Hobart International Airport IS-Anhänger kapern Website von australischem Flughafen

Unbekannte haben die Website eines australischen Flughafens manipuliert. Eine Botschaft, die die Angreifer auf der Seite hinterließen, deutet auf einen islamistischen Hintergrund hin.

Glasfaserkabel: Website von australischem Flughafen manipuliert
DPA

Glasfaserkabel: Website von australischem Flughafen manipuliert


Die Website des Hobart International Airport ist am Sonntag (Ortszeit) von mutmaßlichen Sympathisanten der Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) angegriffen worden. Nach Polizeiangaben hinterließen die Angreifer auf der Internetseite des Flughafens eine Solidaritätserklärung für den IS. Die Website des auf der Insel Tasmanien gelegenen Airports sei danach nicht mehr zu erreichen gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Auch am Montagmorgen ergaben Versuche, die Startseite des Hobart International Airport aufzurufen, lediglich Fehlermeldungen. Unterseiten jedoch, auf denen beispielsweise Ankünfte und Abflüge gelistet werden, waren erreichbar.

Drohungen gegen den Flughafen soll es nicht gegeben haben. Die Behörden haben das Flughafengelände nach dem Vorfall auf verdächtige Aktivitäten untersucht, die Überprüfung habe jedoch keine Hinweise auf eine direkte Gefährdung des Flughafens ergeben, heißt es. Laut der Polizei glich die Botschaft den bei früheren IS-Angriffen veröffentlichten Erklärungen.

Zuletzt war TV5 Monde ein Ziel

Die Flughafenbetreiber erklärten, der Internetdienstleister, auf dessen Servern die Webseite gehostet wird, überprüfe nun seine Sicherheitsvorkehrungen.

Mit der IS-Miliz verbundene Hacker verübten zuletzt vermehrt Cyberangriffe. So legten sie in der vergangenen Woche den französischen Auslandssender TV5 Monde lahm. Australien beteiligt sich an der internationalen Militärkoalition unter Führung der USA, die seit dem Herbst im Irak mit Luftangriffen gegen die IS-Miliz vorgeht.

Die australischen Behörden sind seit Längerem über eine wachsende islamistische Szene im Land besorgt. Wie andere westliche Staaten auch, sehen sie eine besondere Bedrohung durch radikalisierte Rückkehrer aus den Konflikten in Syrien und im Irak.

Der Hobart International Airport wird von allen größeren australischen Fluggesellschaften angeflogen, bietet aber trotz seiner Bezeichnung keine Flüge zu internationalen Zielen, sondern lediglich zu inneraustralischen Destinationen an. Für den Montag werden lediglich ein Dutzend ankommende Flüge erwartet.

mak/afp

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insgesamt 2 Beiträge
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polykratius 13.04.2015
1. Der Terror geht weiter
Auch wenn die Religion des Friedens & der Toleranz es nun auf diesem Wege versucht die Welt zu bekehren wäre es sehr schön wenn sich Gruppen wie Anonymus oder CCC mit den Kräften der Exekutive zusammentun könnten um diesen gemeinsamen Feind einzugrenzen und dingfest zu machen. Auch wenn wir ja alles sehr genau wissen das der Islamische Staat ja nichts, aber so ganz und gar gar nichts mit dem Islam zu tun hat. Das wissen ja auch die Taliban (übrtzg. "Schüler") das dem so ist und es sich nur um rechtslastige Propaganda handelt.
geotie 13.04.2015
2. yoooh
Das ist bestimmt das Werk der Trottels aus dem Westen. Glaube kaum, dass die eigentlichen Taliban das Wissen dafür haben. Schätze, Egoshooter, die den absoluten Kick gesucht haben, sind die eigentlichen Verursacher. Und dabei wollten solche Leute doch gar nichts mit dem bösen Westen zu tun haben.
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