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Kameradrohne Nixie: Flieg, Armband, flieg

Eine Kameradrohne, die man wie ein Armband am Handgelenk trägt? Die sich ablöst, davonschwirrt und ein Foto von einem macht? Ein deutscher Physiker ist gerade dabei, ein futuristisches Foto-Gadget zu entwickeln.

Dieses Armband kann fliegen - und auch noch Fotos machen: Zwar ist Nixie, die faltbare Kameradrohne, derzeit nur ein Prototyp. Aber das Gadget zeigt, welches Potenzial kleidungsähnliche, tragbare Computer haben, sobald man sie von der Leine lässt. Über eine Million Klicks hat ein Werbevideo des Fluggeräts in den vergangenen Tagen gesammelt.

Nixie ist eine Kameradrohne - ein Fluggerät, das sich im Ruhezustand um das Handgelenk schlingt. Auf Zuruf aber schwirrt es davon, um ein Bild seines Besitzers oder seiner Besitzerin zu schießen. Danach findet das Gadget, so stellen es sich zumindest die Entwickler vor, seinen Weg zurück und kann wieder seinen Platz am Handgelenk des Besitzer einnehmen.

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Hightech-Spielzeug: Dieses Armband kann fliegen und Fotos machen

Noch ist nicht klar, wie die Drohne final funktionieren könnte, etwa, ob sie per Handy-App ferngesteuert wird (wie im Video angedeutet) oder ob sie tatsächlich selbsttätig fliegt (wie es auf der Website geschrieben ist). Ebenfalls offen ist, ob sie sich beim Schütteln des Handgelenks automatisch ablöst oder ob sie manuell entfaltet werden muss.

Die Idee kam Christoph Kohstall, einem deutschen Physiker an der amerikanischen Stanford University. Zusammen mit Jelena Jovanoic fasste er den Plan für "ein fliegendes Armband, das Luftaufnahmen von einem macht". Das Prinzip ist einfach: Nixie ist eine konventionelle Flugdrohne mit vier Rotoren, die über Streben mit der zentralen Struktur aus Rechnereinheit, Batterie und Sensorik verbunden sind. Diese Streben sind in konventionellen Drohnen steif - bei Nixie aber sind sie biegsam, eine Folie. Nach einer einfachen Geste mit dem Handgelenk, so die Erfinder, löst sich Nixie ab, schaltet die Rotoren an und braust davon.

So gut die Idee klingt, das Projekt ist noch weit von der Marktreife entfernt. Vielleicht ändert sich das aber bald: Projekt Nixie ist Finalist eines hochdotierten Wettbewerbs - Anfang November wird bekannt werden, ob es die 500.000 Dollar Preisgeld verdient hat und damit die bedrohnte Zukunft ein wenig näher rückt.

fko

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insgesamt 5 Beiträge
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1. naaaaa
felisconcolor 29.09.2014
wieviele werden jetzt wieder zu großkalibrigen weitreichenden Waffen greifen? ;-) Cooles Gerät sag ich nur. Aber will ich ständig Fotos von mir haben? Obwohl früher hatte ich eigentlich überhaupt keine Bilder von mir selbst. Denn wann fotografiert man sich schon selber? Aber heute? Hach ich glaub ich würd mich nur noch selbst fotografieren. So als Ausgleich oder so. Und dann die Welt mit meinen selfies überschwemmen. Wie alle anderen halt auch
2. Das Prinzip ist einfach...
santoku03 29.09.2014
...denn man kann erfinden was man will, und sei es die Zeitmaschine. Ein SPON Redakteur wird immer finden: Das Prinzip ist einfach. Man muss nur den Hebel nach links drücken für Vergangenheit und nach rechts für Zukunft.
3. super
rgom 29.09.2014
Wieder eine Lösung für die noch händeringend ein Problem gesucht werden muss.
4. Mal
Flying Rain 29.09.2014
Mal ehrlich, was will man immer mit so einer Minidrohne....sollte doch groß genug für FPV sein wo man dan noch eine GoPro oder DSLR darunter hauen kann... gps-steuerung rein und das Ding fliegt jeden erwünschten Wegpunkt ab....
5. Solche minidrohnen
bergerangel 30.09.2014
Gibts bereits im Spielwarenhandel zu kaufen. Nur das ich die nicht ums Handgelenk tragen kann. Aber wayen interessierts?
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Zum Autor
  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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