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Ripple Labs: Guttenberg macht jetzt in Cyberwährungen

Das traditionelle Zahlungssystem ist "antiquiert, teuer und ineffizient", findet Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg. Deshalb wendet er sich jetzt der digitalen Finanzwelt zu und fängt als Berater beim Start-up Ripple Labs an.

Karl-Theodor zu Guttenberg (im Juni in Berlin): Jetzt auch ein Start-up-Berater Zur Großansicht
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Karl-Theodor zu Guttenberg (im Juni in Berlin): Jetzt auch ein Start-up-Berater

San Francisco - Der einstige Wirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist als Berater beim amerikanischen Start-up Ripple Labs eingestiegen. Er wolle der auf Geldtransfers spezialisierten Firma helfen, "die regulatorischen Fallstricke zu umgehen", sagte Guttenberg der "Wirtschaftswoche" laut einer Vorabmeldung vom Samstag. Ripple Labs arbeitet dem Bericht zufolge daran, Überweisungen so einfach zu machen wie das Versenden einer E-Mail.

Ripple (XRP) ist zwar eine eigene Digitalwährung wie Bitcoin, vor allem aber ein währungsneutrales Tauschnetzwerk, über das diverse Arten von Zahlungsmitteln getauscht werden können. Die Firma Ripple Labs bietet sowohl den Transfer von virtuellen Währungen wie Bitcoin an, aber auch von herkömmlichen Währungen wie Dollar oder Euro.

Guttenberg sagte dazu: "Das traditionelle Zahlungssystem ist antiquiert, teuer und ineffizient." Der Markt für Cyberwährungen befinde sich noch am Anfang. "Die Erfindung dieser Technologie kann jedoch nicht rückgängig gemacht werden", sagte Guttenberg. Der ehemalige Politiker taucht jetzt als einer von acht Beratern auf der Webseite der Firma auf.

Der einstige Hoffnungsträger der CSU war zunächst Bundeswirtschaftsminister und übernahm im Herbst 2009 das Verteidigungsressort. Anfang 2011 trat Guttenberg zurück, nachdem ihm die Universität Bayreuth wegen Plagiaten den Doktortitel aberkannt hatte. Anschließend zog er mit seiner Familie in die USA.

juh/afp

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insgesamt 134 Beiträge
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1. Überweisungen und e-mails
m.straesser 12.07.2014
Bei meinem Online-Banking ist eine Überweisung so einfach wie eine e-mail im Mail-Programm. Ich klicke auf den Empfänger, trage Betrag und Verwendungszweck ein und los geht's. Der einzige Unterschied ist die TAN, die ich noch eingeben muss. Wenn ich aber eine gesicherte Mail abschicken will, ist das noch komplizierter.
2. Da hat er wohl recht
cola79 12.07.2014
Digitales Geld kann man schließlich viel leichter kopieren. Bitcoin war gestern, morgen kommt der Bayreuthcoin, powered by Guttenberg... Unabhängig davon fabriziert Guttenberg nur heisse Luft. Schon jetzt gibt es quasi nur noch Cybermoney, dass bischen Playmoney für den Otto Normal, damit er im Supermarkt NSA-safe Bratwurst shoppen kann, ist sowieso nur aus psychologischen Gründen und zur Absicherung von Stromausfällen im Umlauf. Guttenberg ist sowas wie ein Meteorologe. Die gucken salopp gesagt auch nur aus dem Fenster und sagen uns, was wir schon wissen. Plus bissel Prognose mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 zu 50...
3. kopieren
rageagainstthemachine 12.07.2014
Zitat von cola79Digitales Geld kann man schließlich viel leichter kopieren. Bitcoin war gestern, morgen kommt der Bayreuthcoin, powered by Guttenberg... Unabhängig davon fabriziert Guttenberg nur heisse Luft. Schon jetzt gibt es quasi nur noch Cybermoney, dass bischen Playmoney für den Otto Normal, damit er im Supermarkt NSA-safe Bratwurst shoppen kann, ist sowieso nur aus psychologischen Gründen und zur Absicherung von Stromausfällen im Umlauf. Guttenberg ist sowas wie ein Meteorologe. Die gucken salopp gesagt auch nur aus dem Fenster und sagen uns, was wir schon wissen. Plus bissel Prognose mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 zu 50...
Ich nehme an diese Aussage bezog sich auf Kryptowährungen und nicht auf herkömmliches "digitales Geld" (Bankguthaben). Sollte das so sein, haben Sie dafür sicher ein paar konkrete Beispiele zur Hand.... Können bzw. haben Sie nicht? Wundert mich nicht, denn mir ist bisher noch kein einziger Fall bekannt, wo eine Kryptowährung im Sinne von gefälscht, "kopiert" oder vervielfältigt wurde.
4. Digitalwährung
prefec2 12.07.2014
Die Idee hinter Bitcoin ist, dass man keine Bank oder Wechselstube wie z.B. Ripple braucht. Digital bezahlen kann ich schon heute mit meiner Debitcard, per Überweisung, und auch online. Ich brauch dazu kein Zusatzdings von Ripple un auch kein Paypal. Allerdings ist Gutti damit dort angekommen wo er seine Fähigkeiten in Public-Relations ausspielen kann. Sonst kann er ja nix.
5. Soso,
rusigabedra 12.07.2014
Er wolle der auf Geldtransfers spezialisierten Firma helfen, "die regulatorischen Fallstricke zu umgehen", sagte Guttenberg. Na immerhin ist er ja Experte im Umgehen von Regeln...
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