Internetkonferenz in Berlin: re:publica erwartet 5000 Teilnehmer

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re:publica

Logo der Konferenz: Die deutsche Internetszene trifft sich in Berlin

Von Montag bis Mittwoch trifft sich die deutsche Internetszene in Berlin. Zur siebten Auflage der re:publica werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet. Wir haben ein paar Tipps - und übertragen wichtige Veranstaltungen im Livestream.

Zur re:publica, einer Art Jahrestreffen der deutschen Internetszene, werden vom kommenden Montag an rund 5000 Besucher in Berlin erwartet. Sie können auf dem Gelände des ehemaligen Dresdner Bahnhofs auf sieben Bühnen Veranstaltungen ansehen und Workshops besuchen. "Wir sind wieder ein bisschen gewachsen", sagt Organisator Markus Beckedahl. "Die re:publica wird immer mehr zu so einem Festival, wie wir es schon immer wollten." Die Konferenz fand 2007 erstmals statt, damals mit 700 Besuchern.

Das Motto der diesjährigen Runde lautet "In/Side/Out". Es soll unter anderem symbolisieren, dass digitales und analoges Leben immer mehr miteinander verschmelzen, sagt Beckedahl. "Es gibt ja Menschen, die sehr bewusst ins Internet gehen und dann auch wieder rausgehen." Das gelte für die meisten Konferenzteilnehmer nicht: Für sie sei das Digitale Teil ihres Alltags.

Mehrere Vorträge beschäftigen sich mit dem Thema Netzneutralität, das durch die Diskussion um eine Geschwindigkeitsdrosselung für Telekom-Neukunden unerwartet an Aufmerksamkeit gewann. Auch Internetkultur und politische Aktionen im Netz stehen auf dem Programm.

Unsere Republica-Highlights
Judith Horchert, Netzwelt-Redakteurin
"Stimmt das? Check mit dem ZDF die Fakten im Wahlkampf", Sonja Schünemann und Michael Umlandt, Montag, 16 Uhr
Über diesen Faktencheck hat man vorab viel gehört, allerdings nicht nur Positives. Ich wünsche mir, dass man sich hier selbst eine Meinung dazu bilden kann, ob diese Zusammenarbeit problematisch oder großartig werden könnte.
"10 Vorschläge um die Welt zu verbessern", Felix Schwenzel, Mittwoch, 12.30 Uhr
Ich hoffe, dass ich es zu diesem Vortrag schaffe, denn der wird sicher unterhaltsam - Felix Schwenzel kann irre komisch sein. Für mich wäre das an meinem freien Tag auch eine Verschnaufpause. Denn "über das Internet werde ich nur am Rande sprechen", schreibt der Vortragende selbst in der Beschreibung.
"The first thing we do, let's kill all the lawyers - Die Anwälte, das Internet und die Abmahnungen", Jörg Heidrich, Mittwoch 12.30 Uhr
Diesen Vortrag finde ich spannend. Das ganze Abmahnwesen und Abmahnungsabwehrwesen ist meiner Ansicht nach viel zu mächtig und viel zu undurchsichtig. Sicher wünschen sich viele, dass mehr unternommen wird gegen die "rechtliche Landplage", wie Joerg Heidrich sie nennt. Vielleicht gibt es hier ein paar gute Denkanstöße.
Konrad Lischka, Netzwelt-Redakteur
"Innovating Africa", Erik Hersman, Montag, 11 Uhr
Worüber Erik Hersman spricht, weiß ich noch nicht, aber er hat viel zu erzählen. Hersman ist in Kenia und dem Sudan aufgewachsen, er lebt in Nairobi, berät und vernetzt dort Start-up-Gründer.
"Political Advocacy and the Internet", Ben Scott, Montag, 12.15 Uhr
Ben Scott hat Hillary Clinton in Sachen Internet beraten, im US-Außenminsterium gearbeitet und will nun NGOs erklären, wie das Web alles verändert. Ich will wissen, ob er mehr zu sagen hat als die platte, falsche These, dass das Internet alles besser macht, die Machtlosen stärkt, die Mächtigen in ihre Schranken weist - aber all das bitte nicht in den USA, wo der Staat Überwachung und Kontrolle im Netz ständig ausbaut.
Vera Kämper, Social-Media-Redakteurin
"Blogging and tweeting in Asia", Ravish Kumar, Hu Yong, Shahidul Alam, Mittwoch, 11.15 Uhr
Ich nutze täglich Twitter, 300 Millionen Asiaten nutzen Weibo - doch worüber twittern sie? Passt in ihre Kurznachrichten eine Kurzgeschichte? Fragen, auf die ich schon immer Antworten wollte.
"Über Nutzen und Risiken von #openjournalism", Daniel Bröckerhoff, Mittwoch, 15 Uhr
Genau das Thema, mit dem ich mich in meinem Alltag beschäftige. Vielleicht gibt's neue Erkenntnisse?
"Medienkompetenz auf dem Lehrplan", Ute Pannen, Michel Schröder, Mittwoch, 12.30 Uhr
Schüler 'lost' in Facebook, informiert durch Wikipedia. Das geht ja ständig schief. Deswegen sollte Medienkompetenz auf den Lehrplan. Nur wie? Vielleicht klärt das dieses Panel.
"Laptop Yoga", Annina Luzie Schmid, Mittwoch, 10 Uhr
Das klingt so skurril, das muss man sich einfach anschauen.
Ole Reißmann, Netzwelt-Redakteur
"Take a ride on the Cyberpunk Express train", Keren Elazari, Mittwoch 11.15 Uhr
Der Cyberpunk ist zurück! Unterscheidet sich das, was sich Science-Fiction-Autoren vor 30 Jahren ausgedacht haben, noch von unserer Gegenwart? Ich bin gespannt, was Elazari dazu erzählt.
"Wer bist Du wirklich? Wir basteln uns ehrliche Social-Media-Accounts!", Ninia Binias, Dienstag, 19.15 Uhr
Was ist dran an unseren hochgezüchteten und blankpolierten Online-Egos - und sind die ehrlichen Kontaktanzeigen in der "Neon" nicht viel lustiger als sauberste Checkerprofile?
"Demokratisierung der Drohne?", Jutta Weber, Mittwoch, 11.15 Uhr
Eigentlich wollen wir alle im Spielzeugladen Drohnen kaufen und tolle Experimente starten. Aber was, wenn der fiese Nachbar uns mit einer Kameradrohne nachstellt? Ich bin gespannt auf eine Diskussion für und wider Regulierung.

ore/dpa

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1. na dann
Nonvaio01 03.05.2013
Zitat von sysopVon Montag bis Mittwoch trifft sich die deutsche Internetszene in Berlin. Zur siebten Auflage der re:publica werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet. Wir haben ein paar Tipps - und übertragen wichtige Veranstaltungen im Livestream. Internetkonferenz in Berlin: re:publica erwartet 5000 Teilnehmer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/internet-konferenz-in-berlin-re-publica-erwartet-5000-teilnehmer-a-897929.html)
hoffen wir mal das Spon auch an die Telekom gezahlt hat damit man dafuer nicht seine allowances verbraucht. Und Spon bitte den stream kleinhalten, damit die 2Mbit superleitung das auch schafft. Totaler Witz eine solche Konferenz im Internetwuestenland Deutschland zu halten. Rumaenien waehre da besser geignet, die haben wenigstens vernuenftiges Interent.
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