iPod-Mord Steve Jobs kondoliert persönlich

Apple-Chef Steve Jobs hat dem Vater eines am Samstag getöteten Teenagers aus Brooklyn telefonisch sein Beileid ausgesprochen. Der Grund: Der 15-Jährige wurde wegen seines iPods erstochen.


New York - Der Teenager Christopher R. war am Samstag im New Yorker Stadtteil Brooklyn erstochen worden. Am späten Nachmittag hatte eine Gruppe Jugendlicher Christopher und seine beiden Freunde umstellt und die Herausgabe von Wertsachen verlangt, darunter befand sich auch der kleine MP3-Spieler. Als sich Christopher weigerte den iPod herauszugeben, begann die Gruppe auf ihn und einen seiner Freunde einzuschlagen, schließlich zog einer der Angreifer ein Messer und stach zweimal auf Christopher ein. Ein 16-Jähriger wird der Tat verdächtigt und festgenommen.

Der "New York Times" zufolge bat ein Assistent von Jobs am Montag bei einem Lokalreporter um die Nummer der Eltern des Ermordeten. Am gleichen Tag kam der Anruf von Steve Jobs. "Ich wusste nicht, wer er war", erklärte Christophers Vater der "New York Times".

Jobs sagte am Telefon, dass er den Schmerz des Vaters verstehen könne. "Er war so vertraulich. Nach jedem Wort machte er eine Pause, als käme jedes von ihm ausgesprochene Wort von seinem Herzen", sagte der Vater.

Laut "Washington Post" stieg der iPod-Klau in den ersten drei Monaten dieses Jahres in New York um 18 Prozent. Der Diebstahl in U-Bahnen habe sich zu einem ernsthaften Problem ausgeweitet, musste die New Yorker Metropolitan Subway Authority eingestehen.



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