iTunes Store US-Kartellwächter prüfen Apples Musikgeschäft

Wird Apple zu mächtig? Laut anonymen Informanten der "New York Times" prüft das US-Justizministerium die Marktmacht des Unternehmens bei digitaler Musik. Das Thema ist so heikel, dass es niemand namentlich kommentieren will.

iTunes Store: Apple-Boss Steve Jobs eröffnet 2003 Apples Online-Musikladen
AP

iTunes Store: Apple-Boss Steve Jobs eröffnet 2003 Apples Online-Musikladen


Das US-Justizministerium hat einem Bericht der " New York Times" zufolge Untersuchungen darüber eingeleitet, wie Apple Musik im Internet verwertet. Im Zuge der Kartelluntersuchungen, die sich in einem sehr frühen Stadium befänden, hätten die Behörden mit großen Musikverlagen und Internet-Musikverwertern gesprochen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Personen mit Kenntnis über den Inhalt der Untersuchungen.

Es sei unter anderem generell darum gegangen, wie Musik im Internet verkauft werde. Die Behördenvertreter hätten aber auch nach jüngst erhobenen Vorwürfen gefragt, denen zufolge Apple seine Marktdominanz ausgenutzt haben soll, um Musikverlage dazu zu bringen, dem Online-Händler Amazon exklusiven Zugang zu Musiktiteln zu verwehren, die kurz vor der Veröffentlichung stünden.

Anfang März hatte das Fachmagazin " Billboard" berichtet, Apple-Vertreter hätten Musik-Labels gedrängt, ihre Zusammenarbeit mit Amazon bei Rabattaktionen für aktuelle Titel zu "überdenken".

Vertreter des Justizministeriums, Apples und Amazons haben der "New York Times" eine Stellungnahme zu dem Bericht verweigert.

Über den iTunes Store laufen laut einer Untersuchung der NPD Group aus dem Sommer 2009 rund 25 Prozent aller Musikverkäufe in den USA.

lis/Reuters

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