IT-Forscher So leicht können Kriminelle Websurfer aushorchen

Ob Pornoseiten, Extremistenforen oder Selbsthilfeportale - über eine Browser-Sicherheitslücke können Seitenbetreiber ausspähen, wo sich ihre Besucher sonst noch im Netz herumtreiben. Dass das geschieht, haben US-Forscher nachgewiesen. Experten sind alarmiert.

Gefahr im Nacken: Beim Banking ausspioniert zu werden, kann sehr teuer werden
Corbis

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Irgendwann wird diesen Witz wohl keiner mehr verstehen: "Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist", stand 1993 unter einem Cartoon des US-Magazins "New Yorker". Zu sehen war ein Vierbeiner vor einem Rechner, der die Vorzüge der Anonymität im Netz lobt. Heute müsste das Tier wohl sagen: "Das Internet weiß, dass jemand hier ständig Hundefotos aufruft. Aber wer rechnet schon mit einem Hund?" Denn so langsam schwindet die Anonymität im Web. Eine Reihe technischer Entwicklungen macht es möglich, mit etwas Aufwand das Surf-Verhalten einzelner Web-Nutzer zu verfolgen und womöglich sogar mit Namen oder zumindest Profilen in sozialen Netzwerken zu verknüpfen.

Mit solchen serverseitigen Analysemethoden beschäftigt sich die US-Verbraucherschutzbehörde FTC. In einem nun veröffentlichten Datenschutzbericht schlägt die FTC vor, dass Software-Hersteller und Online-Dienstleister einen universellen "Nicht-Verfolgungsmechanismus" ("do not track mechanism") entwickeln. Über diese Funktion sollen Internetnutzer mit einem Mausklick sämtlichen Analysen ihres Surf-Verhaltens widersprechen können. Bis Ende Januar sammelt die FTC Stellungnahmen zu der Idee.

Was das FTC-Papier recht abstrakt als "Verfolgungsmechanismen" beschreibt, ist eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden, mit denen man das Surf-Verhalten an bestimmten Computern auswerten und mit Aufwand zum Teil auch einzelnen Personen zuordnen kann.

Surf-Verhalten abgreifen, Rechner identifizieren, den Profilen Klarnamen zuordnen - SPIEGEL ONLINE beschreibt, wie Angreifer Web-Nutzer Schritt für Schritt enttarnen könnten.



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