iTunes: Metallica wollen nicht in den Apple beißen

Die Rockbands The Red Hot Chili Peppers und Metallica wollen ihre Musik nicht über das Online-Musikgeschäft iTunes des Computerunternehmens Apple vertreiben. Beide Gruppen fürchten mit dem Verkauf einzelner Titel über das Internet den Tod des Albums.

Metallica-Musiker James Hetfeld, Lars Ulrich (links): "Lieber nicht zum Tod des Albums beitragen"
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Metallica-Musiker James Hetfeld, Lars Ulrich (links): "Lieber nicht zum Tod des Albums beitragen"



Los Angeles - "Wir können uns nicht von einem Händler diktieren lassen, in welcher Weise unsere Künstler ihre Musik verkaufen", sagt Mark Reiter vom Unternehmen "Q Prime Management Co.", das die Red Hot Chili Peppers, Metallica und einige andere Band managt. Es sei zu befürchten, dass die Konsumenten kaum mehr ganzen Alben kaufen würden, wenn sie einzelne Lieder im Internet herunterladen könnten.

"Unsere Künstler möchten lieber nicht zum Tod des Albums beitragen", so Reiter. Der Grund: Apple lehne es ab, über iTunes ganze Alben kostenpflichtig zum Download anzubieten, wenn die Interpreten nicht gleichzeitig dem Verkauf einzelner Titel zustimmen. Von Apple war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Überraschender Erfolg

Apple hat seinen Musikshop iTunes vor zwei Monaten in den USA gestartet und seither bereits fünf Millionen Titel verschiedenster Künstler online verkauft. Der Erfolg wurde in der Branche mit Überraschung zur Kenntnis genommen, galten doch kostenpflichtige Download-Angebote angesichts der vielen Musiktauschbörsen bislang als wenig zugkräftig. Der Vorteil bei iTunes: Abo-Gebühren entfallen, stattdessen kann jeder Titel für 99 US-Cent heruntergeladen und beliebig oft kopiert werden.

Das Angebot, das nur über Computer mit dem Apple-System erreichbar ist, ist in Europa bislang noch nicht verfügbar. Angesichts juristischer Schwierigkeiten bei der Preisgestaltung wird erst im nächsten Jahr mit einem Start gerechnet.

In den USA hat unterdessen bereits Mitbewerber Ecast seinen kostenpflichtigen Musik-Download-Bereich geschlossen. Dessen Chef Robbie Vann-Adibe sagte, man habe nicht genügend Geld für Marketing zur Verfügung, um im Wettbewerb mit iTunes bestehen zu können.

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  • Donnerstag, 03.07.2003 – 17:11 Uhr
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