iSteve: Steve-Jobs-Film feiert Premiere im Web

Schauspieler Justin Long: Früher Mac-Darsteller, heute Steve-Jobs-Impersonator Zur Großansicht
funny or die

Schauspieler Justin Long: Früher Mac-Darsteller, heute Steve-Jobs-Impersonator

Die erste Verfilmung des Lebens von Steve Jobs ist fertig - und kann kostenlos im Web angeschaut werden. In "iSteve" machen sich Comedy-Filmer über das Genre der Biopics lustig und werfen einen persönlichen Blick auf das Leben des Apple-Gründers. Dafür recherchiert haben die Macher fast nur in der Wikipedia.

Der Steve-Jobs-Film kam nun doch früher als erwartet. Ursprünglich war die Veröffentlichung der Biografie "iSteve" für den 15. April vorgesehen, wurde aber wegen der Bombenanschläge in Boston auf den 17. verschoben. Nun ist er aber doch bereits seit dem 16. April in voller Länge und kostenlos im Web zu sehen.

Die erste filmische Steve-Jobs-Biografie, die einem großen Publikum gezeigt wird, ist gleichzeitig die billigste und die am schnellsten gedrehte. Das Drehbuch sei in nur drei Tagen entstanden und basiere weitgehend auf Angaben aus der Wikipedia-Seite über Steve Jobs, sagte Ryan Perez, Drehbuchautor und Regisseur des Films, der "New York Times". Für den eigentlichen Dreh brauchte die Crew demnach lediglich fünf Tage. Ein echtes Low-Budget-Projekt eben. Verstecken muss sich der Film deshalb nicht. Schon des liebevollen, selbstgemachten Soundtracks wegen, der stilistische Anleihen bei Bands wie den Beatles und Manfred Mann's Earth Band macht.

Die Rolle des Steve Jobs hat Justin Long übernommen, der nicht nur aus Filmen wie "Stirb langsam 4.0" und "Die Lincoln Verschwörung" bekannt ist. Vielen dürfte er vor allem als Darsteller des Mac in Apples "Mac vs. PC"-Werbespots bekannt sein. Jorge Garcia, der den Part von Steve Wozniak übernommen hat, ist bekannt aus der TV-Serie "Lost".

"iSteve" ist das bisher aufwendigste Projekt der Comedy-Website "Funny or Die". Die Idee zu dem Film sei bei einem Brainstorming entstanden, erklärten die Macher der "New York Times". Eigentlich habe man nur einen parodistischen Trailer zu einem fiktiven Steve-Jobs-Film drehen wollen, dann aber so lange darüber gewitzelt, dass am Ende ein 78-Minuten Film dabei herauskam.

Die Kritiken, die der Film bislang in Webforen bekommen hat, sind allerdings wenig lobend. Zu sehr merke man ihm das enge Budget an, zu wenig Neues gebe es zu sehen, und vor allem sei das Ganze nicht witzig, sind die am häufigsten geäußerten Kritikpunkte.

Für Apple-Fans und Interessierte dürfte "iSteve" auf absehbare Zeit trotzdem die einzige Möglichkeit sein, einen Film über den Apple-Gründer zu sehen. Der Film "Jobs" mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle wurde zwar bereits im Januar auf dem Sundance Film Festival gezeigt, bekam dort aber durchwachsene Kritiken. Sein offizieller Starttermin wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein weiterer Jobs-Film von "The Social Network"-Regisseur David Fincher ist noch in Arbeit, könnte zum Jahresende in die Kinos kommen.

mak

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Die Begeisterung vor allem der linken Schickeria für Jobs
caligula4ever 17.04.2013
entlarvt deren eigentliche Einstellung mehr als alles andere: Jobs war ein Kapitalist reinsten Wassers. Und dann noch dämlich genug, esoterischen Wunschvorstellungen den Vorzug zu geben, als es um seine Erkrankung ging.
2. Das ist ja was ganz Neues!
egon_kallinski 17.04.2013
Zitat von caligula4everentlarvt deren eigentliche Einstellung mehr als alles andere: Jobs war ein Kapitalist reinsten Wassers. Und dann noch dämlich genug, esoterischen Wunschvorstellungen den Vorzug zu geben, als es um seine Erkrankung ging.
Steve Jobs war ein Kapitalist? Das hätte ich jetzt wirklich nicht für möglich gehalten! Welch eine Erkenntnis! Was entlarvt der Poster als nächstes? Der US-Präsident ein Schwarzer? Der Bundeskanzler eine Frau? Ich bin schon sehr gespannt! Den "iSteve" habe ich mir eben im Internet angeschaut. Sehr lustig, sehr humorvoll und auch sehr wahr! Ohne die anderen Projekte zu kennen: Das ist der beste Film über Steve Jobs. Alleine die Szene mit der Pixar-Tischlampe.... Großartig!
3.
totalmayhem 17.04.2013
Zitat von sysopfunny or dieDie erste Verfilmung des Lebens von Steve Jobs ist fertig - und kann kostenlos im Web angeschaut werden. In "iSteve" machen sich Comedy-Filmer über das Genre der Biopics lustig und werfen einen persönlichen Blick auf das Leben des Apple-Gründers. Dafür recherchiert haben die Macher fast nur in der Wikipedia. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/isteve-die-steve-jobs-parodie-mit-justin-long-a-894816.html
Wer's braucht... In Pirates of Silicon Valley wird der Loser wenigstens realitistisch portraetiert, kulminierend in Bill Gates' ultimativen Triumph. Pirates of Silicon Valley trailer - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=lEyrivrjAuU)
4. Film
macfan 17.04.2013
---Zitat von Kremp--- Für Apple-Fans und Interessierte dürfte "iSteve" auf absehbare Zeit trotzdem die einzige Möglichkeit sein, einen Film über den Apple-Gründer zu sehen. ---Zitatende--- Bereits seit 1999 besteht die Möglichkeit, die interessante Parallelbiographie von Jobs und Gates zu sehen: Pirates of Silicon Valley, deutsch: Die Silicon Valley Story Gruß, Horst
5. Jep
theadlaberlin 17.04.2013
Schließe mich meinen Vorrednern an. Pirates of the silicon valley is wirklich gut. Noah whylie , bekannt aus e.r. war für mich als Steve Jobs sehr gut.
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