeigenden wegen grobem Unfugs belangt - Fehlanzeige! Also überlegt es Eich nochmal, ob Ihr die Katzen ungefragt im Internet zur Schau stellen wollt. ich zeige Euch alle an! :-)
meine Katze ist eine Rampensau - und ja, sie will.....;) jetzt ernsthaft: IKatzenvideos sind niedlich und führen zu vielen Clicks. Aber ich bitte hiermit alle Filmer, ihr Tier nicht zu erschrecken und zu ängstigen, damit es irre aussieht (Augen aufreißt) , jault ( höchste Angst) und "lustige" Sprünge macht. ( Schreck)Das ist nämlich Tierquälerei und für die Katze gar nicht komisch.
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